Archiv für das Tag 'DVL'

Feb 27 2010

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buffy

Keine Schützenhilfe

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Bundesliga unter schwierigen Bedingungen: Wenn der VfB Friedrichshafen am Sonntag (28. Februar, 17 Uhr) beim VC Franken antritt, wird die Partie von der drohenden Insolvenz des Klubs aus Bamberg überschattet.
Die Partie gegen den Deutschen Meister könnte die Letzte der Franken in der Volleyball-Bundesliga sein

Die Situation könnte zu einem Horrorszenario werden. Wenn der VfB Friedrichshafen am Sonntag (28. Februar, 17 Uhr) beim VC Franken antritt, könnte dies der letzte Auftritt des Klubs aus Bamberg in der Volleyball-Bundesliga sein. Die Franken drücken enorme finanzielle Sorgen. Presseinformationen zufolge muss bis Montag (1. März) die stattliche Summe von 50.000 Euro aufgetrieben werden – sonst ist die Insolvenz unausweichlich.

Eine Insolvenz wiederum könnte den sofortigen Ausschluss des VC Franken aus der 1. Liga zur Folge haben. „Es gibt in diesem Fall zwei Möglichkeiten“, sagt Thorsten Endres, Geschäftsführer der Deutschen Volleyball-Liga (DVL). „In Abhängigkeit der Rahmenbedingungen kann der DVL-Vorstand trotz Insolvenz einem weiteren Spielbetrieb zustimmen oder aber die Lizenz entziehen.“

Mit Bedauern werden die Entwicklungen von den VfB-Verantwortlichen verfolgt. In sportlicher Hinsicht will man trotzdem keine Schützenhilfe leisten. „Die wirtschaftliche Situation bleibt für uns bei dem Spiel am Sonntag außen vor“, sagt Trainer Stelian Moculescu.
„Wir wollen gewinnen und damit einen weiteren Schritt machen, um als Erster in die Play-offs zu gehen.“

Zwei Siege in den verbleibenden vier Spielen gegen den VC Franken, den VC Bad Dürrenberg/Spergau (13. März), Generali Haching (17. März) und die Netzhoppers Königs Wusterhausen (20. März) benötigen die Häfler noch. Dann ist ihnen Platz eins nach der Normalrunde und damit gleichzeitig das wichtige Heimrecht im ersten sowie entscheidenden Spiel der Play-off-Runden nicht mehr zu nehmen.

Die Reise zum Tabellensiebten ins Fränkische tritt das VfB-Ensemble selbstbewusst dank des Testspielerfolgs über den Polnischen Meister und Gastgeber des Final Four in der CEV Indesit Champions League, jedoch auch personell angeschlagen an. Mit Andras Geiger und Idi fallen voraussichtlich gleich zwei Außenangreifer aufgrund einer
Waden- und einer Fußverletzung aus. André Lukianetz feierte nach zehnwöchiger Verletzungspause auf gleicher Position erst am Mittwoch gegen Belchatow sein Comeback.

„Außen könnte es etwas eng werden“, sagt Moculescu. Dementsprechend sind Alternativen gefragt. Dafür gibt es verschiedene Optionen. Neben Lukianetz und Youngster Christian Fromm könnten sowohl Libero Markus Steuerwald als auch Diagonalangreifer Georg Grozer auf der Außen- Annahmeposition eingesetzt werden. „Wir werden uns etwas einfallen lassen“, so Moculescu. „Was genau, kann man am Sonntag sehen.“

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Feb 14 2010

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So schnell war noch keiner

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Bundesliga-Sieg Nummer 17 für den VfB Friedrichshafen: Mit 3:0 (25:18, 25:15, 25:9) bezwangen die Häfler im schwäbisch-badischen Duell den TV Bühl. Nur 58 Spielminuten benötigten sie für ihren Sieg, der zugleich der schnellste in der laufenden Bundesligasaison ist. „So gehört sich das“, freute sich VfB-Trainer Stelian Moculescu

Um exakt 20.34 hatte Idi den Sieg besiegelt. Mit einem Angriffsball sorgte der Volleyballer vom VfB Friedrichshafen nicht nur für das 3:0 (25:18, 25:15, 25:9) seines Teams über den TV Bühl und den damit verbundenen 17. Sieg im 17. Bundesligaspiel. Er setzte auch den Schlusspunkt unter die bislang schnellste Partie der Bundesliga 2009/2010. Nur 58 Spielminuten benötigten die Häfler für ihren Erfolg.
Schneller war in dieser Saison noch keine anderer Klub.

„So gehört sich das“, konstatierte VfB-Trainer Stelian Moculescu zufrieden. „Die Jungs haben das von Anfang bis Ende durchgezogen. Das zeigt die Qualität der Mannschaft.“ Im Duell gegen die Badener wagte der Häfler Erfolgscoach wie zuvor angekündigt keine Experimente und schenkte seiner vielfach erprobten Stammformation mit Zuspieler Lukas Tichacek, Diagonalspieler Georg Grozer, den Außenangreifern Andras Geiger und Idi, den Mittelblocker Joao José und Marcus Böhme sowie Libero Nikola Rosic das Vertrauen.

