Feb 13 2010
Keine Experimente
Bundesliga-Zwischenstopp für den VfB Friedrichshafen: Zwischen dem
Hin- und Rückspiel im Achtelfinale der CEV Indesit Champions League empfangen die Häfler am Samstag (13. Februar, 19.30 Uhr) den TV Bühl.
„Zum Experimentieren“, zollt VfB-Trainer Stelian Moculescu dem Aufsteiger und Tabellensechsten Respekt, „ist da kein Platz“
Matthias Eichinger hat schon vieles erlebt. Zwölf Trainerstationen in Deutschland, Österreich und den Niederlanden hat er hinter sich, wurde Deutscher Meister sowie Pokalsieger und war Bundestrainer. Alles im Frauen-Volleyball. Vor knapp zwei Jahren stellte sich der 55-Jährige im Badischen einer neuen Herausforderung. Beim TV Bühl übernahm er erstmals eine Männer-Mannschaft und startete eine Erfolgsgeschichte.
Aus der 2. führte Eichinger Bühl in die 1. Liga und hat mit seinem Team im ersten Erstligajahr bereits Kurs auf die Play-offs genommen.
„Wenn uns das gelingt, wäre das eine Topleistung“, sagt er. „So oder so können wir mit dieser Saison recht zufrieden sein.“
Jetzt wartet auf Eichinger und seine Bühler Jungs die nächste Herausforderung. Am Samstag (13. Februar, 19.30 Uhr) sind sie beim VfB Friedrichshafen gefordert. „Wir freuen uns darauf und hoffen, dass wir ähnlich gut spielen wie zu Hause“, sagt er. „Ich sage den Spielern:
Sie sollen das als Lerneinheit sehen. Gegen eines der besten Teams Europas zu spielen, ist etwas Besonderes.“
Im Häfler Lager wiederum trotzt man dem aktuellen Fasnetstrubel blickt dem Duell gegen den Tabellensechsten der Volleyball-Bundesliga mit dem gebührenden Ernst entgegen. „Dass sich Bühl so gut verkauft, wundert mich nicht“, sagt VfB-Trainer Stelian Moculescu. „Das ist eine gute Mannschaft mit guten Verstärkungen und einem guten Trainer.“ Vor allem auf den Venezolaner Heriberto Quero, der vor Saisonbeginn gemeinsam mit Mittelblocker Vladimir Rakic aus Düren kam, lenkt er sein Augenmerk. „Er ist einer der Topangreifer der Liga“, so Moculescu.
„Wenn er einen guten Tag hat, kann er ein Spiel im Alleingang entscheiden.“
Auch mit Hinblick auf das Achtelfinal-Rückspiel am kommenden Mittwoch (17. Februar) gegen Hypo Tirol Innsbruck (Österreich) gehen die VfB- Akteure zwar mit dem Selbstbewusstsein des ungeschlagenen Bundesliga- Spitzenreiters, nicht jedoch leichtfertig in die Partie. „Wir müssen unseren normalen Rhythmus halten“, sagt Moculescu. „Zum Experimentieren ist da kein Platz.“ Das wiederum bedeutet:
Voraussichtlich wird der Häfler Coach seine Stammformation mit Zuspieler Lukas Tichacek, Diagonalspieler Georg Grozer, den Außenangreifern Andras Geiger und Idi, den Mittelblocker Joao José und Marcus Böhme sowie Libero Nikola Rosic auf das Feld schicken.
„Dass wir zwischen zwei Champions-League-Spielen auf Friedrichshafen treffen, ist kein Vorteil für uns“, sagt Eichinger, der die Auftritte auf der internationalen Bühne zwar nicht aus Bühl, aber unter anderem vom SVV Ulm bestens kennt. „Wenn du unter der Woche auf hohem Niveau gefordert bist, spielst du am Wochenende dazwischen auch gut. Ich wünsche mir, dass wir die Leistung aus dem Hinspiel wiederholen können. Das war eines unserer besten Spiele in dieser Saison.“
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Fanfahrt nach Innsbruck
Abfahrt: 17. Februar, 12 Uhr an der ZF Arena
Preis: je nach Teilnehmerzahl zwischen 17 und 22 Euro zzgl.
Eintrittskarte
Es können Karten und Busfahrt, aber auch nur einzelne Karten für die Selbstanreise gebucht werden. Anmeldungen sind über die Geschäftsstelle der VfB Friedrichshafen Volleyball GmbH (Meistershofener Str. 25, 88045 Friedrichshafen, Email: info@vfb-volleyball.de ), telefonisch beim Fanbeauftragten Jürgen Schrandt (07541 – 95 01
904) oder beim Heimspiel gegen Bühl am Fanstand im Foyer der ZF Arena möglich. Bei der Anmeldung unbedingt Name und Telefonnummer angeben, damit ein Rückruf über die Durchführung der Fanfahrten möglich ist.
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von Conny Kurth

