Archiv für die Kategorie 'Volleyball'

Feb 28 2010

Profile Image of buffy
buffy

Kampa führt VfB zum 19. Sieg

Abgelegt unter Volleyball

19. Sieg im 19. Bundesligaspiel für den VfB Friedrichshafen: Mit 3:0 (25:15, 25:17, 26:24) bezwang der Spitzenreiter den Tabellensiebten VC Franken. Zum Matchwinner wurde Lukas Kampa, der mit seinen Aufschlägen die Basis dafür legte, im dritten Abschnitt drei Satzbälle abzuwehren und den glatten Erfolg unter Dach und Fach zu bringen

Mehr als eine Stunde nach Spielende am Sonntagabend war Lukas Kampa immer noch etwas siegestrunken. „Schön, dass wir gewonnen haben“, sagte er. „Am Schluss war es zwar knapp. Ich habe aber nie daran gezweifelt, dass wir das auch im dritten Satz noch schaffen.“ Der 23- Jährige hatte allen Grund zur Freude. Mit dem VfB Friedrichshafen hatte der Volleyballer kurz zuvor den VC Franken mit 3:0 (25:15, 25:17, 26:24) in die Schranken gewiesen. Und nicht nur das: Kampa hatte großen Anteil am Erfolg seines Teams.

Nach zwei Durchgängen, in denen Friedrichshafen das Spielgeschehen nach Belieben dominierte, stemmten sich die Franken im dritten Abschnitt noch einmal mit aller Macht gegen die drohende Niederlage.
Fortwährend liefen die Häfler einem Rückstand hinterher. Beim 18:20 schickte VfB-Trainer Stelian Moculescu Kampa auf das Feld, der dem Abschnitt beim 21:24 die entscheidende Wende gab. Mit vier druckvollen Aufschlägen, darunter auch einem As, legte der Zuspieler die Basis, um drei Satzbälle der Franken abzuwehren und das Blatt doch noch zu eigenen Gunsten zu drehen.

„Er hat das mit Bravour gemacht und den Satz gekippt“, sagte Moculescu. „Darauf kann er sich durchaus etwas einbilden.“ Ein Lob hatte der Häfler Coach zudem für Youngster Christian Fromm parat, der nicht nur zur Stammformation zählte, sondern mit 13 Zählern sogar zum besten Punktesammler der Partie avancierte. „Das war wirklich in Ordnung“, so Moculescu. „Das, was zu machen war, hat er gut erledigt.“

Große Unterstützung auf der Außen-Annahme-Position erhielt Fromm von Idi. Dem Brasilianer hatte in der zurückliegenden Woche eine schmerzhafte Fußverletzung zu schaffen gemacht, die einen Einsatz in Bamberg zunächst mehr als fraglich erscheinen ließ. Erst am Samstag stieg Idi wieder ins Training ein, lieferte aber tags darauf eine gute Vorstellung ab. Mit zwölf Zählern war er nicht nur zweitbester Punktesammler, sondern konnte zudem im Angriff eine Quote von 53 Prozent und in der Annahme – obwohl er 31 von insgesamt 49 Annahmen übernahm – eine Quote von 81 Prozent vorweisen.

Dank des 19. Sieges im 19. Bundesligaspiel führt Friedrichshafen das Bundesliga-Klassement weiterhin souverän an. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die beiden Pokalfinalisten Generali Haching (32:6 Punkte) und evivo Düren (28:12 Punkte). In den ausstehenden drei Begegnungen der Normalrunde gegen den VC Bad Dürrenberg/Spergau (13. März), Generali Haching (17. März) und die Netzhoppers Königs Wusterhausen (20. März) benötigt der VfB nun nur noch einen Sieg, um als Erster in die am 27. März beginnenden Play-offs einzuziehen.

Statistik

VC Franken
Aufschlag 1 Punkte, Annahme 51% (34% perfekt), Angriff 22 Punkte (28%), Block 11 Punkte Davidiuk, Bahlburg 1, Richter 1, Anderson 5, Weber L, Brand 4, Simac 5, Figueroa 11, Bawden 7, nicht eingesetzt: Jachowitz, Tafelmayer, de Andrade Lima

VfB Friedrichshafen
Aufschlag 4 Punkte, Annahme 67% (53% perfekt), Angriff 43 Punkte (51%), Block 6 Punkte Fromm 13, Tichacek 1, Rosic L, Kampa 1, Grozer 12, Böhme 10, José 4, Gontariu, Idi 12, nicht eingesetzt: Geiger, Lukianetz, Bauer

von Conny Kurth

Keine Kommentare

Feb 18 2010

Profile Image of buffy
buffy

Der Traum ist vorbei

Abgelegt unter Volleyball

Der VfB Friedrichshafen ist im Achtelfinale der CEV Indesit Champions League ausgeschieden. Nach dem 3:1-Sieg im Hinspiel unterlagen die Häfler dem österreichischen Champion Hypo Tirol Innsbruck im Rückspiel in 64 Spielminuten mit 0:3 (22:25, 18:25, 17:25). Nach drei Viertelfinal-Teilnahmen in Folge beendet der VfB die Champions League 2009/2010 damit auf Platz acht

Alles hätte so schön sein können. Die Tür zum Viertelfinale der CEV Indesit Champions League stand offen. Die Volleyballer vom VfB Friedrichshafen hatten sie mit ihrem 3:1-Erfolg im Hinspiel gegen Hypo Tirol Innsbruck (Österreich) selbst aufgestoßen. Ehe sie sich versahen aber fiel die Tür wieder ins Schloss – allerdings ohne dass die Häfler zuvor hindurch gegangen wären. Mit 0:3 (22:25, 18:25, 17:25) verlor Friedrichshafen das Rückspiel und schied damit im Achtelfinale aus.

