Archiv für das Tag 'VfB Friedrichshafen'

Feb 28 2010

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Kampa führt VfB zum 19. Sieg

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19. Sieg im 19. Bundesligaspiel für den VfB Friedrichshafen: Mit 3:0 (25:15, 25:17, 26:24) bezwang der Spitzenreiter den Tabellensiebten VC Franken. Zum Matchwinner wurde Lukas Kampa, der mit seinen Aufschlägen die Basis dafür legte, im dritten Abschnitt drei Satzbälle abzuwehren und den glatten Erfolg unter Dach und Fach zu bringen

Mehr als eine Stunde nach Spielende am Sonntagabend war Lukas Kampa immer noch etwas siegestrunken. „Schön, dass wir gewonnen haben“, sagte er. „Am Schluss war es zwar knapp. Ich habe aber nie daran gezweifelt, dass wir das auch im dritten Satz noch schaffen.“ Der 23- Jährige hatte allen Grund zur Freude. Mit dem VfB Friedrichshafen hatte der Volleyballer kurz zuvor den VC Franken mit 3:0 (25:15, 25:17, 26:24) in die Schranken gewiesen. Und nicht nur das: Kampa hatte großen Anteil am Erfolg seines Teams.

Nach zwei Durchgängen, in denen Friedrichshafen das Spielgeschehen nach Belieben dominierte, stemmten sich die Franken im dritten Abschnitt noch einmal mit aller Macht gegen die drohende Niederlage.
Fortwährend liefen die Häfler einem Rückstand hinterher. Beim 18:20 schickte VfB-Trainer Stelian Moculescu Kampa auf das Feld, der dem Abschnitt beim 21:24 die entscheidende Wende gab. Mit vier druckvollen Aufschlägen, darunter auch einem As, legte der Zuspieler die Basis, um drei Satzbälle der Franken abzuwehren und das Blatt doch noch zu eigenen Gunsten zu drehen.

„Er hat das mit Bravour gemacht und den Satz gekippt“, sagte Moculescu. „Darauf kann er sich durchaus etwas einbilden.“ Ein Lob hatte der Häfler Coach zudem für Youngster Christian Fromm parat, der nicht nur zur Stammformation zählte, sondern mit 13 Zählern sogar zum besten Punktesammler der Partie avancierte. „Das war wirklich in Ordnung“, so Moculescu. „Das, was zu machen war, hat er gut erledigt.“

Große Unterstützung auf der Außen-Annahme-Position erhielt Fromm von Idi. Dem Brasilianer hatte in der zurückliegenden Woche eine schmerzhafte Fußverletzung zu schaffen gemacht, die einen Einsatz in Bamberg zunächst mehr als fraglich erscheinen ließ. Erst am Samstag stieg Idi wieder ins Training ein, lieferte aber tags darauf eine gute Vorstellung ab. Mit zwölf Zählern war er nicht nur zweitbester Punktesammler, sondern konnte zudem im Angriff eine Quote von 53 Prozent und in der Annahme – obwohl er 31 von insgesamt 49 Annahmen übernahm – eine Quote von 81 Prozent vorweisen.

Dank des 19. Sieges im 19. Bundesligaspiel führt Friedrichshafen das Bundesliga-Klassement weiterhin souverän an. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die beiden Pokalfinalisten Generali Haching (32:6 Punkte) und evivo Düren (28:12 Punkte). In den ausstehenden drei Begegnungen der Normalrunde gegen den VC Bad Dürrenberg/Spergau (13. März), Generali Haching (17. März) und die Netzhoppers Königs Wusterhausen (20. März) benötigt der VfB nun nur noch einen Sieg, um als Erster in die am 27. März beginnenden Play-offs einzuziehen.

Statistik

VC Franken
Aufschlag 1 Punkte, Annahme 51% (34% perfekt), Angriff 22 Punkte (28%), Block 11 Punkte Davidiuk, Bahlburg 1, Richter 1, Anderson 5, Weber L, Brand 4, Simac 5, Figueroa 11, Bawden 7, nicht eingesetzt: Jachowitz, Tafelmayer, de Andrade Lima

VfB Friedrichshafen
Aufschlag 4 Punkte, Annahme 67% (53% perfekt), Angriff 43 Punkte (51%), Block 6 Punkte Fromm 13, Tichacek 1, Rosic L, Kampa 1, Grozer 12, Böhme 10, José 4, Gontariu, Idi 12, nicht eingesetzt: Geiger, Lukianetz, Bauer

von Conny Kurth

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Feb 27 2010

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Keine Schützenhilfe

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Bundesliga unter schwierigen Bedingungen: Wenn der VfB Friedrichshafen am Sonntag (28. Februar, 17 Uhr) beim VC Franken antritt, wird die Partie von der drohenden Insolvenz des Klubs aus Bamberg überschattet.
Die Partie gegen den Deutschen Meister könnte die Letzte der Franken in der Volleyball-Bundesliga sein

Die Situation könnte zu einem Horrorszenario werden. Wenn der VfB Friedrichshafen am Sonntag (28. Februar, 17 Uhr) beim VC Franken antritt, könnte dies der letzte Auftritt des Klubs aus Bamberg in der Volleyball-Bundesliga sein. Die Franken drücken enorme finanzielle Sorgen. Presseinformationen zufolge muss bis Montag (1. März) die stattliche Summe von 50.000 Euro aufgetrieben werden – sonst ist die Insolvenz unausweichlich.