Diese gingen ihre Aufgabe hochkonzentriert an und ließen dem Aufsteiger nicht einmal annähernd die Chance auf einen Satzgewinn. Nur bis Mitte des ersten Abschnitts hielt Bühl mit. Danach beherrschten die Gastgeber das Spielgeschehen nach Belieben – vielleicht gerade weil Moculescu nahezu allen Akteuren seines Teams Einsatzzeiten gewährte. „Es ist gar nicht so einfach, wenn von der anderen Seite nicht so viel Gegenwehr kommt“, sagte Zuspieler Lukas Kampa, der in allen drei Sätzen für Lukas Tichacek die Regie übernahm. „Vielleicht war es gut, dass wir reingekommen sind. Wir können es uns nicht erlauben, die Zügel schleifen zu lassen.“

Frustriert zeigten die ambitionierten, letztendlich aber desillusionierten Gäste. „Wenn man 0:3 verliert, kann man nicht zufrieden sein“, sagte Bühls Trainer Mathias Eichinger. „Dass das passieren kann, war mir allerdings klar.“ Nahezu tatenlos musste er mit ansehen, wie sein Team eine Lehrstunde, insbesondere in der Annahme, erhielt. Zwölf direkte Aufschlagpunkte verbuchte Friedrichshafen und übte zudem so großen Druck aus, dass die Bühler Annahmespieler zu verzweifeln schienen. „Das Problem ist, dass wir das nicht trainieren können“, so Eichinger. „Gegen Mannschaften wie Friedrichshafen spielst du ja nur zwei Mal pro Saison.“

Bereits in vier Tagen wartet auf die Häfler die nächste Aufgabe. Am Mittwoch (17. Februar, 20.15 Uhr) müssen sie im Achtelfinal-Rückspiel der CEV Indesit Champions League beim österreichischen Meister Hypo Tirol Innsbruck mindestens zwei Sätze gewinnen, um in die nächste Runde einzuziehen. „Wir müssen uns auf einiges gefasst machen.
Innsbruck rechnet sich zu Hause durchaus noch etwas aus“, sagt Kampa.
„Um ins Viertelfinale einzuziehen, dürfen wir nicht auf Sätze, sondern den Sieg spielen und müssen die Sache genauso diszipliniert angehen wie heute.“
—-
Statistik

VfB Friedrichshafen
Aufschlag 12 Punkte, Annahme 68% (48% perfekt), Angriff 36 Punkte (54%), Block 7 Punkte Geiger 7, Fromm 5, Ticacek, Rosic L, Kampa 2, Grozer 13, Böhme 4, José 6, Gontariu 6, Bauer 2, Idi 10, nicht eingesetzt: Steuerwald

TV Bühl
Aufschlag 2 Punkte, Annahme 41% (14% perfekt), Angriff 17 Punkte (32%), Block 2 Punkte Engala 1, Engohe 4, Lampe, Quero 7, Ondelj, Iliev 5, Pupic 4, Hemlein, Lagzins, Molnar L, Dollhofer, nicht eingesetzt: Klein

von Conny Kurth

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Feb 13 2010

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Keine Experimente

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Bundesliga-Zwischenstopp für den VfB Friedrichshafen: Zwischen dem
Hin- und Rückspiel im Achtelfinale der CEV Indesit Champions League empfangen die Häfler am Samstag (13. Februar, 19.30 Uhr) den TV Bühl.
„Zum Experimentieren“, zollt VfB-Trainer Stelian Moculescu dem Aufsteiger und Tabellensechsten Respekt, „ist da kein Platz“

Matthias Eichinger hat schon vieles erlebt. Zwölf Trainerstationen in Deutschland, Österreich und den Niederlanden hat er hinter sich, wurde Deutscher Meister sowie Pokalsieger und war Bundestrainer. Alles im Frauen-Volleyball. Vor knapp zwei Jahren stellte sich der 55-Jährige im Badischen einer neuen Herausforderung. Beim TV Bühl übernahm er erstmals eine Männer-Mannschaft und startete eine Erfolgsgeschichte.
Aus der 2. führte Eichinger Bühl in die 1. Liga und hat mit seinem Team im ersten Erstligajahr bereits Kurs auf die Play-offs genommen.
„Wenn uns das gelingt, wäre das eine Topleistung“, sagt er. „So oder so können wir mit dieser Saison recht zufrieden sein.“

Jetzt wartet auf Eichinger und seine Bühler Jungs die nächste Herausforderung. Am Samstag (13. Februar, 19.30 Uhr) sind sie beim VfB Friedrichshafen gefordert. „Wir freuen uns darauf und hoffen, dass wir ähnlich gut spielen wie zu Hause“, sagt er. „Ich sage den Spielern:
Sie sollen das als Lerneinheit sehen. Gegen eines der besten Teams Europas zu spielen, ist etwas Besonderes.“

Im Häfler Lager wiederum trotzt man dem aktuellen Fasnetstrubel blickt dem Duell gegen den Tabellensechsten der Volleyball-Bundesliga mit dem gebührenden Ernst entgegen. „Dass sich Bühl so gut verkauft, wundert mich nicht“, sagt VfB-Trainer Stelian Moculescu. „Das ist eine gute Mannschaft mit guten Verstärkungen und einem guten Trainer.“ Vor allem auf den Venezolaner Heriberto Quero, der vor Saisonbeginn gemeinsam mit Mittelblocker Vladimir Rakic aus Düren kam, lenkt er sein Augenmerk. „Er ist einer der Topangreifer der Liga“, so Moculescu.
„Wenn er einen guten Tag hat, kann er ein Spiel im Alleingang entscheiden.“

Auch mit Hinblick auf das Achtelfinal-Rückspiel am kommenden Mittwoch (17. Februar) gegen Hypo Tirol Innsbruck (Österreich) gehen die VfB- Akteure zwar mit dem Selbstbewusstsein des ungeschlagenen Bundesliga- Spitzenreiters, nicht jedoch leichtfertig in die Partie. „Wir müssen unseren normalen Rhythmus halten“, sagt Moculescu. „Zum Experimentieren ist da kein Platz.“ Das wiederum bedeutet:
Voraussichtlich wird der Häfler Coach seine Stammformation mit Zuspieler Lukas Tichacek, Diagonalspieler Georg Grozer, den Außenangreifern Andras Geiger und Idi, den Mittelblocker Joao José und Marcus Böhme sowie Libero Nikola Rosic auf das Feld schicken.