„Ich fühle mich wirklich schlecht und sehe die Szenen immer wieder wie in einem Film an mir vorbeilaufen. Heute Nacht werde ich kein Auge zumachen“, sagte ein kreidebleicher VfB-Kapitän Joao José, dem mehr als eine halbe Stunde nach dem Schlusspfiff und auch nach der Dusche die riesige Enttäuschung noch ins Gesicht geschrieben stand. „Mir ist nicht klar, was heute passiert ist. Es hat einfach gar nichts geklappt. Und dabei hat Innsbruck doch nichts anderes gemacht als im Hinspiel.“

Der unbedingte Wille zum Sieg aber unterschied an diesem Abend beide Kontrahenten. Von Beginn an nahmen die Tiroler ihr Herz in beide Hände und glaubten daran, das Blatt doch noch drehen zu können. Beim VfB- Ensemble dagegen lief rein gar nichts zusammen. José & Co. bemühten sich zwar redlich. Egal in welchem Spielelement – der deutsche Meister blieb hinter seinen Möglichkeiten zurück und eröffnete Innsbruck somit die Chance zum Sieg.

„Innsbruck hat eine tadellose Leistung gezeigt und unsere Schwächen gnadenlos aufgedeckt. Wir haben bis zum Schluss kein Gegenmittel gefunden und hatten keine Chance“, sagte VfB-Trainer Stelian Moculescu. „Alle, die gedacht haben, dass Innsbruck kein Problem ist, sollten sich an die eigene Nase fassen. Ein bisschen Respekt vor dem Gegner gehört einfach dazu.“ Trotz Niederlage und Enttäuschung zeigte sich der 59-Jährige als fairer Verlierer. „Das war sicherlich derbe.
Aber das ist nun mal so“, so Moculescu. „Wir müssen auch mal verlieren. Niederlagen gehören im Sport leider dazu.“

Der Traum vom Erreichen des Final Four in Lodz (Polen) ist damit für die Häfler beendet. Nachdem sie zuletzt drei Mal in Folge das Viertelfinale der Champions League erreichten und den Wettbewerb 2007 sogar gewannen, müssen sie sich in dieser Saison mit Platz acht zufrieden geben. Als kleiner Trost bleibt, dass mit Zenit Kazan
(Russland) und Lube Banca Marche Macerata (Italien) zwei weitere Topteams das Aus im Achtelfinale ereilte.

Da der VfB auch im DVV-Pokal ausschied, gilt die volle Konzentration nun der Bundesliga und damit der Verteidigung des Meistertitels. „Die Meisterschaft ist das, was uns bleibt“, sagte José. „Wir müssen uns nun voll darauf konzentrieren, uns zugleich aber bewusst machen, dass es auch hier starke Gegner gibt und wir nicht unschlagbar sind.“

Statistik

Hypo Tirol Innsbruck
Aufschlag 6 Punkte, Annahme 54% (37% perfekt), Angriff 31 Punkte (58%), Block 7 Punkte Carletti 3, Chrtiansky 4, Gavan 5, Laure L, Chocholak 22, dos Santos 8, Holmes 2, nicht eingesetzt: Amalthof L, Weber, Jago, Joscak, Berger

VfB Friedrichshafen
Aufschlag 1 Punkte, Annahme 52% (40% perfekt), Angriff 36 Punkte (55%), Block 4 Punkte Geiger 6, Fromm, Tichacek, Rosic L, Kampa 1, Grozer 11, Böhme 5, José 6, Gontariu 5, Bauer 1, Idi 5, nicht eingesetzt: Steuerwald

von Conny Kurth

Keine Kommentare

Feb 16 2010

Profile Image of buffy
buffy

Die Tür steht offen

Abgelegt unter Volleyball

Der erste Schritt ist gemacht, der zweite soll jetzt folgen: Am Mittwoch (17. Februar, 20.15 Uhr) tritt der VfB Friedrichshafen im Achtelfinal-Rückspiel der CEV Indesit Champions League gegen Hypo Tirol Innsbruck (Österreich) an. Um das Viertelfinale zu erreichen benötigen die Häfler zwei gewonnene Sätze

Die Ausgangslage ist gut. Zweifellos. Unumkehrbar aber ist das Ergebnis nicht. Mit 3:1 gewann der VfB Friedrichshafen in der vergangenen Woche das Achtelfinal-Hinspiel der CEV Indesit Champions League gegen Hypo Tirol Innsbruck (Österreich) und stieß damit die Tür zum Viertelfinale ein gutes Stück auf. Wenn die Häfler am Mittwoch (17. Februar, 20.15 Uhr) zum Rückspiel in Innsbruck antreten, benötigen sie zwei gewonnene Sätze, um den Einzug in die dritte Runde perfekt zu machen. Verlieren sie 1:3, muss der sogenannte Golden Set, der direkt im Anschluss bis 15 Punkte gespielt würde, die Entscheidung bringen. Mit einem 0:3 wäre Friedrichshafen ausgeschieden.