Eine Insolvenz wiederum könnte den sofortigen Ausschluss des VC Franken aus der 1. Liga zur Folge haben. „Es gibt in diesem Fall zwei Möglichkeiten“, sagt Thorsten Endres, Geschäftsführer der Deutschen Volleyball-Liga (DVL). „In Abhängigkeit der Rahmenbedingungen kann der DVL-Vorstand trotz Insolvenz einem weiteren Spielbetrieb zustimmen oder aber die Lizenz entziehen.“

Mit Bedauern werden die Entwicklungen von den VfB-Verantwortlichen verfolgt. In sportlicher Hinsicht will man trotzdem keine Schützenhilfe leisten. „Die wirtschaftliche Situation bleibt für uns bei dem Spiel am Sonntag außen vor“, sagt Trainer Stelian Moculescu.
„Wir wollen gewinnen und damit einen weiteren Schritt machen, um als Erster in die Play-offs zu gehen.“

Zwei Siege in den verbleibenden vier Spielen gegen den VC Franken, den VC Bad Dürrenberg/Spergau (13. März), Generali Haching (17. März) und die Netzhoppers Königs Wusterhausen (20. März) benötigen die Häfler noch. Dann ist ihnen Platz eins nach der Normalrunde und damit gleichzeitig das wichtige Heimrecht im ersten sowie entscheidenden Spiel der Play-off-Runden nicht mehr zu nehmen.

Die Reise zum Tabellensiebten ins Fränkische tritt das VfB-Ensemble selbstbewusst dank des Testspielerfolgs über den Polnischen Meister und Gastgeber des Final Four in der CEV Indesit Champions League, jedoch auch personell angeschlagen an. Mit Andras Geiger und Idi fallen voraussichtlich gleich zwei Außenangreifer aufgrund einer
Waden- und einer Fußverletzung aus. André Lukianetz feierte nach zehnwöchiger Verletzungspause auf gleicher Position erst am Mittwoch gegen Belchatow sein Comeback.

„Außen könnte es etwas eng werden“, sagt Moculescu. Dementsprechend sind Alternativen gefragt. Dafür gibt es verschiedene Optionen. Neben Lukianetz und Youngster Christian Fromm könnten sowohl Libero Markus Steuerwald als auch Diagonalangreifer Georg Grozer auf der Außen- Annahmeposition eingesetzt werden. „Wir werden uns etwas einfallen lassen“, so Moculescu. „Was genau, kann man am Sonntag sehen.“

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Feb 16 2010

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Die Tür steht offen

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Der erste Schritt ist gemacht, der zweite soll jetzt folgen: Am Mittwoch (17. Februar, 20.15 Uhr) tritt der VfB Friedrichshafen im Achtelfinal-Rückspiel der CEV Indesit Champions League gegen Hypo Tirol Innsbruck (Österreich) an. Um das Viertelfinale zu erreichen benötigen die Häfler zwei gewonnene Sätze

Die Ausgangslage ist gut. Zweifellos. Unumkehrbar aber ist das Ergebnis nicht. Mit 3:1 gewann der VfB Friedrichshafen in der vergangenen Woche das Achtelfinal-Hinspiel der CEV Indesit Champions League gegen Hypo Tirol Innsbruck (Österreich) und stieß damit die Tür zum Viertelfinale ein gutes Stück auf. Wenn die Häfler am Mittwoch (17. Februar, 20.15 Uhr) zum Rückspiel in Innsbruck antreten, benötigen sie zwei gewonnene Sätze, um den Einzug in die dritte Runde perfekt zu machen. Verlieren sie 1:3, muss der sogenannte Golden Set, der direkt im Anschluss bis 15 Punkte gespielt würde, die Entscheidung bringen. Mit einem 0:3 wäre Friedrichshafen ausgeschieden.

„Wir fahren nicht nach Innsbruck, um zwei Sätze zu gewinnen. Damit geben wir uns nicht zufrieden. Wir wollen den Sieg“, sagt VfB- Mittelblocker Marcus Böhme. Und Zuspieler Lukas Kampa ergänzt: „Wir müssen uns auf einiges gefasst machen. Innsbruck rechnet sich zu Hause durchaus noch etwas aus. Um ins Viertelfinale einzuziehen, dürfen wir nicht auf Sätze, sondern müssen auf Sieg spielen und die Sache genauso diszipliniert angehen wie am Wochenende gegen Bühl.”

Gegen Bundesliga-Achten machte der deutsche Meister am Samstag kurzen Prozess und siegte in der Rekordzeit von nur 58 Spielminuten. Das gab Selbstvertrauen – wenngleich das Niveau zwischen dieser Partie und dem Champions-League-Duell gegen Innsbruck nur schwer zu vergleichen ist.
„Bundesliga und Champions League“, sagt VfB-Trainer Stelian Moculescu, „das sind zwei verschiedene Welten“.

