Archiv für die Kategorie 'Volleyball'

Jan 21 2010

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buffy

Wertvolle Lehrstunde- Niederlage zum Abschluss

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Niederlage im letzten Vorrundenspiel der CEV Indesit Champions League für den VfB Friedrichshafen: Gegen Italiens Meister CoprAtlantide Piacenza verloren die Häfler 0:3 (15:25, 18:25, 22:25). Auswirkungen hatte dies keine. Friedrichshafen stand schon vorher als Gruppenerster und Teilnehmer am Achtelfinale fest

Als um etwa 19.20 Uhr der Angriff von Joao Paulo Pereira Bravo zuerst an die Arme von Lukas Bauer und Adrian Gontariu und dann ins Aus prallte, war nicht nur der dritte Satz im letzten Vorrundenspiel in der CEV Indesit Champions League gegen CoprAtlantide Piacenza (Italien), sondern auch eine Art Lehrstunde beendet. Diese endete für den VfB Friedrichshafen zwar schmerzlich mit 0:3 (15:25, 18:25, 22:25) – das aber war nur halb so schlimm.

Denn unabhängig vom Ausgang der Partie gegen den italienischen Champion stand der deutsche Meister nicht nur bereits als einer von zwölf Teilnehmern am Achtelfinale, sondern auch als Erster der Gruppe E fest. Die Häfler konnten sich damit den Luxus erlauben, einerseits die nach 13 Spielen in den vergangenen sieben Wochen stark beanspruchten Stammkräfte zu schonen und andererseits die jungen Wilden Spielerfahrungen sammeln zu lassen.

Im Zuspiel schickte VfB-Trainer Stelian Moculescu Lukas Kampa für Lukas Tichacek, im Außenangriff Christian Fromm für Idi, in der Mitte Lukas Bauer für Joao José, auf der Diagonalen Adrian Gontariu für Georg Grozer sowie auf der Liberoposition Markus Steuerwald für Nikola Rosic in die Partie. „Das ist eine schöne Situation, wenn du die Jungen ohne Folgen in so eine Begegnung schicken kannst“, so der Coach. „Solche Spiele sind wertvoll. Da siehst du, wo du stehst und die Stärken und Schwächen liegen.“

Die Stärke, das war gegen Piacenza vor allem das Angriffsspiel. Eine Quote von 54 Prozent hatte Gontariu, sogar 62 Prozent Youngster Fromm vorzuweisen. Die Schwächen dagegen lagen im Duell der beiden Landesmeister in der Annahme sowie dem eigenen Aufschlag. Neun Asse servierten die Italiener, nur drei dagegen Friedrichshafen. „Piacenza hat sehr druckvoll aufgeschlagen“, so Moculescu. „Das hat heute den größten Unterschied gemacht.“

Gegen die routinierten Stars aus Italien dachten die Häfler zu keiner Sekunde daran, sich in die Niederlage zu ergeben. Immer wieder kämpften sie sich heran und durften als Achtungserfolg für sich verbuchen, dass der Gastgeber in Bestbesetzung durchspielte. „Es war eine Ehre für mich, gegen Piacenza zu spielen. Da standen so viele berühmte Gesichter auf der anderen Seite“, sagte Gontariu. „Wir wollten ihnen das Leben so schwer wie möglich machen und haben uns ganz gut geschlagen.“

Eher durchwachsen fiel das Fazit von Bauer aus. „Ich habe mich gefreut, zu spielen. Auch wenn wir hinten lagen, haben wir nicht aufgegeben“, sagte der 20-Jährige und hatte noch ein paar tröstende Worte für die 35 mitgereisten Häfler Fans parat. „Auch wenn uns die Niederlage nicht weh tut, tut es mir für unsere Fans sehr leid. Dass sie nach Piacenza gekommen sind, war sensationell. Sie hätten sicherlich mehr verdient gehabt.“