„Wir fahren nicht nach Innsbruck, um zwei Sätze zu gewinnen. Damit geben wir uns nicht zufrieden. Wir wollen den Sieg“, sagt VfB- Mittelblocker Marcus Böhme. Und Zuspieler Lukas Kampa ergänzt: „Wir müssen uns auf einiges gefasst machen. Innsbruck rechnet sich zu Hause durchaus noch etwas aus. Um ins Viertelfinale einzuziehen, dürfen wir nicht auf Sätze, sondern müssen auf Sieg spielen und die Sache genauso diszipliniert angehen wie am Wochenende gegen Bühl.”

Gegen Bundesliga-Achten machte der deutsche Meister am Samstag kurzen Prozess und siegte in der Rekordzeit von nur 58 Spielminuten. Das gab Selbstvertrauen – wenngleich das Niveau zwischen dieser Partie und dem Champions-League-Duell gegen Innsbruck nur schwer zu vergleichen ist.
„Bundesliga und Champions League“, sagt VfB-Trainer Stelian Moculescu, „das sind zwei verschiedene Welten“.

Der Häfler Erfolgscoach weiß: Der österreichische Champion wird in der heimischen und voraussichtlich ausverkauften USI-Halle vor 2.000 Zuschauern alles daran setzen, um den Spieß noch einmal umzudrehen und seinerseits ins Viertelfinale der Champions League einzuziehen. „Ich kann nur vor dem Gedanken warnen, dass wir schon durch sind“, sagt Moculescu. „Die Tür haben wir zwar geöffnet. Hindurchgehen aber müssen wir am Mittwoch erst noch selbst.“

Beim Gastspiel in Tirol kann er auf die Akteure bauen, die bereits das Hinspiel zu Gunsten des VfB entschieden. Außenangreifer André Lukianetz und Mittelblocker Marc Honore fallen zwar nach wie vor verletzt aus. Alle anderen aber sind fit und brennen auf ihren Einsatz. Am Dienstagmittag macht sich die Mannschaft auf dreistündige Bustour ins 220 Kilometer entfernte Innsbruck. Am gleichen Abend sowie am Mittwochvormittag stehen zwei Trainingseinheiten auf dem Programm.
„Wir wissen, dass uns da einiges erwartet“, sagt Böhme. „Aber wir sind gut vorbereitet und wollen unbedingt gewinnen.“

Gelingt Friedrichshafen der Einzug in die dritte Runde, stände der VfB zum vierten Mal in Folge sowie neunten Mal in der Vereinsgeschichte im Viertelfinale der Champions League. Gegner wäre entweder Italiens Pokalsieger Lube Banca Marche Macerata oder der slowenische Meister Ach Volley Bled. Macerata verlor zwar das Hinspiel mit 2:3, hat aber am Mittwoch Heimrecht. Das Viertelfinale ist für den 3. und 10. März angesetzt. Das Final Four findet am 10. und 11. April in Lodz (Polen) statt.

Public Viewing in der ZF Arena
Es ist bereits zu einer schönen Tradition geworden: Auch beim Achtelfinal-Rückspiel des VfB Friedrichshafen gegen Hypo Tirol Innsbruck (Österreich) am Mittwoch (17. Februar) findet im Foyer der ZF Arena Friedrichshafen ein Public Viewing statt. Zusammen mit vielen Fans kann dabei die Partie über eine Großbildleinwand verfolgt werden.
Die ZF Arena öffnet um 19.30 Uhr ihre Pforten, Spielbeginn ist um
20.15 Uhr.

von Conny Kurth

Keine Kommentare

Feb 14 2010

Profile Image of buffy
buffy

So schnell war noch keiner

Abgelegt unter Volleyball

Bundesliga-Sieg Nummer 17 für den VfB Friedrichshafen: Mit 3:0 (25:18, 25:15, 25:9) bezwangen die Häfler im schwäbisch-badischen Duell den TV Bühl. Nur 58 Spielminuten benötigten sie für ihren Sieg, der zugleich der schnellste in der laufenden Bundesligasaison ist. „So gehört sich das“, freute sich VfB-Trainer Stelian Moculescu

Um exakt 20.34 hatte Idi den Sieg besiegelt. Mit einem Angriffsball sorgte der Volleyballer vom VfB Friedrichshafen nicht nur für das 3:0 (25:18, 25:15, 25:9) seines Teams über den TV Bühl und den damit verbundenen 17. Sieg im 17. Bundesligaspiel. Er setzte auch den Schlusspunkt unter die bislang schnellste Partie der Bundesliga 2009/2010. Nur 58 Spielminuten benötigten die Häfler für ihren Erfolg.
Schneller war in dieser Saison noch keine anderer Klub.

„So gehört sich das“, konstatierte VfB-Trainer Stelian Moculescu zufrieden. „Die Jungs haben das von Anfang bis Ende durchgezogen. Das zeigt die Qualität der Mannschaft.“ Im Duell gegen die Badener wagte der Häfler Erfolgscoach wie zuvor angekündigt keine Experimente und schenkte seiner vielfach erprobten Stammformation mit Zuspieler Lukas Tichacek, Diagonalspieler Georg Grozer, den Außenangreifern Andras Geiger und Idi, den Mittelblocker Joao José und Marcus Böhme sowie Libero Nikola Rosic das Vertrauen.