Der Häfler Erfolgscoach weiß: Der österreichische Champion wird in der heimischen und voraussichtlich ausverkauften USI-Halle vor 2.000 Zuschauern alles daran setzen, um den Spieß noch einmal umzudrehen und seinerseits ins Viertelfinale der Champions League einzuziehen. „Ich kann nur vor dem Gedanken warnen, dass wir schon durch sind“, sagt Moculescu. „Die Tür haben wir zwar geöffnet. Hindurchgehen aber müssen wir am Mittwoch erst noch selbst.“

Beim Gastspiel in Tirol kann er auf die Akteure bauen, die bereits das Hinspiel zu Gunsten des VfB entschieden. Außenangreifer André Lukianetz und Mittelblocker Marc Honore fallen zwar nach wie vor verletzt aus. Alle anderen aber sind fit und brennen auf ihren Einsatz. Am Dienstagmittag macht sich die Mannschaft auf dreistündige Bustour ins 220 Kilometer entfernte Innsbruck. Am gleichen Abend sowie am Mittwochvormittag stehen zwei Trainingseinheiten auf dem Programm.
„Wir wissen, dass uns da einiges erwartet“, sagt Böhme. „Aber wir sind gut vorbereitet und wollen unbedingt gewinnen.“

Gelingt Friedrichshafen der Einzug in die dritte Runde, stände der VfB zum vierten Mal in Folge sowie neunten Mal in der Vereinsgeschichte im Viertelfinale der Champions League. Gegner wäre entweder Italiens Pokalsieger Lube Banca Marche Macerata oder der slowenische Meister Ach Volley Bled. Macerata verlor zwar das Hinspiel mit 2:3, hat aber am Mittwoch Heimrecht. Das Viertelfinale ist für den 3. und 10. März angesetzt. Das Final Four findet am 10. und 11. April in Lodz (Polen) statt.

Public Viewing in der ZF Arena
Es ist bereits zu einer schönen Tradition geworden: Auch beim Achtelfinal-Rückspiel des VfB Friedrichshafen gegen Hypo Tirol Innsbruck (Österreich) am Mittwoch (17. Februar) findet im Foyer der ZF Arena Friedrichshafen ein Public Viewing statt. Zusammen mit vielen Fans kann dabei die Partie über eine Großbildleinwand verfolgt werden.
Die ZF Arena öffnet um 19.30 Uhr ihre Pforten, Spielbeginn ist um
20.15 Uhr.

von Conny Kurth

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Feb 14 2010

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So schnell war noch keiner

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Bundesliga-Sieg Nummer 17 für den VfB Friedrichshafen: Mit 3:0 (25:18, 25:15, 25:9) bezwangen die Häfler im schwäbisch-badischen Duell den TV Bühl. Nur 58 Spielminuten benötigten sie für ihren Sieg, der zugleich der schnellste in der laufenden Bundesligasaison ist. „So gehört sich das“, freute sich VfB-Trainer Stelian Moculescu

Um exakt 20.34 hatte Idi den Sieg besiegelt. Mit einem Angriffsball sorgte der Volleyballer vom VfB Friedrichshafen nicht nur für das 3:0 (25:18, 25:15, 25:9) seines Teams über den TV Bühl und den damit verbundenen 17. Sieg im 17. Bundesligaspiel. Er setzte auch den Schlusspunkt unter die bislang schnellste Partie der Bundesliga 2009/2010. Nur 58 Spielminuten benötigten die Häfler für ihren Erfolg.
Schneller war in dieser Saison noch keine anderer Klub.

„So gehört sich das“, konstatierte VfB-Trainer Stelian Moculescu zufrieden. „Die Jungs haben das von Anfang bis Ende durchgezogen. Das zeigt die Qualität der Mannschaft.“ Im Duell gegen die Badener wagte der Häfler Erfolgscoach wie zuvor angekündigt keine Experimente und schenkte seiner vielfach erprobten Stammformation mit Zuspieler Lukas Tichacek, Diagonalspieler Georg Grozer, den Außenangreifern Andras Geiger und Idi, den Mittelblocker Joao José und Marcus Böhme sowie Libero Nikola Rosic das Vertrauen.

Diese gingen ihre Aufgabe hochkonzentriert an und ließen dem Aufsteiger nicht einmal annähernd die Chance auf einen Satzgewinn. Nur bis Mitte des ersten Abschnitts hielt Bühl mit. Danach beherrschten die Gastgeber das Spielgeschehen nach Belieben – vielleicht gerade weil Moculescu nahezu allen Akteuren seines Teams Einsatzzeiten gewährte. „Es ist gar nicht so einfach, wenn von der anderen Seite nicht so viel Gegenwehr kommt“, sagte Zuspieler Lukas Kampa, der in allen drei Sätzen für Lukas Tichacek die Regie übernahm. „Vielleicht war es gut, dass wir reingekommen sind. Wir können es uns nicht erlauben, die Zügel schleifen zu lassen.“

Frustriert zeigten die ambitionierten, letztendlich aber desillusionierten Gäste. „Wenn man 0:3 verliert, kann man nicht zufrieden sein“, sagte Bühls Trainer Mathias Eichinger. „Dass das passieren kann, war mir allerdings klar.“ Nahezu tatenlos musste er mit ansehen, wie sein Team eine Lehrstunde, insbesondere in der Annahme, erhielt. Zwölf direkte Aufschlagpunkte verbuchte Friedrichshafen und übte zudem so großen Druck aus, dass die Bühler Annahmespieler zu verzweifeln schienen. „Das Problem ist, dass wir das nicht trainieren können“, so Eichinger. „Gegen Mannschaften wie Friedrichshafen spielst du ja nur zwei Mal pro Saison.“