„Dass wir zwischen zwei Champions-League-Spielen auf Friedrichshafen treffen, ist kein Vorteil für uns“, sagt Eichinger, der die Auftritte auf der internationalen Bühne zwar nicht aus Bühl, aber unter anderem vom SVV Ulm bestens kennt. „Wenn du unter der Woche auf hohem Niveau gefordert bist, spielst du am Wochenende dazwischen auch gut. Ich wünsche mir, dass wir die Leistung aus dem Hinspiel wiederholen können. Das war eines unserer besten Spiele in dieser Saison.“

Fanfahrt nach Innsbruck
Abfahrt: 17. Februar, 12 Uhr an der ZF Arena
Preis: je nach Teilnehmerzahl zwischen 17 und 22 Euro zzgl.
Eintrittskarte
Es können Karten und Busfahrt, aber auch nur einzelne Karten für die Selbstanreise gebucht werden. Anmeldungen sind über die Geschäftsstelle der VfB Friedrichshafen Volleyball GmbH (Meistershofener Str. 25, 88045 Friedrichshafen, Email: info@vfb-volleyball.de ), telefonisch beim Fanbeauftragten Jürgen Schrandt (07541 – 95 01
904) oder beim Heimspiel gegen Bühl am Fanstand im Foyer der ZF Arena möglich. Bei der Anmeldung unbedingt Name und Telefonnummer angeben, damit ein Rückruf über die Durchführung der Fanfahrten möglich ist.

von Conny Kurth

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Feb 07 2010

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Ein Donnerwetter bringt den Sieg

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Die Festung ist eingenommen – der VfB Friedrichshafen hat seinen ersten Sieg in der Berliner Max-Schmeling-Halle gefeiert. Mit 3:2 (25:19, 25:21, 20:25, 19:25, 15:7) besiegten die Häfler den SCC Berlin, hätten dabei aber fast den schon sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand gegeben

Welche Worte Stelian Moculescu fand, wurde nicht bekannt. Aber es müssen die richtigen gewesen sein. Als dem VfB Friedrichshafen am Samstagabend im Bundesligaduell gegen den SCC Berlin der Sieg aus den Händen zu gleiten drohte, beorderte der Häfler Coach seinen Mannen noch einmal in die Kabine. Nach dem vierten Satz war das, und nachdem der VfB nach einer 2:0-Satzführung den 2:2-Ausgleich hatte hinnehmen müssen.

„Er hat mit uns geschimpft wie ein Vater mit seinem Sohn, wenn der etwas angestellt hat“, kleidete Kapitän Joao José die Ansprache in nette Worte und fügte verklausuliert hinzu: „Er ist sehr deutlich geworden.“ Nationalspieler Marcus Böhme fand: „Er hat uns ordentlich den Kopf gewaschen. Das war bitternötig. Denn sonst hätten wir ja so weitergemacht wie im vierten Satz.“

Mit der Standpauke rüttelte Moculescu sein Ensemble wieder wach und führte es zurück auf die Siegerstraße. Denn auch, wenn die Häfler nach ihrem Kabinengang mit gällenden Pfeifen und Buhrufen zurück auf dem Spielfeld begrüßt wurden, präsentierten sie sich entschlossener denn je und gewannen verdient 3:2 (25:19, 25:21, 20:25, 19:25, 15:7). Damit feierte Friedrichshafen nicht nur den 16. Sieg im 16. Bundesligaspiel der Saison 2009/2010, sondern zugleich den ersten Sieg in der zuvor für den VfB uneinnehmbaren Berliner Max-Schmeling-Halle.

„Da haben wir uns nicht mit Ruhm bekleckert. Wir hätten deutlicher gewinnen müssen“, sagte Moculescu. „Wenn man eine Mannschaft unterschätzt, geht das eben nicht. Die ersten zwei Sätze waren ja auch nicht so klar, wie sie vom Ergebnis her aussahen.“ José bilanzierte:
„Wir sind gut gestartet, aber haben uns dann einschläfern lassen bis wir in die Gefahrenzone gekommen sind. Stelians Worte waren hart, aber absolut notwendig.“

Eine makellose Bilanz in der Schmeling-Halle hat dank des Erfolges VfB- Mittelblocker Böhme vorzuweisen. In der vergangenen Saison gewann er zwei Mal mit dem SCC, jetzt war er auch mit seinem neuen Klub siegreich. Nicht nur ob des Sieges wird Böhme die Partie noch länger in Erinnerung behalten. Im fünften Satz nämlich wurde vor allem der Ex- Berliner bei seinen Aktionen von einem Pfeifkonzert begleitet. „Dass das passieren würde, hätte ich wirklich nicht gedacht“, sagte er.
„Aber was soll´s. Der Sieg ist das, was zählt.“

Erst am frühen Sonntagmorgen kamen die Häfler nach dem erfolgreichen Sturm auf die Schmeling-Halle wieder in Friedrichshafen an. Zum Ausschlafen blieb danach Zeit, nicht aber zum Durchatmen. Bereits am Nachmittag stand wieder Krafttraining auf dem Programm, schließlich wartet am Mittwoch (10. Februar) gegen Hypo Tirol Innsbruck
(Österreich) mit dem Achtelfinal-Hinspiel in der CEV Indesit Champions League die nächste Aufgabe. „Gegen Innsbruck müssen wir eine gewaltige Schippe drauflegen“, so Moculescu. „Sonst ist das Thema Champions League ganz schnell beendet.“

Statistik

SCC Berlin
Aufschlag 3 Punkte, Annahme 54% (24% perfekt), Angriff 40 Punkte (47%), Block 9 Punkte Fuchs 3, Gaydarski, Spirovski 12, Skach, Holschen 2, van de Loo, Smedins 7, Galandi 4, Schwarz, Krystof L 1, Hidalgo 23, nicht
eingesetzt: Zachrich