Auf welchen Kontrahenten Friedrichshafen im Achtelfinale am 10. und 17. Februar (plus/minus ein Tag) trifft, entscheidet sich am Donnerstag (21. Januar). An diesem Tag findet ab 15 Uhr im Sitz des Europäischen Volleyballverbandes CEV in Luxemburg die Auslosung zur zweiten Runde der Champions League statt. Einen Wunschgegner gibt es im VfB-Lager nicht. „Wir können ja sowieso keinen Einfluss nehmen“, so Moculescu. „Die Mannschaften, die jetzt noch dabei sind, sind alle stark.“

Statistik

CoprAtlantide Piacenza
Aufschlag 9 Punkte, Annahme 50% (28% perfekt), Angriff 35 Punkte (56%), Block 9 Punkte Meoni 1, Zlatanov 17, Rak 9, Bravo 7, Rinaldi L, Marshall 11, Oivanen 6, Sequeira, Grassano, nicht eingesetzt: Boninfante, Urnaut

VfB Friedrichshafen
Aufschlag 3 Punkte, Annahme 52% (22% perfekt), Angriff 30 Punkte (51%), Block 2 Punkte Geiger 4, Fromm 9, Rosic, Kampa 1, Steuerwald L, Böhme 4, Gontariu 13, Bauer 4, Idi, nicht eingesetzt: Tichacek, Grozer, José

Die nächsten Spiele des VfB Friedrichshafen
30.01.2010 (20.00 Uhr) Bundesliga EnBW TV Rottenburg – VfB Friedrichshafen
03.02.2010 (20.00 Uhr) Bundesliga VfB Friedrichshafen – Wuppertal Titans
06.02.2010 (19.00 Uhr) Bundesliga SCC Berlin – VfB Friedrichshafen

von Conny Kurth

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Jan 19 2010

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Eine komfortable Situation für den VfB Friedrichshafen

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Letztes Vorrundenspiel in der CEV Indesit Champions League für den VfB
Friedrichshafen: Am Mittwoch (20. Januar, 18 Uhr) trifft der deutsche Meister auf den italienischen Meister CoprAtlantide Piacenza.
Unabhängig vom Ausgang der Partie ist den Häflern der erste Platz in der Vorrundengruppe E nicht mehr zu nehmen

So entspannt wie dieses Mal dürften die Volleyballer vom VfB Friedrichshafen schon lange keine Reise zu einem Auswärtsspiel mehr angetreten haben. Wenn sie am Mittwoch (20. Januar, 18 Uhr) das letzte Vorrundenspiel in der CEV Indesit Champions League gegen CoprAtlantide Piacenza (Italien) bestreiten, ist ihnen der erste Platz im Pool E – gleichbedeutend mit der souveränen Qualifikation für das Achtelfinale – nicht mehr zu nehmen.

„Diese komfortable Situation erleben wir zum ersten Mal“, sagt VfB- Trainer Stelian Moculescu. „Die Jungs haben sich das redlich verdient.“ Dementsprechend locker und gelöst ist die Stimmung vor dem Duell gegen den italienischen Meister, der in der Champions League als Vierter feststeht und damit nicht mehr die nächste Runde erreichen kann. „Das ist ein Spiel, das nervenschonend ist“, sagt der Häfler Coach. „Nach dem Stress der letzten Wochen ist das wirklich angenehm.“

Das allerdings heißt nicht, dass den VfB-Stars das Ergebnis egal wäre.
Nur zu gerne würden sie Piacenza nach dem glatten Dreisatz-Sieg im Hinspiel in Friedrichshafen eine weitere Niederlage – noch dazu auf italienischem Parkett – zufügen. „Wir wollen unbedingt gewinnen“, sagt Georg Grozer. „Keiner soll sagen, dass uns dieses Spiel nicht interessiert. Wir wollen uns gut präsentieren und beweisen, dass wir auch auswärts gegen Piacenza gewinnen können.“

Der Diagonalangreifer ist höchst motiviert, hat er doch gute Chancen, gleich in mehreren Kategorien der Champions-League-Statistiken ganz vorne zu landen. Bei den besten Punktesammlern liegt Grozer mit sechs Zählern Rückstand ebenso auf Platz zwei wie bei den besten Angreifern und besten Aufschlagspielern, wo er vier beziehungsweise einen Punkt weniger als die Spitzenreiter vorweisen kann.