Bereits in vier Tagen wartet auf die Häfler die nächste Aufgabe. Am Mittwoch (17. Februar, 20.15 Uhr) müssen sie im Achtelfinal-Rückspiel der CEV Indesit Champions League beim österreichischen Meister Hypo Tirol Innsbruck mindestens zwei Sätze gewinnen, um in die nächste Runde einzuziehen. „Wir müssen uns auf einiges gefasst machen.
Innsbruck rechnet sich zu Hause durchaus noch etwas aus“, sagt Kampa.
„Um ins Viertelfinale einzuziehen, dürfen wir nicht auf Sätze, sondern den Sieg spielen und müssen die Sache genauso diszipliniert angehen wie heute.“
—-
Statistik

VfB Friedrichshafen
Aufschlag 12 Punkte, Annahme 68% (48% perfekt), Angriff 36 Punkte (54%), Block 7 Punkte Geiger 7, Fromm 5, Ticacek, Rosic L, Kampa 2, Grozer 13, Böhme 4, José 6, Gontariu 6, Bauer 2, Idi 10, nicht eingesetzt: Steuerwald

TV Bühl
Aufschlag 2 Punkte, Annahme 41% (14% perfekt), Angriff 17 Punkte (32%), Block 2 Punkte Engala 1, Engohe 4, Lampe, Quero 7, Ondelj, Iliev 5, Pupic 4, Hemlein, Lagzins, Molnar L, Dollhofer, nicht eingesetzt: Klein

von Conny Kurth

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Feb 13 2010

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Keine Experimente

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Bundesliga-Zwischenstopp für den VfB Friedrichshafen: Zwischen dem
Hin- und Rückspiel im Achtelfinale der CEV Indesit Champions League empfangen die Häfler am Samstag (13. Februar, 19.30 Uhr) den TV Bühl.
„Zum Experimentieren“, zollt VfB-Trainer Stelian Moculescu dem Aufsteiger und Tabellensechsten Respekt, „ist da kein Platz“

Matthias Eichinger hat schon vieles erlebt. Zwölf Trainerstationen in Deutschland, Österreich und den Niederlanden hat er hinter sich, wurde Deutscher Meister sowie Pokalsieger und war Bundestrainer. Alles im Frauen-Volleyball. Vor knapp zwei Jahren stellte sich der 55-Jährige im Badischen einer neuen Herausforderung. Beim TV Bühl übernahm er erstmals eine Männer-Mannschaft und startete eine Erfolgsgeschichte.
Aus der 2. führte Eichinger Bühl in die 1. Liga und hat mit seinem Team im ersten Erstligajahr bereits Kurs auf die Play-offs genommen.
„Wenn uns das gelingt, wäre das eine Topleistung“, sagt er. „So oder so können wir mit dieser Saison recht zufrieden sein.“

Jetzt wartet auf Eichinger und seine Bühler Jungs die nächste Herausforderung. Am Samstag (13. Februar, 19.30 Uhr) sind sie beim VfB Friedrichshafen gefordert. „Wir freuen uns darauf und hoffen, dass wir ähnlich gut spielen wie zu Hause“, sagt er. „Ich sage den Spielern:
Sie sollen das als Lerneinheit sehen. Gegen eines der besten Teams Europas zu spielen, ist etwas Besonderes.“

Im Häfler Lager wiederum trotzt man dem aktuellen Fasnetstrubel blickt dem Duell gegen den Tabellensechsten der Volleyball-Bundesliga mit dem gebührenden Ernst entgegen. „Dass sich Bühl so gut verkauft, wundert mich nicht“, sagt VfB-Trainer Stelian Moculescu. „Das ist eine gute Mannschaft mit guten Verstärkungen und einem guten Trainer.“ Vor allem auf den Venezolaner Heriberto Quero, der vor Saisonbeginn gemeinsam mit Mittelblocker Vladimir Rakic aus Düren kam, lenkt er sein Augenmerk. „Er ist einer der Topangreifer der Liga“, so Moculescu.
„Wenn er einen guten Tag hat, kann er ein Spiel im Alleingang entscheiden.“

Auch mit Hinblick auf das Achtelfinal-Rückspiel am kommenden Mittwoch (17. Februar) gegen Hypo Tirol Innsbruck (Österreich) gehen die VfB- Akteure zwar mit dem Selbstbewusstsein des ungeschlagenen Bundesliga- Spitzenreiters, nicht jedoch leichtfertig in die Partie. „Wir müssen unseren normalen Rhythmus halten“, sagt Moculescu. „Zum Experimentieren ist da kein Platz.“ Das wiederum bedeutet:
Voraussichtlich wird der Häfler Coach seine Stammformation mit Zuspieler Lukas Tichacek, Diagonalspieler Georg Grozer, den Außenangreifern Andras Geiger und Idi, den Mittelblocker Joao José und Marcus Böhme sowie Libero Nikola Rosic auf das Feld schicken.