VfB Friedrichshafen
Aufschlag 10 Punkte, Annahme 66% (32% perfekt), Angriff 55 Punkte (52%), Block 15 Punkte Geiger 8, Fromm 2, Tichacek 4, Rosic L, Kampa 1, Grozer 23, Böhme 14, José 18, Gontariu 2, Bauer, Idi 8, nicht eingesetzt: Steuerwald

von Conny Kurth

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Feb 05 2010

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Sturm auf die Berliner Festung

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Ein Klassiker der Volleyball-Bundesliga steht auf dem Programm: Am Samstag (6. Februar, 19 Uhr) gastiert der VfB Friedrichshafen beim SCC Berlin. Zum ersten Mal wollen die Häfler dabei den Sieg aus der Max- Schmeling-Halle entführen. „Ich gehe“, sagt Nationalspieler Marcus Böhme, „zuversichtlich an die Sache ran“.

Dreiviertel acht morgens an der ZF Arena Friedrichshafen. Ein blauer Flitzer nach dem nächsten fährt vor dem Domizil der Volleyballer vom VfB Friedrichshafen vor. Mehr oder weniger verschlafen entsteigen die lange Kerle ihren Fahrzeugen und klettern in den komfortablen Reisebus. Eine lange Fahrt liegt vor ihnen. Mindestens neun Stunden und 750 Kilometer sind es bis in die deutsche Hauptstadt, wo am Samstag (6. Februar, 19 Uhr) das Bundesliga-Duell gegen den SCC Berlin auf dem Programm steht.

Das Ziel der Reise ist klar: Die Häfler wollen die Berliner Festung stürmen und zum ersten Mal den Sieg aus der Max-Schmeling-Halle mit nach Hause nehmen. „Wir fahren da hin und wollen gewinnen“, sagt VfB- Trainer Stelian Moculescu klipp und klar. „Wir wollen die Schmeling- Halle endlich einnehmen.“

Zwei Mal schon standen sich die beiden Kontrahenten im Berliner Schmuckkästchen gegenüber. Zwei Mal verlor Friedrichshafen – zuerst am 1. Februar 2009 während der Normalrunde vor der Bundesliga- Rekordkulisse von 7.700 Zuschauern mit 1:3, dann am 18. April 2009 im zweiten Halbfinalspiel der Play-offs sogar glatt mit 0:3. „Das war eine andere Saison und eine andere Mannschaft“, sagt VfB-Kapitän Joao José. „Das lässt sich schwer vergleichen. Am Samstag ist ein neues Spiel mit neuen Voraussetzungen.“

Einer, der der Partie mit besonderer Spannung entgegen blickt, ist Marcus Böhme. Der 61-fache deutsche Nationalspieler stand bei den ersten beiden Vergleichen noch im Aufgebot Berlins, schmettert und blockt aber nun für den Meister vom Bodensee. „Ich kam ja noch nicht in den Genuss, als Gast in der Schmeling-Halle spielen zu dürfen. Wenn man dann noch auf sein altes Team trifft und die ganzen bekannten Gesichter drum herum, dann ist das natürlich etwas Spezielles“, sagt er. „Ich will gar nicht daran denken, dass der VfB dort noch nie gewinnen konnte. Ich gehe zuversichtlich an die Sache heran.“

Zuversicht allerdings herrscht auch im Berliner Lager. Schließlich musste der SCC im Jahr 2010 erst eine Niederlage einstecken und steht im europäischen Challenge Cup kurz vor dem Einzug ins Viertelfinale.
Im Achtelfinal-Hinspiel bezwang das Team von Trainer Andrej Urnaut den serbischen Klub Ribnica Kraljevo und benötigt damit im Rückspiel nur noch einen gewonnenen Satz, um die Runde der besten Acht zu erreichen.
„Das war eine starke Kollektivleistung, auf die wir aufbauen können und müssen“, sagt SCC-Kapitän Jaroslav Skach und gibt sich vor der Partie gegen den VfB kämpferisch. „Natürlich ist Friedrichshafen mit dieser Mannschaft in jedem Ligaspiel der Favorit. Doch wir werden dagegen halten.“

Dabei setzen der Tscheche und seine Team auch auf die Unterstützung ihrer Anhänger. Zwischen 3.500 und 4.500 Zuschauer werden erwartet.
„Die heimischen Fans sind für eine Mannschaft immer extrem wichtig und hier hat der SCC schon einen enormen Rückhalt, gegen den man sich als Gegner zusätzlich durchsetzen muss“, sagt Böhme und fügt hinzu. „Aber was soll´s. Wie es ist, zusätzlich gegen viele Zuschauer zu spielen, wissen wir ja schon. Das ist für uns normal.“

Übertragung auf spobox.tv
Seltene Ehre für den VfB Friedrichshafen: Wenn die Häfler am Samstag (6. Februar, 19 Uhr) gegen den SCC Berlin antreten, sind sie zum zweiten Mal in dieser Saison beim Internetsender spobox.tv zu sehen.
Auf www.spobox.tv kann die Partie live und kostenlos verfolgt werden.
Kommentator ist Frank Winkler.