Diese gingen ihre Aufgabe hochkonzentriert an und ließen dem Aufsteiger nicht einmal annähernd die Chance auf einen Satzgewinn. Nur bis Mitte des ersten Abschnitts hielt Bühl mit. Danach beherrschten die Gastgeber das Spielgeschehen nach Belieben – vielleicht gerade weil Moculescu nahezu allen Akteuren seines Teams Einsatzzeiten gewährte. „Es ist gar nicht so einfach, wenn von der anderen Seite nicht so viel Gegenwehr kommt“, sagte Zuspieler Lukas Kampa, der in allen drei Sätzen für Lukas Tichacek die Regie übernahm. „Vielleicht war es gut, dass wir reingekommen sind. Wir können es uns nicht erlauben, die Zügel schleifen zu lassen.“

Frustriert zeigten die ambitionierten, letztendlich aber desillusionierten Gäste. „Wenn man 0:3 verliert, kann man nicht zufrieden sein“, sagte Bühls Trainer Mathias Eichinger. „Dass das passieren kann, war mir allerdings klar.“ Nahezu tatenlos musste er mit ansehen, wie sein Team eine Lehrstunde, insbesondere in der Annahme, erhielt. Zwölf direkte Aufschlagpunkte verbuchte Friedrichshafen und übte zudem so großen Druck aus, dass die Bühler Annahmespieler zu verzweifeln schienen. „Das Problem ist, dass wir das nicht trainieren können“, so Eichinger. „Gegen Mannschaften wie Friedrichshafen spielst du ja nur zwei Mal pro Saison.“

Bereits in vier Tagen wartet auf die Häfler die nächste Aufgabe. Am Mittwoch (17. Februar, 20.15 Uhr) müssen sie im Achtelfinal-Rückspiel der CEV Indesit Champions League beim österreichischen Meister Hypo Tirol Innsbruck mindestens zwei Sätze gewinnen, um in die nächste Runde einzuziehen. „Wir müssen uns auf einiges gefasst machen.
Innsbruck rechnet sich zu Hause durchaus noch etwas aus“, sagt Kampa.
„Um ins Viertelfinale einzuziehen, dürfen wir nicht auf Sätze, sondern den Sieg spielen und müssen die Sache genauso diszipliniert angehen wie heute.“
—-
Statistik

VfB Friedrichshafen
Aufschlag 12 Punkte, Annahme 68% (48% perfekt), Angriff 36 Punkte (54%), Block 7 Punkte Geiger 7, Fromm 5, Ticacek, Rosic L, Kampa 2, Grozer 13, Böhme 4, José 6, Gontariu 6, Bauer 2, Idi 10, nicht eingesetzt: Steuerwald

TV Bühl
Aufschlag 2 Punkte, Annahme 41% (14% perfekt), Angriff 17 Punkte (32%), Block 2 Punkte Engala 1, Engohe 4, Lampe, Quero 7, Ondelj, Iliev 5, Pupic 4, Hemlein, Lagzins, Molnar L, Dollhofer, nicht eingesetzt: Klein

von Conny Kurth

Keine Kommentare

Feb 13 2010

Profile Image of buffy
buffy

Keine Experimente

Abgelegt unter Volleyball

Bundesliga-Zwischenstopp für den VfB Friedrichshafen: Zwischen dem
Hin- und Rückspiel im Achtelfinale der CEV Indesit Champions League empfangen die Häfler am Samstag (13. Februar, 19.30 Uhr) den TV Bühl.
„Zum Experimentieren“, zollt VfB-Trainer Stelian Moculescu dem Aufsteiger und Tabellensechsten Respekt, „ist da kein Platz“

Matthias Eichinger hat schon vieles erlebt. Zwölf Trainerstationen in Deutschland, Österreich und den Niederlanden hat er hinter sich, wurde Deutscher Meister sowie Pokalsieger und war Bundestrainer. Alles im Frauen-Volleyball. Vor knapp zwei Jahren stellte sich der 55-Jährige im Badischen einer neuen Herausforderung. Beim TV Bühl übernahm er erstmals eine Männer-Mannschaft und startete eine Erfolgsgeschichte.
Aus der 2. führte Eichinger Bühl in die 1. Liga und hat mit seinem Team im ersten Erstligajahr bereits Kurs auf die Play-offs genommen.
„Wenn uns das gelingt, wäre das eine Topleistung“, sagt er. „So oder so können wir mit dieser Saison recht zufrieden sein.“

Jetzt wartet auf Eichinger und seine Bühler Jungs die nächste Herausforderung. Am Samstag (13. Februar, 19.30 Uhr) sind sie beim VfB Friedrichshafen gefordert. „Wir freuen uns darauf und hoffen, dass wir ähnlich gut spielen wie zu Hause“, sagt er. „Ich sage den Spielern:
Sie sollen das als Lerneinheit sehen. Gegen eines der besten Teams Europas zu spielen, ist etwas Besonderes.“

Im Häfler Lager wiederum trotzt man dem aktuellen Fasnetstrubel blickt dem Duell gegen den Tabellensechsten der Volleyball-Bundesliga mit dem gebührenden Ernst entgegen. „Dass sich Bühl so gut verkauft, wundert mich nicht“, sagt VfB-Trainer Stelian Moculescu. „Das ist eine gute Mannschaft mit guten Verstärkungen und einem guten Trainer.“ Vor allem auf den Venezolaner Heriberto Quero, der vor Saisonbeginn gemeinsam mit Mittelblocker Vladimir Rakic aus Düren kam, lenkt er sein Augenmerk. „Er ist einer der Topangreifer der Liga“, so Moculescu.
„Wenn er einen guten Tag hat, kann er ein Spiel im Alleingang entscheiden.“