„Dass wir zwischen zwei Champions-League-Spielen auf Friedrichshafen treffen, ist kein Vorteil für uns“, sagt Eichinger, der die Auftritte auf der internationalen Bühne zwar nicht aus Bühl, aber unter anderem vom SVV Ulm bestens kennt. „Wenn du unter der Woche auf hohem Niveau gefordert bist, spielst du am Wochenende dazwischen auch gut. Ich wünsche mir, dass wir die Leistung aus dem Hinspiel wiederholen können. Das war eines unserer besten Spiele in dieser Saison.“

Fanfahrt nach Innsbruck
Abfahrt: 17. Februar, 12 Uhr an der ZF Arena
Preis: je nach Teilnehmerzahl zwischen 17 und 22 Euro zzgl.
Eintrittskarte
Es können Karten und Busfahrt, aber auch nur einzelne Karten für die Selbstanreise gebucht werden. Anmeldungen sind über die Geschäftsstelle der VfB Friedrichshafen Volleyball GmbH (Meistershofener Str. 25, 88045 Friedrichshafen, Email: info@vfb-volleyball.de ), telefonisch beim Fanbeauftragten Jürgen Schrandt (07541 – 95 01
904) oder beim Heimspiel gegen Bühl am Fanstand im Foyer der ZF Arena möglich. Bei der Anmeldung unbedingt Name und Telefonnummer angeben, damit ein Rückruf über die Durchführung der Fanfahrten möglich ist.

von Conny Kurth

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Feb 11 2010

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Friedrichshafen macht ersten Schritt zum Viertelfinale

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Der erste Schritt zum Viertelfinale ist gemacht: Der VfB Friedrichshafen hat das Hinspiel im Achtelfinale der CEV Indesit Champions League gegen Hypo Tirol Innsbruck (Österreich) mit 3:1 (26:28, 25:16, 25:23, 25:14) gewonnen. Vor 3.500 Zuschauern in der ZF Arena Friedrichshafen ließen sich die Hausherren nur den ersten Satz entreißen. Danach aber drehte der VfB auf und siegte verdient. Bester Punktesammler der Partie war Friedrichshafens Idi mit 17 Zählern.

„Am Anfang waren wir etwas fest und sind nicht richtig in Schwung gekommen. Wir hätten schon den ersten Satz gewinnen müssen“, sagte VfB- Trainer Stelian Moculescu und fügte hinzu: „Jetzt müssen wir beißen.“ Beim Rückspiel am kommenden Mittwoch (17. Februar) in Innsbruck nämlich müssen die Häfler nun mindestens zwei Sätze gewinnen, um das Viertelfinale zu erreichen. „Das war heute ein wichtiger Schritt“, sagte Friedrichshafens Adrian Gontariu, der Georg Grozer ab dem zweiten Satz auf der Diagonalposition vertrat. „Aber wir dürfen nicht darauf vertrauen, dass der Sieg in der nächsten Woche vom Himmel fällt.“

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Feb 08 2010

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Deutsch-österreichisches Gipfeltreffen

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Achtelfinale in der CEV Indesit Champions League: Am Mittwoch (10.
Februar, 20 Uhr) empfängt der VfB Friedrichshafen den österreichischen Meister Hypo Tirol Innsbruck. Im Hinspiel wollen sich die Häfler eine möglichst gute Ausgangsposition für das Rückspiel eine Woche später verschaffen

Im Wintersport sind die Duelle legendär. Im Fußball erst recht. Wenn Deutschland auf Österreich trifft, schlagen die Emotionen hoch. Das war 1978 im erinnerungswürdigen WM-Spiel in Cordoba (Argentinien) so, das die Deutschen mit 2:3 verloren. Und das soll auch am Mittwoch (10.
Februar, 20 Uhr) so sein, wenn der VfB Friedrichshafen im Achtelfinal- Hinspiel der CEV Indesit Champions League Hypo Tirol Innsbruck zum deutsch-österreichischen Gipfeltreffen empfängt.

„Der Kleine will dem Großen doch immer eins auswischen“, sagt VfB- Trainer Stelian Moculescu. Und das ist nicht nur auf die regionale Rivalität bezogen. Denn zum ersten Mal in dieser Saison nimmt Friedrichshafen in der Champions League nicht die Außenseiterrolle ein. „Vom Papier sind wir Favorit“, sagt der Coach und ergänzt. „Wie das ist, kennen wir ja aus der Bundesliga schon sehr gut.“

Zwölf Mal nahm der VfB seit 1998/99 an der Champions League teil und qualifizierte sich immer mindestens für die zweite Runde. In den vergangenen drei Spielzeiten erreichte der zehnfache Deutsche Meister und Pokalsieger immer das Viertelfinale oder mit dem Sieg 2007 sogar noch mehr. Für Innsbruck wiederum ist es die vierte Teilnahme am Wettbewerb der besten europäischen Teams. Zum ersten Mal allerdings gelang dem dreifachen österreichischen Meister und vierfachen österreichischen Pokalsieger der Sprung in die zweite Runde.

„Vielleicht ist das nicht der schwierigste Gegner. Aber es ist nicht so leicht wie alle denken“, sagt VfB-Kapitän Joao José. „Da gibt es nicht die ganz großen Namen, dafür aber ein wirklich gutes Team.“ Und ein erfolgreiches dazu. Erst eine Niederlage musste Innsbruck in der mitteleuropäischen Volleyballliga MEVZA hinnehmen. In dieser treten die besten Teams Österreichs, der Slowakei, Sloweniens, Kroatiens und Ungarns gegeneinander an und steigen erst in der finalen Phase ihrer nationalen Wettbewerbe ein. „Wir sind gut beraten, aufzupassen“, sagt Moculescu. „Innsbruck ist ein Klub, der nach oben will.“

Vor allem den sprunggewaltigen brasilianischen Außenangreifer Leonardo dos Santos und den slowakischen Diagonalangreifer Gabriel Chocholak gilt es, in den Griff zu bekommen. „Innsbruck spielt vielleicht nicht ganz so schnell wie wir“, sagt Moculescu. „Wenn Chocholak aber einen guten Tag erwischt, ist das nicht lustig.“ Anstatt sich zu viel mit dem Gegner zu beschäftigen will der Häfler Meistermacher den Fokus sowieso lieber auf das eigene Spiel lenken. Das heißt: einerseits druckvoll aufschlagen und energisch im Block zupacken, andererseits schnell und variabel aus einer stabilen Annahme heraus angreifen.

