Archiv für das Tag 'Bundesliga'

Jan 31 2010

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Vorherrschaft im Ländle untermauert

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Auch der zweite Teil des Schwabenderbys geht an den VfB Friedrichshafen. In 71 Spielminuten bezwang der Deutsche Meister den EnBW TV Rottenburg mit 3:0 (25:19, 25:20, 25:22). „3:0 gewonnen – damit können wir zufrieden sein“, sagte Georg Grozer, mit 22 Punkten erfolgreichster Akteur. „Wir haben die Sache so erledigt wie wir sie erledigen mussten.“

Der letzte Ball war Georg Grozer vorbehalten. Energisch schraubte sich der Diagonalangreifer vom VfB Friedrichshafen in die Höhe und donnerte den Ball mit voller Wucht diagonal ins Feld des EnBW TV Rottenburg.
Libero Willy Belizer versuchte, den Ball zu kontrollieren – aber vergeblich. Satz und Sieg für den VfB Friedrichshafen, der damit den zweiten Teil des Schwabenderbys in der Volleyball-Bundesliga mit 3:0 (25:19, 25:20, 25:22) gewann und nicht nur seiner Favoritenstellung gerecht wurde, sondern auch eindrucksvoll seine Vorherrschaft im Ländle untermauerte.

„Wir haben nicht nur klar gewonnen, sondern auch noch wirklich gut gespielt“, freute sich VfB-Trainer Stelian Moculescu. „In den ersten beiden Sätzen haben wir das Spielgeschehen dominiert und danach die Zügel etwas schleifen lassen. Glücklicherweise haben wir wieder rechtzeitig die Kurve gekriegt.“

Vor 3.000 Zuschauern in der bestens gefüllten Tübinger Paul-Horn-Arena konnte Rottenburg den Gästen vom Bodensee zunächst nur zu Beginn des ersten Satzes Paroli bieten. Zu groß war die Übermacht des Deutschen Meisters, der durchgängig seine Stammformation mit Lukas Tichacek im Zuspiel, Georg Grozer auf der Diagonalen, Marcus Böhme und Joao José in der Mitte, Andras Geiger und Idi im Außenangriff sowie Nikola Rosic auf der Liberoposition aufbot und sich insbesondere in Aufschlag und Block überlegen zeigte.

Zur Freude ihrer Fans aber dachten die Gastgeber keinesfalls daran, aufzugeben. Während sich die Häfler ihrer Sache schon sicher schienen, kämpfte Rottenburg verbissen um jeden Ball und wurde im dritten Durchgang dafür belohnt. Beständig lief Friedrichshafen hier einem Rückstand von bis zu drei Punkten hinterher. Bis zum 19:20, als Adrian Gontariu auf das Feld kam und mit zwei Servicewinnern für eine 21:20- Führung und damit die Wende sorgte. „Mit seinen Aufschlägen hat Adi den Satz und damit das Spiel gewonnen“, lobte Moculescu.

Bester Akteur aber war einmal mehr Georg Grozer. Der Nationalspieler war mit 22 Zählern der mit großem Abstand erfolgreichste Punktesammler und konnte noch dazu eine exzellente Angriffsquote von 71 Prozent vorweisen. Nur geringfügig standen dem 25-Jährigen die beiden Außenangreifer Geiger (64 Prozent) und Idi (70 Prozent) nach. Und auch Kapitän José war mit neun von zehn erfolgreichen Angriffen (90
Prozent) so gut wie nicht in den Griff zu bekommen.

„Heute kann man niemanden hervorheben“, sagte Moculescu. „Alle haben ihre Sache sehr gut erledigt.“ Glücklich zeigte sich auch Tichacek.
„Wir haben als Team gespielt und als Team gewonnen“, sagte der Tscheche. „Das war heute unsere große Stärke.“ Auf den Punkt brachte es Grozer. „3:0 gewonnen – damit können wir zufrieden sein“, sagte er.
„Wir haben die Sache so erledigt wie wir sie erledigen mussten.“

EnBW TV Rottenburg
Aufschlag 4 Punkte, Annahme 63% (46% perfekt), Angriff 30 Punkte (45%), Block 3 Punkte Mehlberg 8, Neumeister 1, Steinke 2, Pompe 9, Filo 5, Schneider 5, Belizer L, Ranner 7, nicht eingesetzt: Cipowitz, Klass, Kaczmarek, Scherbakoff

VfB Friedrichshafen
Aufschlag 7 Punkte, Annahme 70% (48% perfekt), Angriff 39 Punkte (71%), Block 7 Punkte Geiger 7, Fromm, Tichacek, Rosic L, Grozer 22, Böhme 3, José 12, Gontariu 1, Bauer, Idi 8, nicht eingesetzt: Kampa, Steuerwald

Von Conny Kurth

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Jan 29 2010

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Welz: „Dieses Spiel lasse ich mir nicht entgehen“