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Feb 04 2010

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Kurz und schmerzlos zu Sieg Nummer 15

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15. Sieg im 15. Bundesligaspiel für den VfB Friedrichshafen: Souverän
mit 3:0 (25:15, 27:25, 25:18) gewann der Spitzenreiter das Duell gegen
den Tabellenletzten Wuppertal Titans. Dabei schickte VfB-Trainer
Stelian Moculescu zunächst seine Stammformation auf das Feld, tauschte
diese aber peu à peu gegen die Jungen Wilden aus

Mit einem breiten Grinsen verließ Stelian Moculescu das Spielfeld der
ZF Arena. „Auf dieses Spiel haben wir die ganze Saison hintrainiert“,
sagte der Trainer des VfB Friedrichshafen, um dann und mit mehr Ernst
hinzuzufügen: „Was soll man zu so einem Spiel sagen. Es ist so wie es
ist. Dass man da kein Feuerwerk der Emotionen erlebt, ist normal. Die
Jungs haben die Aufgabe mit der nötigen Ernsthaftigkeit erledigt.
Damit bin ich zufrieden.“

Kurz und schmerzlos fertigten die Häfler den Tabellenletzten Wuppertal
Titans ab und blieben damit auch im 15. Bundesligaspiel 2009/2010 ohne
Niederlage. In nur 71 Spielminuten war das 3:0 (25:15, 27:25, 25:18)
über die mit nur acht Akteuren inklusive Spielertrainer Gergely
Chowanski und kurz vor Spielbeginn angereisten Gäste aus dem
Bergischen Land besiegelt.

Vor 1.500 Zuschauern in der ZF Arena schickte Moculescu zwar seine
Stammformation mit Lukas Tichacek im Zuspiel, Georg Grozer auf der
Diagonalen, Marcus Böhme und Joao José in der Mitte, Andras Geiger und
Idi im Außenangriff sowie Nikola Rosic auf der Liberoposition in die
Partie, gewährte dann aber allen Spielern Einsatzzeiten. Im ersten
Satz kamen zunächst Adrian Gontariu für Grozer und Christian Fromm für
Idi auf das Feld. Im zweiten Durchgang folgten Markus Steuerwald für
Geiger, Lukas Bauer für Joao José und Lukas Kampa für Tichacek.

Nach souverän gewonnenem ersten Abschnitt geriet das VfB-Ensemble nur
in Satz zwei kurzzeitig ins Wanken, entschied diesen dann allerdings
mit der dritten Möglichkeit für sich. Durchgang drei war wiederum eine
klare Angelegenheit. „Der zweite Satz bringt viel Entschädigung“,
sagte Chowanski. „Für uns ist es wie ein kleiner Sieg, dass Stelu
seine erste Sechs zurückgewechselt hat.“

Im Großen und Ganzen zufrieden mit dem Auftritt seiner Jungen Wilden
zeigte sich Moculescu. „Alle haben gespielt und ihre Sache gut
gemacht“, fand der Coach. Klar, dass sich auch die eingewechselten
Akteure über ihre Spielanteile freuten. „Es tat gut zu spielen und hat
Spaß gemacht“, sagte Kampa. „Ich bin durchaus mit mir zufrieden. Es
ist gut zu sehen, dass wir auch gewinnen, wenn ich auf dem Feld stehen
und Regie führen darf.“ Fromm, für den es am Mittwoch nicht nur gegen
Wuppertal, sondern auch seinen besten Freund Merten Krüger ging, sah
seinen Einsatz als Motivation für die Zukunft. „Ich versuche immer,
mit besonderem Einsatz zu spielen“, sagte er. „Für mich ist das
Ansporn, um besser zu werden.“

Dank des 15. Sieges im 15. Bundesligaspiel führt Friedrichshafen das
Klassement auch weiterhin ungeschlagen und mit vier Punkten Vorsprung
vor dem Zweiten Generali Haching an. Bereits am Samstag (6. Februar)
und damit in nur drei Tagen folgt die nächste Aufgabe. Im Duell gegen
den SCC Berlin soll an diesem Tag zum ersten Mal ein Sieg in der
Berliner Max-Schmeling-Halle her. „Wir wollen“, so Moculescu, „diese
Festung jetzt endlich einnehmen“.

Statistik

VfB Friedrichshafen
Aufschlag 7 Punkte, Annahme 64% (33% perfekt), Angriff 36 Punkte
(62%), Block 9 Punkte
Geiger 6, Fromm 7, Tichacek 1, Rosic L 1, Kampa 2, Grozer 7,
Steuerwald 1, Böhme 7, José 2, Gontariu 10, Bauer 4, Idi 4

Wuppertal Titans
Aufschlag 2 Punkte, Annahme 50% (22% perfekt), Angriff 27 Punkte
(43%), Block 2 Punkte
Güßgen 4, Krüger 1, Mester 8, Späth 6, Stuhlmann L, Enneking 2, Munk
10, nicht eingesetzt: Chowanski

Die nächsten Spiele des VfB Friedrichshafen
06.02.2010 (19.00 Uhr)Bundesliga SCC Berlin – VfB Friedrichshafen
10.02.2010 (20.00 Uhr) Champions League VfB Friedrichshafen – Hypo Tirol Innsbruck (AUT)
13.02.2010 (19.30 Uhr) Bundesliga VfB Friedrichshafen – TV Bühl


Vom Conny Kurth

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Feb 02 2010

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Spitzenreiter gegen Schlusslicht

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Erster gegen Letzter: Spitzenreiter VfB Friedrichshafen empfängt am Mittwoch (3. Februar, 20 Uhr) in der ZF Arena Schlusslicht Wuppertal Titans zum Duell. Die Gäste aus dem Bergischen Land allerdings haben derzeit nicht nur die Rote Laterne der Volleyball-Bundesliga inne, sondern kämpfen auch mit einem hartnäckigen Magen-Darm-Virus

Wann genau Christian Fromm Merten Krüger das erste Mal über den Weg lief, weiß er nicht mehr genau. Drei oder vier Jahre muss es her sein, dass die beiden Volleyballer ihre ersten Schritte beim VC Olympia Berlin unternahmen – und Freunde wurden. „Merten ist nicht nur ein Freund. Er ist mein bester Freund“, sagt Fromm. „Leider sehen wir uns jetzt nur noch selten. Deshalb freue ich mich auf Mittwoch.“