Am Mittwoch gilt es für die Häfler, sich eine möglichst gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 17. Februar in Innsbruck zu verschaffen. Steht es nach beiden Begegnungen nach Siegen und Sätzen unentschieden, fällt die Entscheidung um den Einzug ins Viertelfinale im Anschluss an das Rückspiel im sogenannten Golden Set. „Wir wollen den ersten Schritt machen“, sagt Moculescu. „Dafür müssen wir unser Niveau spielen. Das ist das Wichtigste.“

Achtelfinale live im Internet, zeitversetzt im SWR Wie alle Vorrundenspiele werden auch das Hin- und Rückspiel im Achtelfinale der CEV Indesit Champions League live und kostenlos im Internet auf Laola 1 TV (www.laola1.tv) übertragen. Eine Zusammenfassung des Heimspiels wird zudem zeitversetzt am 11. Februar von 0.50 bis 1.50 Uhr im SWR Fernsehen ausgestrahlt.

Von Conny Kurth

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Feb 07 2010

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Ein Donnerwetter bringt den Sieg

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Die Festung ist eingenommen – der VfB Friedrichshafen hat seinen ersten Sieg in der Berliner Max-Schmeling-Halle gefeiert. Mit 3:2 (25:19, 25:21, 20:25, 19:25, 15:7) besiegten die Häfler den SCC Berlin, hätten dabei aber fast den schon sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand gegeben

Welche Worte Stelian Moculescu fand, wurde nicht bekannt. Aber es müssen die richtigen gewesen sein. Als dem VfB Friedrichshafen am Samstagabend im Bundesligaduell gegen den SCC Berlin der Sieg aus den Händen zu gleiten drohte, beorderte der Häfler Coach seinen Mannen noch einmal in die Kabine. Nach dem vierten Satz war das, und nachdem der VfB nach einer 2:0-Satzführung den 2:2-Ausgleich hatte hinnehmen müssen.

„Er hat mit uns geschimpft wie ein Vater mit seinem Sohn, wenn der etwas angestellt hat“, kleidete Kapitän Joao José die Ansprache in nette Worte und fügte verklausuliert hinzu: „Er ist sehr deutlich geworden.“ Nationalspieler Marcus Böhme fand: „Er hat uns ordentlich den Kopf gewaschen. Das war bitternötig. Denn sonst hätten wir ja so weitergemacht wie im vierten Satz.“

Mit der Standpauke rüttelte Moculescu sein Ensemble wieder wach und führte es zurück auf die Siegerstraße. Denn auch, wenn die Häfler nach ihrem Kabinengang mit gällenden Pfeifen und Buhrufen zurück auf dem Spielfeld begrüßt wurden, präsentierten sie sich entschlossener denn je und gewannen verdient 3:2 (25:19, 25:21, 20:25, 19:25, 15:7). Damit feierte Friedrichshafen nicht nur den 16. Sieg im 16. Bundesligaspiel der Saison 2009/2010, sondern zugleich den ersten Sieg in der zuvor für den VfB uneinnehmbaren Berliner Max-Schmeling-Halle.

„Da haben wir uns nicht mit Ruhm bekleckert. Wir hätten deutlicher gewinnen müssen“, sagte Moculescu. „Wenn man eine Mannschaft unterschätzt, geht das eben nicht. Die ersten zwei Sätze waren ja auch nicht so klar, wie sie vom Ergebnis her aussahen.“ José bilanzierte:
„Wir sind gut gestartet, aber haben uns dann einschläfern lassen bis wir in die Gefahrenzone gekommen sind. Stelians Worte waren hart, aber absolut notwendig.“

Eine makellose Bilanz in der Schmeling-Halle hat dank des Erfolges VfB- Mittelblocker Böhme vorzuweisen. In der vergangenen Saison gewann er zwei Mal mit dem SCC, jetzt war er auch mit seinem neuen Klub siegreich. Nicht nur ob des Sieges wird Böhme die Partie noch länger in Erinnerung behalten. Im fünften Satz nämlich wurde vor allem der Ex- Berliner bei seinen Aktionen von einem Pfeifkonzert begleitet. „Dass das passieren würde, hätte ich wirklich nicht gedacht“, sagte er.
„Aber was soll´s. Der Sieg ist das, was zählt.“

Erst am frühen Sonntagmorgen kamen die Häfler nach dem erfolgreichen Sturm auf die Schmeling-Halle wieder in Friedrichshafen an. Zum Ausschlafen blieb danach Zeit, nicht aber zum Durchatmen. Bereits am Nachmittag stand wieder Krafttraining auf dem Programm, schließlich wartet am Mittwoch (10. Februar) gegen Hypo Tirol Innsbruck
(Österreich) mit dem Achtelfinal-Hinspiel in der CEV Indesit Champions League die nächste Aufgabe. „Gegen Innsbruck müssen wir eine gewaltige Schippe drauflegen“, so Moculescu. „Sonst ist das Thema Champions League ganz schnell beendet.“