Auch mit Hinblick auf das Achtelfinal-Rückspiel am kommenden Mittwoch (17. Februar) gegen Hypo Tirol Innsbruck (Österreich) gehen die VfB- Akteure zwar mit dem Selbstbewusstsein des ungeschlagenen Bundesliga- Spitzenreiters, nicht jedoch leichtfertig in die Partie. „Wir müssen unseren normalen Rhythmus halten“, sagt Moculescu. „Zum Experimentieren ist da kein Platz.“ Das wiederum bedeutet:
Voraussichtlich wird der Häfler Coach seine Stammformation mit Zuspieler Lukas Tichacek, Diagonalspieler Georg Grozer, den Außenangreifern Andras Geiger und Idi, den Mittelblocker Joao José und Marcus Böhme sowie Libero Nikola Rosic auf das Feld schicken.

„Dass wir zwischen zwei Champions-League-Spielen auf Friedrichshafen treffen, ist kein Vorteil für uns“, sagt Eichinger, der die Auftritte auf der internationalen Bühne zwar nicht aus Bühl, aber unter anderem vom SVV Ulm bestens kennt. „Wenn du unter der Woche auf hohem Niveau gefordert bist, spielst du am Wochenende dazwischen auch gut. Ich wünsche mir, dass wir die Leistung aus dem Hinspiel wiederholen können. Das war eines unserer besten Spiele in dieser Saison.“

Fanfahrt nach Innsbruck
Abfahrt: 17. Februar, 12 Uhr an der ZF Arena
Preis: je nach Teilnehmerzahl zwischen 17 und 22 Euro zzgl.
Eintrittskarte
Es können Karten und Busfahrt, aber auch nur einzelne Karten für die Selbstanreise gebucht werden. Anmeldungen sind über die Geschäftsstelle der VfB Friedrichshafen Volleyball GmbH (Meistershofener Str. 25, 88045 Friedrichshafen, Email: info@vfb-volleyball.de ), telefonisch beim Fanbeauftragten Jürgen Schrandt (07541 – 95 01
904) oder beim Heimspiel gegen Bühl am Fanstand im Foyer der ZF Arena möglich. Bei der Anmeldung unbedingt Name und Telefonnummer angeben, damit ein Rückruf über die Durchführung der Fanfahrten möglich ist.

von Conny Kurth

Ein Kommentar

Feb 11 2010

Profile Image of buffy
buffy

Friedrichshafen macht ersten Schritt zum Viertelfinale

Abgelegt unter Volleyball

Der erste Schritt zum Viertelfinale ist gemacht: Der VfB Friedrichshafen hat das Hinspiel im Achtelfinale der CEV Indesit Champions League gegen Hypo Tirol Innsbruck (Österreich) mit 3:1 (26:28, 25:16, 25:23, 25:14) gewonnen. Vor 3.500 Zuschauern in der ZF Arena Friedrichshafen ließen sich die Hausherren nur den ersten Satz entreißen. Danach aber drehte der VfB auf und siegte verdient. Bester Punktesammler der Partie war Friedrichshafens Idi mit 17 Zählern.

„Am Anfang waren wir etwas fest und sind nicht richtig in Schwung gekommen. Wir hätten schon den ersten Satz gewinnen müssen“, sagte VfB- Trainer Stelian Moculescu und fügte hinzu: „Jetzt müssen wir beißen.“ Beim Rückspiel am kommenden Mittwoch (17. Februar) in Innsbruck nämlich müssen die Häfler nun mindestens zwei Sätze gewinnen, um das Viertelfinale zu erreichen. „Das war heute ein wichtiger Schritt“, sagte Friedrichshafens Adrian Gontariu, der Georg Grozer ab dem zweiten Satz auf der Diagonalposition vertrat. „Aber wir dürfen nicht darauf vertrauen, dass der Sieg in der nächsten Woche vom Himmel fällt.“

Keine Kommentare

Feb 07 2010

Profile Image of buffy
buffy

Ein Donnerwetter bringt den Sieg

Abgelegt unter Volleyball

Die Festung ist eingenommen – der VfB Friedrichshafen hat seinen ersten Sieg in der Berliner Max-Schmeling-Halle gefeiert. Mit 3:2 (25:19, 25:21, 20:25, 19:25, 15:7) besiegten die Häfler den SCC Berlin, hätten dabei aber fast den schon sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand gegeben

Welche Worte Stelian Moculescu fand, wurde nicht bekannt. Aber es müssen die richtigen gewesen sein. Als dem VfB Friedrichshafen am Samstagabend im Bundesligaduell gegen den SCC Berlin der Sieg aus den Händen zu gleiten drohte, beorderte der Häfler Coach seinen Mannen noch einmal in die Kabine. Nach dem vierten Satz war das, und nachdem der VfB nach einer 2:0-Satzführung den 2:2-Ausgleich hatte hinnehmen müssen.

