Feb 16 2010
Die Tür steht offen
Der erste Schritt ist gemacht, der zweite soll jetzt folgen: Am Mittwoch (17. Februar, 20.15 Uhr) tritt der VfB Friedrichshafen im Achtelfinal-Rückspiel der CEV Indesit Champions League gegen Hypo Tirol Innsbruck (Österreich) an. Um das Viertelfinale zu erreichen benötigen die Häfler zwei gewonnene Sätze
Die Ausgangslage ist gut. Zweifellos. Unumkehrbar aber ist das Ergebnis nicht. Mit 3:1 gewann der VfB Friedrichshafen in der vergangenen Woche das Achtelfinal-Hinspiel der CEV Indesit Champions League gegen Hypo Tirol Innsbruck (Österreich) und stieß damit die Tür zum Viertelfinale ein gutes Stück auf. Wenn die Häfler am Mittwoch (17. Februar, 20.15 Uhr) zum Rückspiel in Innsbruck antreten, benötigen sie zwei gewonnene Sätze, um den Einzug in die dritte Runde perfekt zu machen. Verlieren sie 1:3, muss der sogenannte Golden Set, der direkt im Anschluss bis 15 Punkte gespielt würde, die Entscheidung bringen. Mit einem 0:3 wäre Friedrichshafen ausgeschieden.
„Wir fahren nicht nach Innsbruck, um zwei Sätze zu gewinnen. Damit geben wir uns nicht zufrieden. Wir wollen den Sieg“, sagt VfB- Mittelblocker Marcus Böhme. Und Zuspieler Lukas Kampa ergänzt: „Wir müssen uns auf einiges gefasst machen. Innsbruck rechnet sich zu Hause durchaus noch etwas aus. Um ins Viertelfinale einzuziehen, dürfen wir nicht auf Sätze, sondern müssen auf Sieg spielen und die Sache genauso diszipliniert angehen wie am Wochenende gegen Bühl.”
Gegen Bundesliga-Achten machte der deutsche Meister am Samstag kurzen Prozess und siegte in der Rekordzeit von nur 58 Spielminuten. Das gab Selbstvertrauen – wenngleich das Niveau zwischen dieser Partie und dem Champions-League-Duell gegen Innsbruck nur schwer zu vergleichen ist.
„Bundesliga und Champions League“, sagt VfB-Trainer Stelian Moculescu, „das sind zwei verschiedene Welten“.
Der Häfler Erfolgscoach weiß: Der österreichische Champion wird in der heimischen und voraussichtlich ausverkauften USI-Halle vor 2.000 Zuschauern alles daran setzen, um den Spieß noch einmal umzudrehen und seinerseits ins Viertelfinale der Champions League einzuziehen. „Ich kann nur vor dem Gedanken warnen, dass wir schon durch sind“, sagt Moculescu. „Die Tür haben wir zwar geöffnet. Hindurchgehen aber müssen wir am Mittwoch erst noch selbst.“
Beim Gastspiel in Tirol kann er auf die Akteure bauen, die bereits das Hinspiel zu Gunsten des VfB entschieden. Außenangreifer André Lukianetz und Mittelblocker Marc Honore fallen zwar nach wie vor verletzt aus. Alle anderen aber sind fit und brennen auf ihren Einsatz. Am Dienstagmittag macht sich die Mannschaft auf dreistündige Bustour ins 220 Kilometer entfernte Innsbruck. Am gleichen Abend sowie am Mittwochvormittag stehen zwei Trainingseinheiten auf dem Programm.
„Wir wissen, dass uns da einiges erwartet“, sagt Böhme. „Aber wir sind gut vorbereitet und wollen unbedingt gewinnen.“
Gelingt Friedrichshafen der Einzug in die dritte Runde, stände der VfB zum vierten Mal in Folge sowie neunten Mal in der Vereinsgeschichte im Viertelfinale der Champions League. Gegner wäre entweder Italiens Pokalsieger Lube Banca Marche Macerata oder der slowenische Meister Ach Volley Bled. Macerata verlor zwar das Hinspiel mit 2:3, hat aber am Mittwoch Heimrecht. Das Viertelfinale ist für den 3. und 10. März angesetzt. Das Final Four findet am 10. und 11. April in Lodz (Polen) statt.
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Public Viewing in der ZF Arena
Es ist bereits zu einer schönen Tradition geworden: Auch beim Achtelfinal-Rückspiel des VfB Friedrichshafen gegen Hypo Tirol Innsbruck (Österreich) am Mittwoch (17. Februar) findet im Foyer der ZF Arena Friedrichshafen ein Public Viewing statt. Zusammen mit vielen Fans kann dabei die Partie über eine Großbildleinwand verfolgt werden.
Die ZF Arena öffnet um 19.30 Uhr ihre Pforten, Spielbeginn ist um
20.15 Uhr.
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von Conny Kurth