Statistik

SCC Berlin
Aufschlag 3 Punkte, Annahme 54% (24% perfekt), Angriff 40 Punkte (47%), Block 9 Punkte Fuchs 3, Gaydarski, Spirovski 12, Skach, Holschen 2, van de Loo, Smedins 7, Galandi 4, Schwarz, Krystof L 1, Hidalgo 23, nicht
eingesetzt: Zachrich

VfB Friedrichshafen
Aufschlag 10 Punkte, Annahme 66% (32% perfekt), Angriff 55 Punkte (52%), Block 15 Punkte Geiger 8, Fromm 2, Tichacek 4, Rosic L, Kampa 1, Grozer 23, Böhme 14, José 18, Gontariu 2, Bauer, Idi 8, nicht eingesetzt: Steuerwald

von Conny Kurth

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Feb 05 2010

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Sturm auf die Berliner Festung

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Ein Klassiker der Volleyball-Bundesliga steht auf dem Programm: Am Samstag (6. Februar, 19 Uhr) gastiert der VfB Friedrichshafen beim SCC Berlin. Zum ersten Mal wollen die Häfler dabei den Sieg aus der Max- Schmeling-Halle entführen. „Ich gehe“, sagt Nationalspieler Marcus Böhme, „zuversichtlich an die Sache ran“.

Dreiviertel acht morgens an der ZF Arena Friedrichshafen. Ein blauer Flitzer nach dem nächsten fährt vor dem Domizil der Volleyballer vom VfB Friedrichshafen vor. Mehr oder weniger verschlafen entsteigen die lange Kerle ihren Fahrzeugen und klettern in den komfortablen Reisebus. Eine lange Fahrt liegt vor ihnen. Mindestens neun Stunden und 750 Kilometer sind es bis in die deutsche Hauptstadt, wo am Samstag (6. Februar, 19 Uhr) das Bundesliga-Duell gegen den SCC Berlin auf dem Programm steht.

Das Ziel der Reise ist klar: Die Häfler wollen die Berliner Festung stürmen und zum ersten Mal den Sieg aus der Max-Schmeling-Halle mit nach Hause nehmen. „Wir fahren da hin und wollen gewinnen“, sagt VfB- Trainer Stelian Moculescu klipp und klar. „Wir wollen die Schmeling- Halle endlich einnehmen.“

Zwei Mal schon standen sich die beiden Kontrahenten im Berliner Schmuckkästchen gegenüber. Zwei Mal verlor Friedrichshafen – zuerst am 1. Februar 2009 während der Normalrunde vor der Bundesliga- Rekordkulisse von 7.700 Zuschauern mit 1:3, dann am 18. April 2009 im zweiten Halbfinalspiel der Play-offs sogar glatt mit 0:3. „Das war eine andere Saison und eine andere Mannschaft“, sagt VfB-Kapitän Joao José. „Das lässt sich schwer vergleichen. Am Samstag ist ein neues Spiel mit neuen Voraussetzungen.“

Einer, der der Partie mit besonderer Spannung entgegen blickt, ist Marcus Böhme. Der 61-fache deutsche Nationalspieler stand bei den ersten beiden Vergleichen noch im Aufgebot Berlins, schmettert und blockt aber nun für den Meister vom Bodensee. „Ich kam ja noch nicht in den Genuss, als Gast in der Schmeling-Halle spielen zu dürfen. Wenn man dann noch auf sein altes Team trifft und die ganzen bekannten Gesichter drum herum, dann ist das natürlich etwas Spezielles“, sagt er. „Ich will gar nicht daran denken, dass der VfB dort noch nie gewinnen konnte. Ich gehe zuversichtlich an die Sache heran.“

Zuversicht allerdings herrscht auch im Berliner Lager. Schließlich musste der SCC im Jahr 2010 erst eine Niederlage einstecken und steht im europäischen Challenge Cup kurz vor dem Einzug ins Viertelfinale.
Im Achtelfinal-Hinspiel bezwang das Team von Trainer Andrej Urnaut den serbischen Klub Ribnica Kraljevo und benötigt damit im Rückspiel nur noch einen gewonnenen Satz, um die Runde der besten Acht zu erreichen.
„Das war eine starke Kollektivleistung, auf die wir aufbauen können und müssen“, sagt SCC-Kapitän Jaroslav Skach und gibt sich vor der Partie gegen den VfB kämpferisch. „Natürlich ist Friedrichshafen mit dieser Mannschaft in jedem Ligaspiel der Favorit. Doch wir werden dagegen halten.“

Dabei setzen der Tscheche und seine Team auch auf die Unterstützung ihrer Anhänger. Zwischen 3.500 und 4.500 Zuschauer werden erwartet.
„Die heimischen Fans sind für eine Mannschaft immer extrem wichtig und hier hat der SCC schon einen enormen Rückhalt, gegen den man sich als Gegner zusätzlich durchsetzen muss“, sagt Böhme und fügt hinzu. „Aber was soll´s. Wie es ist, zusätzlich gegen viele Zuschauer zu spielen, wissen wir ja schon. Das ist für uns normal.“

Übertragung auf spobox.tv
Seltene Ehre für den VfB Friedrichshafen: Wenn die Häfler am Samstag (6. Februar, 19 Uhr) gegen den SCC Berlin antreten, sind sie zum zweiten Mal in dieser Saison beim Internetsender spobox.tv zu sehen.
Auf www.spobox.tv kann die Partie live und kostenlos verfolgt werden.
Kommentator ist Frank Winkler.