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Er kennt beide Seiten: Thomas Welz spielte erst fünf Jahre lang für den EnBW TV Rottenburg und hatte dann seine Karriere eigentlich schon beendet, als er in dieser Saison beim VfB Friedrichshafen sein Comeback erlebte. Im Interview spricht der Zuspieler über die Zeit am Bodensee und das schwäbische Duell zwischen Friedrichshafen und Rottenburg am Samstag (30. Januar, 20 Uhr) in Tübingen

Seit Ihrer Verabschiedung in Friedrichshafen sind gut sechs Wochen vergangenen. Wie haben Sie die Zeit beim VfB in Erinnerung behalten?
Ich habe die Zeit in vollen Zügen genossen. Das war eine gute und auch spannende Erfahrung, die ich auf keinen Fall missen möchte. Ich habe noch einmal für meinen Heimatverein gespielt und das sogar in der Champions League. Damit hat sich ein Kreis geschlossen.

Gab es ein besonderes Erlebnis, dass Sie nicht vergessen werden?
Ein spezielles Erlebnis gab es da nicht. Dieses Heimatgefühl war das, was vielleicht das Besondere an den Wochen beim VfB war. Insgesamt ist mir alles sehr positiv in Erinnerung. Ich wurde von Anfang an sehr freundlich aufgenommen, sofort integriert und dann noch sehr nett verabschiedet. Das war für mich eine runde Sache.

Wie haben Sie die vergangenen Wochen – jetzt wieder ohne Sport – verbracht?
Ich habe in meinem Studium viel nachgeholt, was ich verpasst hatte.
Insgesamt bin ich wieder voll in mein Studentenleben eingetaucht.

Haben Sie beobachtet, wie sich Ihre Teamkollegen geschlagen haben?
Natürlich. Das Aus im Pokal ist sehr ärgerlich. Dafür aber schlägt sich die Mannschaft in Bundesliga und vor allem der Champions League umso besser. Ich gehe davon aus, dass das seine sehr erfolgreiche Saison für den VfB wird.

Am Samstag (30. Januar) trifft Friedrichshafen auf den EnBW TV Rottenburg und damit auf das Team, für das Sie bis zur vergangenen Saison gespielt haben. Für wen schlägt da Ihr Herz?
Das sehe ich indifferent. Einerseits ist da Friedrichshafen und damit das Team, für das ich in dieser Saison ja schon gespielt habe.
Andererseits aber verbindet mich mit Rottenburg natürlich auch noch sehr viel. Realistisch betrachtet ist Friedrichshafen der große Favorit. Der VfB ist Tabellenführer und hat das Hinspiel ganz klar gewonnen. Ich bin gespannt, wie sich die Rottenburger dieses Mal schlagen.

Werden Sie selbst in Tübingen in der Halle sein?
Na klar. Dieses Spiel lasse ich mir nicht entgehen.

Worauf müssen sich Friedrichshafen und Rottenburg bei dem Duell gefasst machen?
Die Halle wird rappelvoll und die Stimmung großartig sein. Aber das ist der VfB ja schon aus Tübingen und von vielen anderen Spielen gewohnt, so dass ich nicht davon ausgehe, dass sich die Mannschaft davon aus dem Konzept bringen lässt. Für Friedrichshafen kommt es darauf an, zum eigenen Spiel zu finden und das durchzuziehen. Das Gleiche gilt für die Rottenburger, die allerdings von den Zuschauern noch ordentlich Rückenwind bekommen können.

Zur Person: Thomas Welz
Fünf Wochen lang trug Thomas Welz in dieser Saison das Trikot des VfB Friedrichshafen. Als Vertreter des verletzten Zuspielers Lukas Kampa zählte er bei drei Bundesliga-, einem DVV-Pokal- und zwei Champions- League-Spielen im VfB-Aufgebot. Das Engagement des gebürtigen Häflers allerdings war von vornherein als Intermezzo geplant. Seit seiner Verabschiedung am 16. Dezember widmet sich der 25-Jährige wieder voll seinem Pädagogikstudium.

VonConny Kurth

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Jan 10 2010

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Wie Katz und Maus

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1. Bundesliga Volleyball 09.01.2010 VfB Friedrichshafen – Moerser SC 3:2 (30:32, 23:25, 25:15, 25:20, 15:9) – 1.500  Zuschauer

Elf Moerser besiegen keinen Deutschen Meister: Mit 3:2 (30:32, 23:25, 25:15, 25:20, 15:9) gewinnt der VfB Friedrichshafen zum Auftakt der Rückrunde gegen den Moerser SC und bleibt in der Volleyball-Bundesliga ungeschlagen. „Zwischendurch hatte ich Bedenken, dass wir aus dieser Sache nicht so gut rauskommen“, sagte Trainer Stelian Moculescu.
„Kompliment an die Jungs, wie sie sich aus der Situation befreit haben.“

Katzen-Liebhaber kennen dieses Prozedere: Wenn Katzen eine Maus erbeutet haben, wird dieser nicht sofort der Garaus gemacht. Nein, erst wird mit dem Opfer ausgiebig gespielt bis es schließlich genüsslich verspeist wird. Ganz ähnlich verhielten sich die Volleyballer vom VfB Friedrichshafen beim Start in die Bundesliga- Rückrunde. Im Spiel gegen den Moerser SC ließen die Häfler ihren Kontrahenten erst zappeln, um dann aber doch mit 3:2 (30:32, 23:25, 25:15, 25:20, 15:9) zu siegen.