Am Mittwoch (3. Februar, 20 Uhr) treffen Fromm und Krüger in der ZF Arena aufeinander. Dieses Mal allerdings stehen die beiden Freunde auf unterschiedlichen Seiten – denn Fromm schmettert für den VfB Friedrichshafen während Krüger als Zuspieler im Team der Wuppertal Titans steht. „Es wäre eine schöne Sache, wenn wir beide auf dem Feld stehen und gegeneinander spielen können“, sagt Fromm und erklärt.
„Während des Spiels wäre unsere Freundschaft außen vor. Denn da will ich gewinnen. Egal, wer auf der anderen Seite steht.“

Ein hartnäckiger Magen-Darm-Virus allerdings könnte das Wiedersehen der beiden Youngster noch kurzfristig verhindern. Dieser kursiert seit dem Wochenende im Team der Wuppertaler und hat mittlerweile alle Akteure außer Gefecht gesetzt. „Im Moment liegen alle flach“, sagt Lars Dinglinger, Sportdirektor der Wuppertal Titans. „Seit dem Spiel am Samstag gegen Bühl haben wir nicht mehr trainiert. Ich bin froh, wenn wir am Mittwoch sieben einsatzfähige Spieler zusammen bekommen.“

Die Probleme der Titans, die im Pokal-Viertelfinale am VfB scheiterten und derzeit mit drei Siegen und zwölf Niederlagen nur auf dem letzten Platz des Bundesliga-Klassements rangieren, ficht im Häfler Lager niemand an. „Das Wichtigste ist, dass wir uns auf unsere eigenen Stärken konzentrieren. „Wir müssen gut aufschlagen und einen guten Sideout spielen“, sagt Mittelblocker Lukas Bauer. „Was wir selbst machen, ist am Mittwoch entscheidend. Der Gegner ist zweitrangig.“

Das proklamiert auch VfB-Trainer Stelian Moculescu. „Es hängt“, sagt er, „ausschließlich von uns ab, wie das Spiel verläuft und ausgeht“.
Dem Häfler Meistermacher ist noch gut die Partie am 9. Januar gegen den Vorletzten Moerser SC in Erinnerung, als Friedrichshafen bereits mit 0:2 Sätzen zurücklag, dann aber noch mit 3:2 gewann. „Wir sollten gewarnt sein“, sagt er. „Gegner wie Moers oder Wuppertal, die ganz hinten stehen und sich wehren müssen, um aus dem Keller herauszukommen, sind gefährlich.“

von Conny Kurth

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Jan 31 2010

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Vorherrschaft im Ländle untermauert

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Auch der zweite Teil des Schwabenderbys geht an den VfB Friedrichshafen. In 71 Spielminuten bezwang der Deutsche Meister den EnBW TV Rottenburg mit 3:0 (25:19, 25:20, 25:22). „3:0 gewonnen – damit können wir zufrieden sein“, sagte Georg Grozer, mit 22 Punkten erfolgreichster Akteur. „Wir haben die Sache so erledigt wie wir sie erledigen mussten.“

Der letzte Ball war Georg Grozer vorbehalten. Energisch schraubte sich der Diagonalangreifer vom VfB Friedrichshafen in die Höhe und donnerte den Ball mit voller Wucht diagonal ins Feld des EnBW TV Rottenburg.
Libero Willy Belizer versuchte, den Ball zu kontrollieren – aber vergeblich. Satz und Sieg für den VfB Friedrichshafen, der damit den zweiten Teil des Schwabenderbys in der Volleyball-Bundesliga mit 3:0 (25:19, 25:20, 25:22) gewann und nicht nur seiner Favoritenstellung gerecht wurde, sondern auch eindrucksvoll seine Vorherrschaft im Ländle untermauerte.

„Wir haben nicht nur klar gewonnen, sondern auch noch wirklich gut gespielt“, freute sich VfB-Trainer Stelian Moculescu. „In den ersten beiden Sätzen haben wir das Spielgeschehen dominiert und danach die Zügel etwas schleifen lassen. Glücklicherweise haben wir wieder rechtzeitig die Kurve gekriegt.“

Vor 3.000 Zuschauern in der bestens gefüllten Tübinger Paul-Horn-Arena konnte Rottenburg den Gästen vom Bodensee zunächst nur zu Beginn des ersten Satzes Paroli bieten. Zu groß war die Übermacht des Deutschen Meisters, der durchgängig seine Stammformation mit Lukas Tichacek im Zuspiel, Georg Grozer auf der Diagonalen, Marcus Böhme und Joao José in der Mitte, Andras Geiger und Idi im Außenangriff sowie Nikola Rosic auf der Liberoposition aufbot und sich insbesondere in Aufschlag und Block überlegen zeigte.

Zur Freude ihrer Fans aber dachten die Gastgeber keinesfalls daran, aufzugeben. Während sich die Häfler ihrer Sache schon sicher schienen, kämpfte Rottenburg verbissen um jeden Ball und wurde im dritten Durchgang dafür belohnt. Beständig lief Friedrichshafen hier einem Rückstand von bis zu drei Punkten hinterher. Bis zum 19:20, als Adrian Gontariu auf das Feld kam und mit zwei Servicewinnern für eine 21:20- Führung und damit die Wende sorgte. „Mit seinen Aufschlägen hat Adi den Satz und damit das Spiel gewonnen“, lobte Moculescu.

Bester Akteur aber war einmal mehr Georg Grozer. Der Nationalspieler war mit 22 Zählern der mit großem Abstand erfolgreichste Punktesammler und konnte noch dazu eine exzellente Angriffsquote von 71 Prozent vorweisen. Nur geringfügig standen dem 25-Jährigen die beiden Außenangreifer Geiger (64 Prozent) und Idi (70 Prozent) nach. Und auch Kapitän José war mit neun von zehn erfolgreichen Angriffen (90
Prozent) so gut wie nicht in den Griff zu bekommen.