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Feb 04 2010

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Kurz und schmerzlos zu Sieg Nummer 15

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15. Sieg im 15. Bundesligaspiel für den VfB Friedrichshafen: Souverän
mit 3:0 (25:15, 27:25, 25:18) gewann der Spitzenreiter das Duell gegen
den Tabellenletzten Wuppertal Titans. Dabei schickte VfB-Trainer
Stelian Moculescu zunächst seine Stammformation auf das Feld, tauschte
diese aber peu à peu gegen die Jungen Wilden aus

Mit einem breiten Grinsen verließ Stelian Moculescu das Spielfeld der
ZF Arena. „Auf dieses Spiel haben wir die ganze Saison hintrainiert“,
sagte der Trainer des VfB Friedrichshafen, um dann und mit mehr Ernst
hinzuzufügen: „Was soll man zu so einem Spiel sagen. Es ist so wie es
ist. Dass man da kein Feuerwerk der Emotionen erlebt, ist normal. Die
Jungs haben die Aufgabe mit der nötigen Ernsthaftigkeit erledigt.
Damit bin ich zufrieden.“

Kurz und schmerzlos fertigten die Häfler den Tabellenletzten Wuppertal
Titans ab und blieben damit auch im 15. Bundesligaspiel 2009/2010 ohne
Niederlage. In nur 71 Spielminuten war das 3:0 (25:15, 27:25, 25:18)
über die mit nur acht Akteuren inklusive Spielertrainer Gergely
Chowanski und kurz vor Spielbeginn angereisten Gäste aus dem
Bergischen Land besiegelt.

Vor 1.500 Zuschauern in der ZF Arena schickte Moculescu zwar seine
Stammformation mit Lukas Tichacek im Zuspiel, Georg Grozer auf der
Diagonalen, Marcus Böhme und Joao José in der Mitte, Andras Geiger und
Idi im Außenangriff sowie Nikola Rosic auf der Liberoposition in die
Partie, gewährte dann aber allen Spielern Einsatzzeiten. Im ersten
Satz kamen zunächst Adrian Gontariu für Grozer und Christian Fromm für
Idi auf das Feld. Im zweiten Durchgang folgten Markus Steuerwald für
Geiger, Lukas Bauer für Joao José und Lukas Kampa für Tichacek.

Nach souverän gewonnenem ersten Abschnitt geriet das VfB-Ensemble nur
in Satz zwei kurzzeitig ins Wanken, entschied diesen dann allerdings
mit der dritten Möglichkeit für sich. Durchgang drei war wiederum eine
klare Angelegenheit. „Der zweite Satz bringt viel Entschädigung“,
sagte Chowanski. „Für uns ist es wie ein kleiner Sieg, dass Stelu
seine erste Sechs zurückgewechselt hat.“

Im Großen und Ganzen zufrieden mit dem Auftritt seiner Jungen Wilden
zeigte sich Moculescu. „Alle haben gespielt und ihre Sache gut
gemacht“, fand der Coach. Klar, dass sich auch die eingewechselten
Akteure über ihre Spielanteile freuten. „Es tat gut zu spielen und hat
Spaß gemacht“, sagte Kampa. „Ich bin durchaus mit mir zufrieden. Es
ist gut zu sehen, dass wir auch gewinnen, wenn ich auf dem Feld stehen
und Regie führen darf.“ Fromm, für den es am Mittwoch nicht nur gegen
Wuppertal, sondern auch seinen besten Freund Merten Krüger ging, sah
seinen Einsatz als Motivation für die Zukunft. „Ich versuche immer,
mit besonderem Einsatz zu spielen“, sagte er. „Für mich ist das
Ansporn, um besser zu werden.“

Dank des 15. Sieges im 15. Bundesligaspiel führt Friedrichshafen das
Klassement auch weiterhin ungeschlagen und mit vier Punkten Vorsprung
vor dem Zweiten Generali Haching an. Bereits am Samstag (6. Februar)
und damit in nur drei Tagen folgt die nächste Aufgabe. Im Duell gegen
den SCC Berlin soll an diesem Tag zum ersten Mal ein Sieg in der
Berliner Max-Schmeling-Halle her. „Wir wollen“, so Moculescu, „diese
Festung jetzt endlich einnehmen“.

Statistik

VfB Friedrichshafen
Aufschlag 7 Punkte, Annahme 64% (33% perfekt), Angriff 36 Punkte
(62%), Block 9 Punkte
Geiger 6, Fromm 7, Tichacek 1, Rosic L 1, Kampa 2, Grozer 7,
Steuerwald 1, Böhme 7, José 2, Gontariu 10, Bauer 4, Idi 4

Wuppertal Titans
Aufschlag 2 Punkte, Annahme 50% (22% perfekt), Angriff 27 Punkte
(43%), Block 2 Punkte
Güßgen 4, Krüger 1, Mester 8, Späth 6, Stuhlmann L, Enneking 2, Munk
10, nicht eingesetzt: Chowanski

Die nächsten Spiele des VfB Friedrichshafen
06.02.2010 (19.00 Uhr)Bundesliga SCC Berlin – VfB Friedrichshafen
10.02.2010 (20.00 Uhr) Champions League VfB Friedrichshafen – Hypo Tirol Innsbruck (AUT)
13.02.2010 (19.30 Uhr) Bundesliga VfB Friedrichshafen – TV Bühl


Vom Conny Kurth

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