„Er hat mit uns geschimpft wie ein Vater mit seinem Sohn, wenn der etwas angestellt hat“, kleidete Kapitän Joao José die Ansprache in nette Worte und fügte verklausuliert hinzu: „Er ist sehr deutlich geworden.“ Nationalspieler Marcus Böhme fand: „Er hat uns ordentlich den Kopf gewaschen. Das war bitternötig. Denn sonst hätten wir ja so weitergemacht wie im vierten Satz.“

Mit der Standpauke rüttelte Moculescu sein Ensemble wieder wach und führte es zurück auf die Siegerstraße. Denn auch, wenn die Häfler nach ihrem Kabinengang mit gällenden Pfeifen und Buhrufen zurück auf dem Spielfeld begrüßt wurden, präsentierten sie sich entschlossener denn je und gewannen verdient 3:2 (25:19, 25:21, 20:25, 19:25, 15:7). Damit feierte Friedrichshafen nicht nur den 16. Sieg im 16. Bundesligaspiel der Saison 2009/2010, sondern zugleich den ersten Sieg in der zuvor für den VfB uneinnehmbaren Berliner Max-Schmeling-Halle.

„Da haben wir uns nicht mit Ruhm bekleckert. Wir hätten deutlicher gewinnen müssen“, sagte Moculescu. „Wenn man eine Mannschaft unterschätzt, geht das eben nicht. Die ersten zwei Sätze waren ja auch nicht so klar, wie sie vom Ergebnis her aussahen.“ José bilanzierte:
„Wir sind gut gestartet, aber haben uns dann einschläfern lassen bis wir in die Gefahrenzone gekommen sind. Stelians Worte waren hart, aber absolut notwendig.“

Eine makellose Bilanz in der Schmeling-Halle hat dank des Erfolges VfB- Mittelblocker Böhme vorzuweisen. In der vergangenen Saison gewann er zwei Mal mit dem SCC, jetzt war er auch mit seinem neuen Klub siegreich. Nicht nur ob des Sieges wird Böhme die Partie noch länger in Erinnerung behalten. Im fünften Satz nämlich wurde vor allem der Ex- Berliner bei seinen Aktionen von einem Pfeifkonzert begleitet. „Dass das passieren würde, hätte ich wirklich nicht gedacht“, sagte er.
„Aber was soll´s. Der Sieg ist das, was zählt.“

Erst am frühen Sonntagmorgen kamen die Häfler nach dem erfolgreichen Sturm auf die Schmeling-Halle wieder in Friedrichshafen an. Zum Ausschlafen blieb danach Zeit, nicht aber zum Durchatmen. Bereits am Nachmittag stand wieder Krafttraining auf dem Programm, schließlich wartet am Mittwoch (10. Februar) gegen Hypo Tirol Innsbruck
(Österreich) mit dem Achtelfinal-Hinspiel in der CEV Indesit Champions League die nächste Aufgabe. „Gegen Innsbruck müssen wir eine gewaltige Schippe drauflegen“, so Moculescu. „Sonst ist das Thema Champions League ganz schnell beendet.“

Statistik

SCC Berlin
Aufschlag 3 Punkte, Annahme 54% (24% perfekt), Angriff 40 Punkte (47%), Block 9 Punkte Fuchs 3, Gaydarski, Spirovski 12, Skach, Holschen 2, van de Loo, Smedins 7, Galandi 4, Schwarz, Krystof L 1, Hidalgo 23, nicht
eingesetzt: Zachrich

VfB Friedrichshafen
Aufschlag 10 Punkte, Annahme 66% (32% perfekt), Angriff 55 Punkte (52%), Block 15 Punkte Geiger 8, Fromm 2, Tichacek 4, Rosic L, Kampa 1, Grozer 23, Böhme 14, José 18, Gontariu 2, Bauer, Idi 8, nicht eingesetzt: Steuerwald

von Conny Kurth

Ein Kommentar

Feb 02 2010

Profile Image of buffy
buffy

Spitzenreiter gegen Schlusslicht

Abgelegt unter Volleyball

Erster gegen Letzter: Spitzenreiter VfB Friedrichshafen empfängt am Mittwoch (3. Februar, 20 Uhr) in der ZF Arena Schlusslicht Wuppertal Titans zum Duell. Die Gäste aus dem Bergischen Land allerdings haben derzeit nicht nur die Rote Laterne der Volleyball-Bundesliga inne, sondern kämpfen auch mit einem hartnäckigen Magen-Darm-Virus

Wann genau Christian Fromm Merten Krüger das erste Mal über den Weg lief, weiß er nicht mehr genau. Drei oder vier Jahre muss es her sein, dass die beiden Volleyballer ihre ersten Schritte beim VC Olympia Berlin unternahmen – und Freunde wurden. „Merten ist nicht nur ein Freund. Er ist mein bester Freund“, sagt Fromm. „Leider sehen wir uns jetzt nur noch selten. Deshalb freue ich mich auf Mittwoch.“

Am Mittwoch (3. Februar, 20 Uhr) treffen Fromm und Krüger in der ZF Arena aufeinander. Dieses Mal allerdings stehen die beiden Freunde auf unterschiedlichen Seiten – denn Fromm schmettert für den VfB Friedrichshafen während Krüger als Zuspieler im Team der Wuppertal Titans steht. „Es wäre eine schöne Sache, wenn wir beide auf dem Feld stehen und gegeneinander spielen können“, sagt Fromm und erklärt.
„Während des Spiels wäre unsere Freundschaft außen vor. Denn da will ich gewinnen. Egal, wer auf der anderen Seite steht.“