Ob der Nationalspieler allerdings im Palabanca von Piacenza zur Startformation gehören wird, ist noch nicht entschieden. Gut möglich, dass Moculescu am Mittwoch den Akteuren längere Einsatzzeiten gewährt, die bislang weniger zum Zuge kamen. Auf der Diagonalen könnten somit Adrian Gontariu, im Zuspiel Lukas Kampa, in der Mitte Lukas Bauer und im Außenangriff Christian Fromm ihr Können unter Beweis stellen. „Sie sollen Champions-League-Luft schnuppern“, so Moculescu. „In Piacenza ist das etwas Besonderes. Dort spielt man nicht so oft.“

Bereits einen Tag nach dem letzten Vorrundenspiel richten sich die Blicke im VfB-Lager in Richtung Luxemburg. In den Räumlichkeiten des Europäischen Volleyballverbandes CEV findet am Donnerstag (21. Januar) ab 15 Uhr die Auslosung für das Achtelfinale statt. Laut Reglement muss diese so vorgenommen werden, dass Teams der gleichen Vorrunde nicht aufeinander treffen sowie nicht drei Mannschaften einer Nation das Final Four erreichen können. Voraussichtlich wird dem Gruppenersten VfB ein Zweiter oder der beste Dritte zugelost. „Man muss es nehmen wie es kommt“, sagt Moculescu. „Wenn ich einen Wunsch äußern könnte, dann höchstens, dass wir nicht nach Russland müssen.“

Public Viewing
Es ist schon eine schöne Tradition: Auch zum letzten Vorrundenspiel in der CEV Indesit Champions League 2009/2010 lädt der VfB Friedrichshafen zum Public Viewing in das Foyer der ZF Arena ein. Auf einer Großbildleinwand kann die Partie gegen CoprAtlantide Piacenza zusammen mit vielen anderen Fans verfolgt werden. Die ZF Arena öffnet um 17.30 Uhr, Spielbeginn ist um 18 Uhr.

Live-Übertragung auf LAOLA1.tv
Wie alle Spiele des VfB Friedrichshafen in der CEV Indesit Champions League ist auch die Partie gegen CoprAtlantide Piacenza am Mittwoch (20. Januar) ab 18 Uhr live und kostenlos im Internet auf LAOLA1.tv (www.laola1.tv) übertragen. Kommentator ist Volleyballexperte Dirk Berscheidt.
von Conny Kurth

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Jan 14 2010

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Friedrichshafen jubelt – VfB in Runde zwei

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Der VfB Friedrichshafen steht vorzeitig im Achtelfinale der CEV Indesit Champions League 2009/2010. Vor 4.000 Zuschauern in der ausverkauften ZF Arena besiegten die Häfler Griechenlands Vizemeister Panathinaikos Athen mit 3:0 (25:20, 25:19, 25:15). Bester Punktesammler der Partie war Georg Grozer mit 16 Zählern

Erst Copra Piacenza (Italien), dann Jastrzebski Wegiel (Polen) und jetzt auch Panathinaikos Athen (Griechenland): Für die Gegner des VfB Friedrichshafen in der CEV Indesit Champions League 2009/2010 bleibt die ZF Arena eine uneinnehmbare Festung. Am fünften und vorletzten Vorrundenspieltag fegten die Häfler den griechischen Vizemeister Athen mit 3:0 (25:20, 25:19, 25:15) aus der Halle und schafften damit vorzeitig den Sprung in die nächste Runde. Dank des exzellenten Satzverhältnisses von 14:4 sind sie zudem vom ersten Gruppenplatz nicht mehr zu verdrängen.

„Wir wussten, dass wir mit einem Sieg eine Runde weiter kommen konnten“, sagte VfB-Trainer Stelian Moculescu. „Kompliment an die Jungs, wie sie das gemacht haben. Sie haben eine sehr, sehr gute Vorstellung abgeliefert.“ Diese zog die 4.000 Zuschauer in der erstmals in dieser Saison ausverkauften ZF Arena zunächst in ihren Bann und versetzte sie schließlich in Begeisterung.