„Da dachte man wohl, es kommt der Vorletzte und den schlägt man im Vorbeigehen. Aber dem war nicht so“, sagte VfB-Trainer Stelian Moculescu. „ Es war ein steiniger Weg. Zwischendurch hatte ich Bedenken, dass wir aus dieser Sache nicht so gut rauskommen.
Kompliment an die Jungs, wie sie sich aus dieser Situation befreit haben.“

Der Grund für die Zweifel: Im ersten Satz holten die Häfler zwar einen Sieben-Punkte-Rückstand auf, konnten allerdings fünf Satzbälle nicht verwerten und ließen sich stattdessen den Abschnitt noch entreißen.
Moers sicherte sich Satz eins und legte mit dem Gewinn des zweiten Abschnitts gleich noch einen drauf. Die drohende Niederlage vor Augen und nun mit Adrian Gonatriu für Georg Grozer und Lukas Bauer für Marcus Böhme im Spiel aber startete Friedrichshafen eine ebenso eindrucksvolle wie rasante Aufholjagd.

Das Meisterteam vom Bodensee senkte die eigene Fehlerquote und erhöhte zugleich den Druck in Aufschlag und Angriff. Erst wurde der dritte Durchgang gewonnen, kurz darauf gelang – mittlerweile wieder mit Grozer für Gontariu – der umjubelte Satzausgleich. Und nicht nur das:
Den Sieg vor Augen kämpften die VfB-Akteure um jeden Ball und verließen schließlich als verdienter Sieger das Feld der ZF Arena.
Überragenderer Spieler dabei: Kapitän Joao José, der sich – obwohl Mittelblocker – mit 21 Zählern die Krone des besten Punktesammlers sicherte.

„Wir haben harte Spiele mit sehr viel Druck hinter uns“, sagte der Portugiese. „Vom Kopf her waren wir müde und sind daher etwas zu locker in das Spiel gegangen. Glücklicherweise kam mit Adi (Adrian
Gontariu) und Balu (Lukas Bauer) neues Blut herein. Das war nicht nur wichtig für unser Spiel, sondern vor allem für die Atmosphäre auf dem Court.“ Ganz ähnlich sah das Idi. „Nach den zwei Niederlagen war es schwer, ins Spiel zu kommen“, sagte der Außenangreifer. „Danach haben wir gezeigt, dass wir kämpfen und uns aus so einem Tief selbst herausziehen können.“

Während Moers mit nur zwei Siegen auf dem Konto weiterhin auf dem vorletzten Tabellenplatz rangiert und statt den angestrebten Play-offs der 2. Liga entgegensteuert, führte Friedrichshafen das Bundesliga- Klassement weiterhin ungeschlagen und mit vier Punkten Vorsprung auf den Zweiten Generali Haching an. Bereits am Mittwoch (13. Januar, 20
Uhr) wartet die nächste Bewährungsprobe für die Häfler. Dann nämlich ist Griechenlands Vizemeister Panathinaikos Athen zum vorentscheidenden Duell in der Vorrunde der CEV Indesit Champions League zu Gast. „Wir sind in einer guten Situation. Mit einem Sieg sind wir weiter“, sagt José. „Wir sollten das also ganz ruhig angehen und einfach Satz für Satz spielen.“ Katz-und-Maus-Spiele wie gegen Moers allerdings sind dann nicht gefragt.

Statistik

VfB Friedrichshafen
Aufschlag 10 Punkte, Annahme 66% (24% perfekt), Angriff 64 Punkte (52%), Block 11 Punkte Geiger 17, Tichacek 6, Rosic L, Grozer 11, Steuerwald, Böhme 4, José 21, Gontariu 4, Bauer 6, Idi 16, nicht eingesetzt: Fromm, Kampa

Moerser SC
Aufschlag 4 Punkte, Annahme 45% (13% perfekt), Angriff 48 Punkte (48%), Block 17 Punkte Neumann 1, Grübler 4, Gietzelt 3, Wegter 12, Nasca 16, Sikorski, Prolingheuer 16, Calderon Capote, Nemeth 17, Viana L, nicht
eingesetzt: Broshog

Die nächsten Spiele des VfB Friedrichshafen
13.01.2010 (20.00 Uhr)                  Champions League    VfB  Friedrichshafen – Panathinaikos Athen (GRE)
16.01.2010 (19.30 Uhr)                  Bundesliga     VfB Friedrichshafen – evivo Düren
20.01.2010 (20.30 Uhr)                  Champions League    Copra  Piacenza (ITA) – VfB Friedrichshafen

Bericht von Conny Kurth

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