„Heute kann man niemanden hervorheben“, sagte Moculescu. „Alle haben ihre Sache sehr gut erledigt.“ Glücklich zeigte sich auch Tichacek.
„Wir haben als Team gespielt und als Team gewonnen“, sagte der Tscheche. „Das war heute unsere große Stärke.“ Auf den Punkt brachte es Grozer. „3:0 gewonnen – damit können wir zufrieden sein“, sagte er.
„Wir haben die Sache so erledigt wie wir sie erledigen mussten.“

EnBW TV Rottenburg
Aufschlag 4 Punkte, Annahme 63% (46% perfekt), Angriff 30 Punkte (45%), Block 3 Punkte Mehlberg 8, Neumeister 1, Steinke 2, Pompe 9, Filo 5, Schneider 5, Belizer L, Ranner 7, nicht eingesetzt: Cipowitz, Klass, Kaczmarek, Scherbakoff

VfB Friedrichshafen
Aufschlag 7 Punkte, Annahme 70% (48% perfekt), Angriff 39 Punkte (71%), Block 7 Punkte Geiger 7, Fromm, Tichacek, Rosic L, Grozer 22, Böhme 3, José 12, Gontariu 1, Bauer, Idi 8, nicht eingesetzt: Kampa, Steuerwald

Von Conny Kurth

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Jan 29 2010

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Welz: „Dieses Spiel lasse ich mir nicht entgehen“

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Er kennt beide Seiten: Thomas Welz spielte erst fünf Jahre lang für den EnBW TV Rottenburg und hatte dann seine Karriere eigentlich schon beendet, als er in dieser Saison beim VfB Friedrichshafen sein Comeback erlebte. Im Interview spricht der Zuspieler über die Zeit am Bodensee und das schwäbische Duell zwischen Friedrichshafen und Rottenburg am Samstag (30. Januar, 20 Uhr) in Tübingen

Seit Ihrer Verabschiedung in Friedrichshafen sind gut sechs Wochen vergangenen. Wie haben Sie die Zeit beim VfB in Erinnerung behalten?
Ich habe die Zeit in vollen Zügen genossen. Das war eine gute und auch spannende Erfahrung, die ich auf keinen Fall missen möchte. Ich habe noch einmal für meinen Heimatverein gespielt und das sogar in der Champions League. Damit hat sich ein Kreis geschlossen.

Gab es ein besonderes Erlebnis, dass Sie nicht vergessen werden?
Ein spezielles Erlebnis gab es da nicht. Dieses Heimatgefühl war das, was vielleicht das Besondere an den Wochen beim VfB war. Insgesamt ist mir alles sehr positiv in Erinnerung. Ich wurde von Anfang an sehr freundlich aufgenommen, sofort integriert und dann noch sehr nett verabschiedet. Das war für mich eine runde Sache.

Wie haben Sie die vergangenen Wochen – jetzt wieder ohne Sport – verbracht?
Ich habe in meinem Studium viel nachgeholt, was ich verpasst hatte.
Insgesamt bin ich wieder voll in mein Studentenleben eingetaucht.

Haben Sie beobachtet, wie sich Ihre Teamkollegen geschlagen haben?
Natürlich. Das Aus im Pokal ist sehr ärgerlich. Dafür aber schlägt sich die Mannschaft in Bundesliga und vor allem der Champions League umso besser. Ich gehe davon aus, dass das seine sehr erfolgreiche Saison für den VfB wird.

Am Samstag (30. Januar) trifft Friedrichshafen auf den EnBW TV Rottenburg und damit auf das Team, für das Sie bis zur vergangenen Saison gespielt haben. Für wen schlägt da Ihr Herz?
Das sehe ich indifferent. Einerseits ist da Friedrichshafen und damit das Team, für das ich in dieser Saison ja schon gespielt habe.
Andererseits aber verbindet mich mit Rottenburg natürlich auch noch sehr viel. Realistisch betrachtet ist Friedrichshafen der große Favorit. Der VfB ist Tabellenführer und hat das Hinspiel ganz klar gewonnen. Ich bin gespannt, wie sich die Rottenburger dieses Mal schlagen.

Werden Sie selbst in Tübingen in der Halle sein?
Na klar. Dieses Spiel lasse ich mir nicht entgehen.

Worauf müssen sich Friedrichshafen und Rottenburg bei dem Duell gefasst machen?
Die Halle wird rappelvoll und die Stimmung großartig sein. Aber das ist der VfB ja schon aus Tübingen und von vielen anderen Spielen gewohnt, so dass ich nicht davon ausgehe, dass sich die Mannschaft davon aus dem Konzept bringen lässt. Für Friedrichshafen kommt es darauf an, zum eigenen Spiel zu finden und das durchzuziehen. Das Gleiche gilt für die Rottenburger, die allerdings von den Zuschauern noch ordentlich Rückenwind bekommen können.

Zur Person: Thomas Welz
Fünf Wochen lang trug Thomas Welz in dieser Saison das Trikot des VfB Friedrichshafen. Als Vertreter des verletzten Zuspielers Lukas Kampa zählte er bei drei Bundesliga-, einem DVV-Pokal- und zwei Champions- League-Spielen im VfB-Aufgebot. Das Engagement des gebürtigen Häflers allerdings war von vornherein als Intermezzo geplant. Seit seiner Verabschiedung am 16. Dezember widmet sich der 25-Jährige wieder voll seinem Pädagogikstudium.