Denn nur zu Beginn bis maximal Mitte aller drei Sätze zeigte sich Athen, die ohne Diagonalangreifer Libermann Agamez und damit nur mit elf Spielern antraten, mit den ebenso konzentriert wie couragiert auftretenden Gastgebern auf Augenhöhe. Beispielsweise im ersten
Durchgang: Bis zum 15:15 könnte sich kein Team um mehr als zwei Punkte absetzen. Durch zwei erfolgreiche Angriffe über Marcus Böhme und Joao José, einen Blockpunkt durch Andras Geiger sowie einen Angriffsfehler durch Agamez-Ersatz Efstathios Ntonas aber setzte sich der VfB bis auf
19:15 ab und gab diese Führung nicht mehr her.

Nach vorne getrieben von der phantastischen Kulisse waren die Häfler danach nicht mehr aufzuhalten. Basierend auf einer stabilen Annahme – Nikola Rosic mit einer Quote von 75 Prozent, Andras Geiger sogar mit 100 Prozent – brannten sie ein waren Angriffsfeuerwerk ab. Vor allem Georg Grozer und Idi ließen sich nicht stoppen. Auf Angriffswerte von 70 beziehungsweise sogar 79 Prozent kamen die beiden VfB-Stars.

„Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht“, urteilte auch VfB-Kapitän Joao José. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass wir so locker
gewinnen.“ Ein besonderes Lob des Portugiesen ging an die Zuschauer:
„Ihnen müssen wir sehr danken. Es war toll. Dieser Sieg ist auch ihr Vedienst.“ Überaus glücklich, den Einzug in die zweite Runde geschafft zu haben, zeigte sich Grozer. „Ich bin total happy“, freute er sich.
„Nach den beiden Niederlagen sind wir wieder aufgewacht.“

Während Friedrichshafen den ersten Platz im Pool E sicher hat und damit im Achtelfinale am 10. und 17. Februar voraussichtlich auf einen der Gruppenzweiten trifft, muss Athen noch um den Einzug in die zweite Runde bangen. In der kommenden Woche müssen die Griechen im Heimspiel gegen Jastrzebski Wegiel (Polen) einen Satz gewinnen, um den zweiten Rang zu zementieren und nicht wie in der vergangenen Saison aus der Champions League auszuscheiden.

Statistik

VfB Friedrichshafen
Aufschlag 6 Punkte, Annahme 74% (33% perfekt), Angriff 42 Punkte (68%), Block 4 Punkte Geiger 5, Tichacek 6, Rosic L, Grozer 16, Böhme 4, José 9, Gontariu, Idi 12, nicht eingesetzt; Fromm, Kampa, Steuerwald, Bauer

Panathinaikos Athen
Aufschlag 1 Punkte, Annahme 47% (27% perfekt), Angriff 27 Punkte (42%), Block 2 Punkte Christofidelis 6, Ntonas 11, Minoudis, Zagumny, Pasarras, Samica 9, Smaragdis 9, Pantaleon, Lappas 2, Papadimitriou, nicht eingesetzt:
Chatziantoniou

Von Conny Kurth

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Jan 14 2010

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Champions League: Friedrichshafen vorzeitig in Runde zwei

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Der VfB Friedrichshafen steht vorzeitig im Achtelfinale der CEV Indesit Champions League 2009/2010. Vor 4.000 Zuschauern in der ausverkauften ZF Arena besiegten die Häfler Griechenlands Vizemeister Panathinaikos Athen in 69 Spielminuten mit 3:0 (25:20, 25:19, 25:15).
Bester Punktesammler der Partie war Friedrichshafens Georg Grozer mit
16 Zählern.

