Feb 14 2010
So schnell war noch keiner
Bundesliga-Sieg Nummer 17 für den VfB Friedrichshafen: Mit 3:0 (25:18, 25:15, 25:9) bezwangen die Häfler im schwäbisch-badischen Duell den TV Bühl. Nur 58 Spielminuten benötigten sie für ihren Sieg, der zugleich der schnellste in der laufenden Bundesligasaison ist. „So gehört sich das“, freute sich VfB-Trainer Stelian Moculescu
Um exakt 20.34 hatte Idi den Sieg besiegelt. Mit einem Angriffsball sorgte der Volleyballer vom VfB Friedrichshafen nicht nur für das 3:0 (25:18, 25:15, 25:9) seines Teams über den TV Bühl und den damit verbundenen 17. Sieg im 17. Bundesligaspiel. Er setzte auch den Schlusspunkt unter die bislang schnellste Partie der Bundesliga 2009/2010. Nur 58 Spielminuten benötigten die Häfler für ihren Erfolg.
Schneller war in dieser Saison noch keine anderer Klub.
„So gehört sich das“, konstatierte VfB-Trainer Stelian Moculescu zufrieden. „Die Jungs haben das von Anfang bis Ende durchgezogen. Das zeigt die Qualität der Mannschaft.“ Im Duell gegen die Badener wagte der Häfler Erfolgscoach wie zuvor angekündigt keine Experimente und schenkte seiner vielfach erprobten Stammformation mit Zuspieler Lukas Tichacek, Diagonalspieler Georg Grozer, den Außenangreifern Andras Geiger und Idi, den Mittelblocker Joao José und Marcus Böhme sowie Libero Nikola Rosic das Vertrauen.
Diese gingen ihre Aufgabe hochkonzentriert an und ließen dem Aufsteiger nicht einmal annähernd die Chance auf einen Satzgewinn. Nur bis Mitte des ersten Abschnitts hielt Bühl mit. Danach beherrschten die Gastgeber das Spielgeschehen nach Belieben – vielleicht gerade weil Moculescu nahezu allen Akteuren seines Teams Einsatzzeiten gewährte. „Es ist gar nicht so einfach, wenn von der anderen Seite nicht so viel Gegenwehr kommt“, sagte Zuspieler Lukas Kampa, der in allen drei Sätzen für Lukas Tichacek die Regie übernahm. „Vielleicht war es gut, dass wir reingekommen sind. Wir können es uns nicht erlauben, die Zügel schleifen zu lassen.“
Frustriert zeigten die ambitionierten, letztendlich aber desillusionierten Gäste. „Wenn man 0:3 verliert, kann man nicht zufrieden sein“, sagte Bühls Trainer Mathias Eichinger. „Dass das passieren kann, war mir allerdings klar.“ Nahezu tatenlos musste er mit ansehen, wie sein Team eine Lehrstunde, insbesondere in der Annahme, erhielt. Zwölf direkte Aufschlagpunkte verbuchte Friedrichshafen und übte zudem so großen Druck aus, dass die Bühler Annahmespieler zu verzweifeln schienen. „Das Problem ist, dass wir das nicht trainieren können“, so Eichinger. „Gegen Mannschaften wie Friedrichshafen spielst du ja nur zwei Mal pro Saison.“
Bereits in vier Tagen wartet auf die Häfler die nächste Aufgabe. Am Mittwoch (17. Februar, 20.15 Uhr) müssen sie im Achtelfinal-Rückspiel der CEV Indesit Champions League beim österreichischen Meister Hypo Tirol Innsbruck mindestens zwei Sätze gewinnen, um in die nächste Runde einzuziehen. „Wir müssen uns auf einiges gefasst machen.
Innsbruck rechnet sich zu Hause durchaus noch etwas aus“, sagt Kampa.
„Um ins Viertelfinale einzuziehen, dürfen wir nicht auf Sätze, sondern den Sieg spielen und müssen die Sache genauso diszipliniert angehen wie heute.“
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Statistik
VfB Friedrichshafen
Aufschlag 12 Punkte, Annahme 68% (48% perfekt), Angriff 36 Punkte (54%), Block 7 Punkte Geiger 7, Fromm 5, Ticacek, Rosic L, Kampa 2, Grozer 13, Böhme 4, José 6, Gontariu 6, Bauer 2, Idi 10, nicht eingesetzt: Steuerwald
TV Bühl
Aufschlag 2 Punkte, Annahme 41% (14% perfekt), Angriff 17 Punkte (32%), Block 2 Punkte Engala 1, Engohe 4, Lampe, Quero 7, Ondelj, Iliev 5, Pupic 4, Hemlein, Lagzins, Molnar L, Dollhofer, nicht eingesetzt: Klein
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von Conny Kurth
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