Feb 27 2010

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Keine Schützenhilfe

Abgelegt 07:45 unter Allgemein

Bundesliga unter schwierigen Bedingungen: Wenn der VfB Friedrichshafen am Sonntag (28. Februar, 17 Uhr) beim VC Franken antritt, wird die Partie von der drohenden Insolvenz des Klubs aus Bamberg überschattet.
Die Partie gegen den Deutschen Meister könnte die Letzte der Franken in der Volleyball-Bundesliga sein

Die Situation könnte zu einem Horrorszenario werden. Wenn der VfB Friedrichshafen am Sonntag (28. Februar, 17 Uhr) beim VC Franken antritt, könnte dies der letzte Auftritt des Klubs aus Bamberg in der Volleyball-Bundesliga sein. Die Franken drücken enorme finanzielle Sorgen. Presseinformationen zufolge muss bis Montag (1. März) die stattliche Summe von 50.000 Euro aufgetrieben werden – sonst ist die Insolvenz unausweichlich.

Eine Insolvenz wiederum könnte den sofortigen Ausschluss des VC Franken aus der 1. Liga zur Folge haben. „Es gibt in diesem Fall zwei Möglichkeiten“, sagt Thorsten Endres, Geschäftsführer der Deutschen Volleyball-Liga (DVL). „In Abhängigkeit der Rahmenbedingungen kann der DVL-Vorstand trotz Insolvenz einem weiteren Spielbetrieb zustimmen oder aber die Lizenz entziehen.“

Mit Bedauern werden die Entwicklungen von den VfB-Verantwortlichen verfolgt. In sportlicher Hinsicht will man trotzdem keine Schützenhilfe leisten. „Die wirtschaftliche Situation bleibt für uns bei dem Spiel am Sonntag außen vor“, sagt Trainer Stelian Moculescu.
„Wir wollen gewinnen und damit einen weiteren Schritt machen, um als Erster in die Play-offs zu gehen.“

Zwei Siege in den verbleibenden vier Spielen gegen den VC Franken, den VC Bad Dürrenberg/Spergau (13. März), Generali Haching (17. März) und die Netzhoppers Königs Wusterhausen (20. März) benötigen die Häfler noch. Dann ist ihnen Platz eins nach der Normalrunde und damit gleichzeitig das wichtige Heimrecht im ersten sowie entscheidenden Spiel der Play-off-Runden nicht mehr zu nehmen.

Die Reise zum Tabellensiebten ins Fränkische tritt das VfB-Ensemble selbstbewusst dank des Testspielerfolgs über den Polnischen Meister und Gastgeber des Final Four in der CEV Indesit Champions League, jedoch auch personell angeschlagen an. Mit Andras Geiger und Idi fallen voraussichtlich gleich zwei Außenangreifer aufgrund einer
Waden- und einer Fußverletzung aus. André Lukianetz feierte nach zehnwöchiger Verletzungspause auf gleicher Position erst am Mittwoch gegen Belchatow sein Comeback.

„Außen könnte es etwas eng werden“, sagt Moculescu. Dementsprechend sind Alternativen gefragt. Dafür gibt es verschiedene Optionen. Neben Lukianetz und Youngster Christian Fromm könnten sowohl Libero Markus Steuerwald als auch Diagonalangreifer Georg Grozer auf der Außen- Annahmeposition eingesetzt werden. „Wir werden uns etwas einfallen lassen“, so Moculescu. „Was genau, kann man am Sonntag sehen.“

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