„Wir wussten, dass wir mit einem Sieg eine Runde weiter kommen konnten“, sagte VfB-Trainer Stelian Moculescu. „Kompliment an die Jungs, wie sie das gemacht haben. Sie haben eine sehr, sehr gute Vorstellung abgeliefert.“ Überaus glücklich, den Einzug in die zweite Runde geschafft zu haben, zeigte sich Grozer. „Ich bin total happy“, freute er sich. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass wir so deutlich gewinnen können.“

Mit vier Siegen und nur einer Niederlage sowie einem Satzverhältnis von 14:4 ist Friedrichshafen bereits einen Spieltag vor Abschluss der Gruppenphase nicht mehr vom ersten Platz zu verdrängen. Damit wartet auf den amtierenden Deutschen Meister und einzigen deutschen Vertreter in der Champions League im Achtelfinale voraussichtlich einer der Gruppenzweiten. Die Auslosung findet in der kommenden Woche in Luxemburg statt.

Die nächsten Spiele des VfB Friedrichshafen
16.01.2010 (19.30 Uhr) Bundesliga: VfB Friedrichshafen – evivo Düren
20.01.2010 (20.30 Uhr) Champions League:  Copra Piacenza (ITA) – VfB Friedrichshafen
30.01.2010 (20.00 Uhr) Bundesliga: EnBW TV Rottenburg – VfB Friedrichshafen

von Conny Kurth

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Jan 11 2010

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Zwei Sätze noch bis zur nächsten Runde

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Drittes Heimspiel in der CEV Indesit Champions League 2009/2010 für den VfB Friedrichshafen: Am Mittwoch (13. Januar, 20 Uhr) empfängt der zehnfache deutsche Meister und Pokalsieger den 18-fachen griechischen Meister und fünffachen griechischen Pokalsieger Panathinaikos Athen (Griechenland) in der ZF Arena

Das Ziel ist greifbar nahe: Nur zwei Sätze fehlen den Volleyballern vom VfB Friedrichshafen noch zum Glück. Entscheiden die Häfler im fünften Vorrundenspiel der CEV Indesit Champions League am Mittwoch (13. Januar, 20 Uhr) gegen Panathinaikos Athen (Griechenland) zwei Abschnitte zu ihren Gunsten, ist ihnen der Einzug ins Achtelfinale nicht mehr zu nehmen. Auch Niederlagen gegen den griechischen Vizemeister und eine Woche später gegen den italienischen Meister Copra Piacenza hätten dann keine Auswirkungen mehr.

Davon allerdings will Trainer Stelian Moculescu nichts wissen. „Wer nur Sätze gewinnen will, kommt erfahrungsgemäß aus so einer Sache nicht gut raus“, sagt er. Dementsprechend wird im VfB-Lager zum Angriff geblasen. „Wir gehen am Mittwoch ins Spiel und versuchen, zu gewinnen. Aber wir wissen auch, dass das sehr, sehr schwierig wird.“

Um sich auf diese Aufgabe vorzubereiten, könnten sich die Häfler der Videoaufnahmen aus dem Hinspiel in Athen bedienen. Dieses nämlich ging nach tadelloser Vorstellung glatt in drei Sätzen an Friedrichshafen.
Zum ersten Mal überhaupt gewann der VfB damit in der griechischen Hauptstadt. „Dieser Sieg war sehr schön, aber man darf ihn nicht überbewerten“, sagt Moculescu. „Wir haben fast fehlerfrei gespielt. So ein Spiel und Ergebnis sind nicht ohne Weiteres zu wiederholen.“

Von bislang sieben Duellen gingen zwar vier an Athen und nur drei an Friedrichshafen. Die Heimbilanz allerdings spricht für die Schwaben.
Am 9. Februar 2005 gewannen sie 3:1 und am 10. Januar 2007 mit 3:0.
Nur ein Mal, im dritten Vorrundenspiel der vergangenen Saison am 11.
Dezember 2008, zogen sie in der ZF Arena gegen Panathinaikos mit 2:3 den Kürzeren.