Ein hartnäckiger Magen-Darm-Virus allerdings könnte das Wiedersehen der beiden Youngster noch kurzfristig verhindern. Dieser kursiert seit dem Wochenende im Team der Wuppertaler und hat mittlerweile alle Akteure außer Gefecht gesetzt. „Im Moment liegen alle flach“, sagt Lars Dinglinger, Sportdirektor der Wuppertal Titans. „Seit dem Spiel am Samstag gegen Bühl haben wir nicht mehr trainiert. Ich bin froh, wenn wir am Mittwoch sieben einsatzfähige Spieler zusammen bekommen.“

Die Probleme der Titans, die im Pokal-Viertelfinale am VfB scheiterten und derzeit mit drei Siegen und zwölf Niederlagen nur auf dem letzten Platz des Bundesliga-Klassements rangieren, ficht im Häfler Lager niemand an. „Das Wichtigste ist, dass wir uns auf unsere eigenen Stärken konzentrieren. „Wir müssen gut aufschlagen und einen guten Sideout spielen“, sagt Mittelblocker Lukas Bauer. „Was wir selbst machen, ist am Mittwoch entscheidend. Der Gegner ist zweitrangig.“

Das proklamiert auch VfB-Trainer Stelian Moculescu. „Es hängt“, sagt er, „ausschließlich von uns ab, wie das Spiel verläuft und ausgeht“.
Dem Häfler Meistermacher ist noch gut die Partie am 9. Januar gegen den Vorletzten Moerser SC in Erinnerung, als Friedrichshafen bereits mit 0:2 Sätzen zurücklag, dann aber noch mit 3:2 gewann. „Wir sollten gewarnt sein“, sagt er. „Gegner wie Moers oder Wuppertal, die ganz hinten stehen und sich wehren müssen, um aus dem Keller herauszukommen, sind gefährlich.“

von Conny Kurth

Keine Kommentare

Jan 31 2010

Profile Image of buffy
buffy

Vorherrschaft im Ländle untermauert

Abgelegt unter Volleyball

Auch der zweite Teil des Schwabenderbys geht an den VfB Friedrichshafen. In 71 Spielminuten bezwang der Deutsche Meister den EnBW TV Rottenburg mit 3:0 (25:19, 25:20, 25:22). „3:0 gewonnen – damit können wir zufrieden sein“, sagte Georg Grozer, mit 22 Punkten erfolgreichster Akteur. „Wir haben die Sache so erledigt wie wir sie erledigen mussten.“

Der letzte Ball war Georg Grozer vorbehalten. Energisch schraubte sich der Diagonalangreifer vom VfB Friedrichshafen in die Höhe und donnerte den Ball mit voller Wucht diagonal ins Feld des EnBW TV Rottenburg.
Libero Willy Belizer versuchte, den Ball zu kontrollieren – aber vergeblich. Satz und Sieg für den VfB Friedrichshafen, der damit den zweiten Teil des Schwabenderbys in der Volleyball-Bundesliga mit 3:0 (25:19, 25:20, 25:22) gewann und nicht nur seiner Favoritenstellung gerecht wurde, sondern auch eindrucksvoll seine Vorherrschaft im Ländle untermauerte.

„Wir haben nicht nur klar gewonnen, sondern auch noch wirklich gut gespielt“, freute sich VfB-Trainer Stelian Moculescu. „In den ersten beiden Sätzen haben wir das Spielgeschehen dominiert und danach die Zügel etwas schleifen lassen. Glücklicherweise haben wir wieder rechtzeitig die Kurve gekriegt.“

Vor 3.000 Zuschauern in der bestens gefüllten Tübinger Paul-Horn-Arena konnte Rottenburg den Gästen vom Bodensee zunächst nur zu Beginn des ersten Satzes Paroli bieten. Zu groß war die Übermacht des Deutschen Meisters, der durchgängig seine Stammformation mit Lukas Tichacek im Zuspiel, Georg Grozer auf der Diagonalen, Marcus Böhme und Joao José in der Mitte, Andras Geiger und Idi im Außenangriff sowie Nikola Rosic auf der Liberoposition aufbot und sich insbesondere in Aufschlag und Block überlegen zeigte.

Zur Freude ihrer Fans aber dachten die Gastgeber keinesfalls daran, aufzugeben. Während sich die Häfler ihrer Sache schon sicher schienen, kämpfte Rottenburg verbissen um jeden Ball und wurde im dritten Durchgang dafür belohnt. Beständig lief Friedrichshafen hier einem Rückstand von bis zu drei Punkten hinterher. Bis zum 19:20, als Adrian Gontariu auf das Feld kam und mit zwei Servicewinnern für eine 21:20- Führung und damit die Wende sorgte. „Mit seinen Aufschlägen hat Adi den Satz und damit das Spiel gewonnen“, lobte Moculescu.

Bester Akteur aber war einmal mehr Georg Grozer. Der Nationalspieler war mit 22 Zählern der mit großem Abstand erfolgreichste Punktesammler und konnte noch dazu eine exzellente Angriffsquote von 71 Prozent vorweisen. Nur geringfügig standen dem 25-Jährigen die beiden Außenangreifer Geiger (64 Prozent) und Idi (70 Prozent) nach. Und auch Kapitän José war mit neun von zehn erfolgreichen Angriffen (90
Prozent) so gut wie nicht in den Griff zu bekommen.