VonConny Kurth

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Jan 10 2010

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Wie Katz und Maus

Abgelegt unter Volleyball

1. Bundesliga Volleyball 09.01.2010 VfB Friedrichshafen – Moerser SC 3:2 (30:32, 23:25, 25:15, 25:20, 15:9) – 1.500  Zuschauer

Elf Moerser besiegen keinen Deutschen Meister: Mit 3:2 (30:32, 23:25, 25:15, 25:20, 15:9) gewinnt der VfB Friedrichshafen zum Auftakt der Rückrunde gegen den Moerser SC und bleibt in der Volleyball-Bundesliga ungeschlagen. „Zwischendurch hatte ich Bedenken, dass wir aus dieser Sache nicht so gut rauskommen“, sagte Trainer Stelian Moculescu.
„Kompliment an die Jungs, wie sie sich aus der Situation befreit haben.“

Katzen-Liebhaber kennen dieses Prozedere: Wenn Katzen eine Maus erbeutet haben, wird dieser nicht sofort der Garaus gemacht. Nein, erst wird mit dem Opfer ausgiebig gespielt bis es schließlich genüsslich verspeist wird. Ganz ähnlich verhielten sich die Volleyballer vom VfB Friedrichshafen beim Start in die Bundesliga- Rückrunde. Im Spiel gegen den Moerser SC ließen die Häfler ihren Kontrahenten erst zappeln, um dann aber doch mit 3:2 (30:32, 23:25, 25:15, 25:20, 15:9) zu siegen.

„Da dachte man wohl, es kommt der Vorletzte und den schlägt man im Vorbeigehen. Aber dem war nicht so“, sagte VfB-Trainer Stelian Moculescu. „ Es war ein steiniger Weg. Zwischendurch hatte ich Bedenken, dass wir aus dieser Sache nicht so gut rauskommen.
Kompliment an die Jungs, wie sie sich aus dieser Situation befreit haben.“

Der Grund für die Zweifel: Im ersten Satz holten die Häfler zwar einen Sieben-Punkte-Rückstand auf, konnten allerdings fünf Satzbälle nicht verwerten und ließen sich stattdessen den Abschnitt noch entreißen.
Moers sicherte sich Satz eins und legte mit dem Gewinn des zweiten Abschnitts gleich noch einen drauf. Die drohende Niederlage vor Augen und nun mit Adrian Gonatriu für Georg Grozer und Lukas Bauer für Marcus Böhme im Spiel aber startete Friedrichshafen eine ebenso eindrucksvolle wie rasante Aufholjagd.

Das Meisterteam vom Bodensee senkte die eigene Fehlerquote und erhöhte zugleich den Druck in Aufschlag und Angriff. Erst wurde der dritte Durchgang gewonnen, kurz darauf gelang – mittlerweile wieder mit Grozer für Gontariu – der umjubelte Satzausgleich. Und nicht nur das:
Den Sieg vor Augen kämpften die VfB-Akteure um jeden Ball und verließen schließlich als verdienter Sieger das Feld der ZF Arena.
Überragenderer Spieler dabei: Kapitän Joao José, der sich – obwohl Mittelblocker – mit 21 Zählern die Krone des besten Punktesammlers sicherte.

„Wir haben harte Spiele mit sehr viel Druck hinter uns“, sagte der Portugiese. „Vom Kopf her waren wir müde und sind daher etwas zu locker in das Spiel gegangen. Glücklicherweise kam mit Adi (Adrian
Gontariu) und Balu (Lukas Bauer) neues Blut herein. Das war nicht nur wichtig für unser Spiel, sondern vor allem für die Atmosphäre auf dem Court.“ Ganz ähnlich sah das Idi. „Nach den zwei Niederlagen war es schwer, ins Spiel zu kommen“, sagte der Außenangreifer. „Danach haben wir gezeigt, dass wir kämpfen und uns aus so einem Tief selbst herausziehen können.“

Während Moers mit nur zwei Siegen auf dem Konto weiterhin auf dem vorletzten Tabellenplatz rangiert und statt den angestrebten Play-offs der 2. Liga entgegensteuert, führte Friedrichshafen das Bundesliga- Klassement weiterhin ungeschlagen und mit vier Punkten Vorsprung auf den Zweiten Generali Haching an. Bereits am Mittwoch (13. Januar, 20
Uhr) wartet die nächste Bewährungsprobe für die Häfler. Dann nämlich ist Griechenlands Vizemeister Panathinaikos Athen zum vorentscheidenden Duell in der Vorrunde der CEV Indesit Champions League zu Gast. „Wir sind in einer guten Situation. Mit einem Sieg sind wir weiter“, sagt José. „Wir sollten das also ganz ruhig angehen und einfach Satz für Satz spielen.“ Katz-und-Maus-Spiele wie gegen Moers allerdings sind dann nicht gefragt.

Statistik

VfB Friedrichshafen
Aufschlag 10 Punkte, Annahme 66% (24% perfekt), Angriff 64 Punkte (52%), Block 11 Punkte Geiger 17, Tichacek 6, Rosic L, Grozer 11, Steuerwald, Böhme 4, José 21, Gontariu 4, Bauer 6, Idi 16, nicht eingesetzt: Fromm, Kampa

Moerser SC
Aufschlag 4 Punkte, Annahme 45% (13% perfekt), Angriff 48 Punkte (48%), Block 17 Punkte Neumann 1, Grübler 4, Gietzelt 3, Wegter 12, Nasca 16, Sikorski, Prolingheuer 16, Calderon Capote, Nemeth 17, Viana L, nicht
eingesetzt: Broshog

Die nächsten Spiele des VfB Friedrichshafen
13.01.2010 (20.00 Uhr)                  Champions League    VfB  Friedrichshafen – Panathinaikos Athen (GRE)
16.01.2010 (19.30 Uhr)                  Bundesliga     VfB Friedrichshafen – evivo Düren
20.01.2010 (20.30 Uhr)                  Champions League    Copra  Piacenza (ITA) – VfB Friedrichshafen

Bericht von Conny Kurth

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