Damals und heute einer der Leistungsträger beim 18-fachen griechischen Meister und fünffachen griechischen Pokalsieger: der sprunggewaltige
2,08 Meter lange Diagonalangreifer Liberman Agamez aus Kolumbien.
„Athletisch ist das die gleiche Liga wie Georg Grozer“, so Moculescu.
„Da bleibt kein Auge trocken.“ Zu ihm gesellt sich der Franzose Guillaume Samica, der mit schnellen Angriffen und einem ebenso variablen wie effektiven Aufschlagspiel zu glänzen weiß. In Szene gesetzt werden die beiden Angreifer durch Zuspieler Pawel Zagumny, der im September mit der polnischen Auswahl EM-Gold gewann und als einer der Besten seiner Zunft gilt. „Diese Mannschaft ist schon eine Klasse für sich“, sagt der Coach. „Über die Qualität gibt es keine Zweifel.“

Um dennoch dagegen zu bestehen, ist Druck mit dem eigenen Service nötig. Damit soll das schnelle Spiel über die Netzmitte unterbunden und zugleich das Spiel über die Außenpositionen erzwungen werden.
Zudem aber sind eine stabile Annahme und geschickte Aktionen in Block und Feldverteidigung notwendig. „Das alles müssen wir besser machen als zuletzt“, so Moculescu. „Der Aufschlag aber, der wird entscheidend sein.“

Gelingt Friedrichshafen ein Sieg über Panathinaikos Athen, ist dem Deutschen Meister die Teilnahme an der zweiten Runde nicht mehr zu nehmen. Gewinnt der VfB mit 3:0 oder 3:1, ist sogar Platz eins in der Vorrundengruppe E sicher. Damit wiederum wäre im Achtelfinale am 10.
und 17. Februar voraussichtlich einer der sechs Gruppenzweiten der Gegner.

Die nächsten Spiele des VfB Friedrichshafen
16.01.2010 (19.30 Uhr)                  Bundesliga
VfB Friedrichshafen – evivo Düren
20.01.2010 (20.30 Uhr)                  Champions League    Copra
Piacenza (ITA) – VfB Friedrichshafen
30.01.2010 (20.00 Uhr)                  Bundesliga
EnBW TV Rottenburg – VfB Friedrichshafen

von Conny Kurth

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Jan 10 2010

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Wie Katz und Maus

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1. Bundesliga Volleyball 09.01.2010 VfB Friedrichshafen – Moerser SC 3:2 (30:32, 23:25, 25:15, 25:20, 15:9) – 1.500  Zuschauer

Elf Moerser besiegen keinen Deutschen Meister: Mit 3:2 (30:32, 23:25, 25:15, 25:20, 15:9) gewinnt der VfB Friedrichshafen zum Auftakt der Rückrunde gegen den Moerser SC und bleibt in der Volleyball-Bundesliga ungeschlagen. „Zwischendurch hatte ich Bedenken, dass wir aus dieser Sache nicht so gut rauskommen“, sagte Trainer Stelian Moculescu.
„Kompliment an die Jungs, wie sie sich aus der Situation befreit haben.“

Katzen-Liebhaber kennen dieses Prozedere: Wenn Katzen eine Maus erbeutet haben, wird dieser nicht sofort der Garaus gemacht. Nein, erst wird mit dem Opfer ausgiebig gespielt bis es schließlich genüsslich verspeist wird. Ganz ähnlich verhielten sich die Volleyballer vom VfB Friedrichshafen beim Start in die Bundesliga- Rückrunde. Im Spiel gegen den Moerser SC ließen die Häfler ihren Kontrahenten erst zappeln, um dann aber doch mit 3:2 (30:32, 23:25, 25:15, 25:20, 15:9) zu siegen.

„Da dachte man wohl, es kommt der Vorletzte und den schlägt man im Vorbeigehen. Aber dem war nicht so“, sagte VfB-Trainer Stelian Moculescu. „ Es war ein steiniger Weg. Zwischendurch hatte ich Bedenken, dass wir aus dieser Sache nicht so gut rauskommen.
Kompliment an die Jungs, wie sie sich aus dieser Situation befreit haben.“

Der Grund für die Zweifel: Im ersten Satz holten die Häfler zwar einen Sieben-Punkte-Rückstand auf, konnten allerdings fünf Satzbälle nicht verwerten und ließen sich stattdessen den Abschnitt noch entreißen.
Moers sicherte sich Satz eins und legte mit dem Gewinn des zweiten Abschnitts gleich noch einen drauf. Die drohende Niederlage vor Augen und nun mit Adrian Gonatriu für Georg Grozer und Lukas Bauer für Marcus Böhme im Spiel aber startete Friedrichshafen eine ebenso eindrucksvolle wie rasante Aufholjagd.