„Heute kann man niemanden hervorheben“, sagte Moculescu. „Alle haben ihre Sache sehr gut erledigt.“ Glücklich zeigte sich auch Tichacek.
„Wir haben als Team gespielt und als Team gewonnen“, sagte der Tscheche. „Das war heute unsere große Stärke.“ Auf den Punkt brachte es Grozer. „3:0 gewonnen – damit können wir zufrieden sein“, sagte er.
„Wir haben die Sache so erledigt wie wir sie erledigen mussten.“

EnBW TV Rottenburg
Aufschlag 4 Punkte, Annahme 63% (46% perfekt), Angriff 30 Punkte (45%), Block 3 Punkte Mehlberg 8, Neumeister 1, Steinke 2, Pompe 9, Filo 5, Schneider 5, Belizer L, Ranner 7, nicht eingesetzt: Cipowitz, Klass, Kaczmarek, Scherbakoff

VfB Friedrichshafen
Aufschlag 7 Punkte, Annahme 70% (48% perfekt), Angriff 39 Punkte (71%), Block 7 Punkte Geiger 7, Fromm, Tichacek, Rosic L, Grozer 22, Böhme 3, José 12, Gontariu 1, Bauer, Idi 8, nicht eingesetzt: Kampa, Steuerwald

Von Conny Kurth

Keine Kommentare

Jan 29 2010

Profile Image of buffy
buffy

Welz: „Dieses Spiel lasse ich mir nicht entgehen“

Abgelegt unter Volleyball

Er kennt beide Seiten: Thomas Welz spielte erst fünf Jahre lang für den EnBW TV Rottenburg und hatte dann seine Karriere eigentlich schon beendet, als er in dieser Saison beim VfB Friedrichshafen sein Comeback erlebte. Im Interview spricht der Zuspieler über die Zeit am Bodensee und das schwäbische Duell zwischen Friedrichshafen und Rottenburg am Samstag (30. Januar, 20 Uhr) in Tübingen

Seit Ihrer Verabschiedung in Friedrichshafen sind gut sechs Wochen vergangenen. Wie haben Sie die Zeit beim VfB in Erinnerung behalten?
Ich habe die Zeit in vollen Zügen genossen. Das war eine gute und auch spannende Erfahrung, die ich auf keinen Fall missen möchte. Ich habe noch einmal für meinen Heimatverein gespielt und das sogar in der Champions League. Damit hat sich ein Kreis geschlossen.

Gab es ein besonderes Erlebnis, dass Sie nicht vergessen werden?
Ein spezielles Erlebnis gab es da nicht. Dieses Heimatgefühl war das, was vielleicht das Besondere an den Wochen beim VfB war. Insgesamt ist mir alles sehr positiv in Erinnerung. Ich wurde von Anfang an sehr freundlich aufgenommen, sofort integriert und dann noch sehr nett verabschiedet. Das war für mich eine runde Sache.

Wie haben Sie die vergangenen Wochen – jetzt wieder ohne Sport – verbracht?
Ich habe in meinem Studium viel nachgeholt, was ich verpasst hatte.
Insgesamt bin ich wieder voll in mein Studentenleben eingetaucht.

Haben Sie beobachtet, wie sich Ihre Teamkollegen geschlagen haben?
Natürlich. Das Aus im Pokal ist sehr ärgerlich. Dafür aber schlägt sich die Mannschaft in Bundesliga und vor allem der Champions League umso besser. Ich gehe davon aus, dass das seine sehr erfolgreiche Saison für den VfB wird.

Am Samstag (30. Januar) trifft Friedrichshafen auf den EnBW TV Rottenburg und damit auf das Team, für das Sie bis zur vergangenen Saison gespielt haben. Für wen schlägt da Ihr Herz?
Das sehe ich indifferent. Einerseits ist da Friedrichshafen und damit das Team, für das ich in dieser Saison ja schon gespielt habe.
Andererseits aber verbindet mich mit Rottenburg natürlich auch noch sehr viel. Realistisch betrachtet ist Friedrichshafen der große Favorit. Der VfB ist Tabellenführer und hat das Hinspiel ganz klar gewonnen. Ich bin gespannt, wie sich die Rottenburger dieses Mal schlagen.

Werden Sie selbst in Tübingen in der Halle sein?
Na klar. Dieses Spiel lasse ich mir nicht entgehen.

Worauf müssen sich Friedrichshafen und Rottenburg bei dem Duell gefasst machen?
Die Halle wird rappelvoll und die Stimmung großartig sein. Aber das ist der VfB ja schon aus Tübingen und von vielen anderen Spielen gewohnt, so dass ich nicht davon ausgehe, dass sich die Mannschaft davon aus dem Konzept bringen lässt. Für Friedrichshafen kommt es darauf an, zum eigenen Spiel zu finden und das durchzuziehen. Das Gleiche gilt für die Rottenburger, die allerdings von den Zuschauern noch ordentlich Rückenwind bekommen können.

Zur Person: Thomas Welz
Fünf Wochen lang trug Thomas Welz in dieser Saison das Trikot des VfB Friedrichshafen. Als Vertreter des verletzten Zuspielers Lukas Kampa zählte er bei drei Bundesliga-, einem DVV-Pokal- und zwei Champions- League-Spielen im VfB-Aufgebot. Das Engagement des gebürtigen Häflers allerdings war von vornherein als Intermezzo geplant. Seit seiner Verabschiedung am 16. Dezember widmet sich der 25-Jährige wieder voll seinem Pädagogikstudium.

VonConny Kurth

Keine Kommentare

Ältere Einträge »