Das Meisterteam vom Bodensee senkte die eigene Fehlerquote und erhöhte zugleich den Druck in Aufschlag und Angriff. Erst wurde der dritte Durchgang gewonnen, kurz darauf gelang – mittlerweile wieder mit Grozer für Gontariu – der umjubelte Satzausgleich. Und nicht nur das:
Den Sieg vor Augen kämpften die VfB-Akteure um jeden Ball und verließen schließlich als verdienter Sieger das Feld der ZF Arena.
Überragenderer Spieler dabei: Kapitän Joao José, der sich – obwohl Mittelblocker – mit 21 Zählern die Krone des besten Punktesammlers sicherte.

„Wir haben harte Spiele mit sehr viel Druck hinter uns“, sagte der Portugiese. „Vom Kopf her waren wir müde und sind daher etwas zu locker in das Spiel gegangen. Glücklicherweise kam mit Adi (Adrian
Gontariu) und Balu (Lukas Bauer) neues Blut herein. Das war nicht nur wichtig für unser Spiel, sondern vor allem für die Atmosphäre auf dem Court.“ Ganz ähnlich sah das Idi. „Nach den zwei Niederlagen war es schwer, ins Spiel zu kommen“, sagte der Außenangreifer. „Danach haben wir gezeigt, dass wir kämpfen und uns aus so einem Tief selbst herausziehen können.“

Während Moers mit nur zwei Siegen auf dem Konto weiterhin auf dem vorletzten Tabellenplatz rangiert und statt den angestrebten Play-offs der 2. Liga entgegensteuert, führte Friedrichshafen das Bundesliga- Klassement weiterhin ungeschlagen und mit vier Punkten Vorsprung auf den Zweiten Generali Haching an. Bereits am Mittwoch (13. Januar, 20
Uhr) wartet die nächste Bewährungsprobe für die Häfler. Dann nämlich ist Griechenlands Vizemeister Panathinaikos Athen zum vorentscheidenden Duell in der Vorrunde der CEV Indesit Champions League zu Gast. „Wir sind in einer guten Situation. Mit einem Sieg sind wir weiter“, sagt José. „Wir sollten das also ganz ruhig angehen und einfach Satz für Satz spielen.“ Katz-und-Maus-Spiele wie gegen Moers allerdings sind dann nicht gefragt.

Statistik

VfB Friedrichshafen
Aufschlag 10 Punkte, Annahme 66% (24% perfekt), Angriff 64 Punkte (52%), Block 11 Punkte Geiger 17, Tichacek 6, Rosic L, Grozer 11, Steuerwald, Böhme 4, José 21, Gontariu 4, Bauer 6, Idi 16, nicht eingesetzt: Fromm, Kampa

Moerser SC
Aufschlag 4 Punkte, Annahme 45% (13% perfekt), Angriff 48 Punkte (48%), Block 17 Punkte Neumann 1, Grübler 4, Gietzelt 3, Wegter 12, Nasca 16, Sikorski, Prolingheuer 16, Calderon Capote, Nemeth 17, Viana L, nicht
eingesetzt: Broshog

Die nächsten Spiele des VfB Friedrichshafen
13.01.2010 (20.00 Uhr)                  Champions League    VfB  Friedrichshafen – Panathinaikos Athen (GRE)
16.01.2010 (19.30 Uhr)                  Bundesliga     VfB Friedrichshafen – evivo Düren
20.01.2010 (20.30 Uhr)                  Champions League    Copra  Piacenza (ITA) – VfB Friedrichshafen

Bericht von Conny Kurth

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