Feb 02 2010

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Spitzenreiter gegen Schlusslicht

Abgelegt 20:27 unter Volleyball

Erster gegen Letzter: Spitzenreiter VfB Friedrichshafen empfängt am Mittwoch (3. Februar, 20 Uhr) in der ZF Arena Schlusslicht Wuppertal Titans zum Duell. Die Gäste aus dem Bergischen Land allerdings haben derzeit nicht nur die Rote Laterne der Volleyball-Bundesliga inne, sondern kämpfen auch mit einem hartnäckigen Magen-Darm-Virus

Wann genau Christian Fromm Merten Krüger das erste Mal über den Weg lief, weiß er nicht mehr genau. Drei oder vier Jahre muss es her sein, dass die beiden Volleyballer ihre ersten Schritte beim VC Olympia Berlin unternahmen – und Freunde wurden. „Merten ist nicht nur ein Freund. Er ist mein bester Freund“, sagt Fromm. „Leider sehen wir uns jetzt nur noch selten. Deshalb freue ich mich auf Mittwoch.“

Am Mittwoch (3. Februar, 20 Uhr) treffen Fromm und Krüger in der ZF Arena aufeinander. Dieses Mal allerdings stehen die beiden Freunde auf unterschiedlichen Seiten – denn Fromm schmettert für den VfB Friedrichshafen während Krüger als Zuspieler im Team der Wuppertal Titans steht. „Es wäre eine schöne Sache, wenn wir beide auf dem Feld stehen und gegeneinander spielen können“, sagt Fromm und erklärt.
„Während des Spiels wäre unsere Freundschaft außen vor. Denn da will ich gewinnen. Egal, wer auf der anderen Seite steht.“

Ein hartnäckiger Magen-Darm-Virus allerdings könnte das Wiedersehen der beiden Youngster noch kurzfristig verhindern. Dieser kursiert seit dem Wochenende im Team der Wuppertaler und hat mittlerweile alle Akteure außer Gefecht gesetzt. „Im Moment liegen alle flach“, sagt Lars Dinglinger, Sportdirektor der Wuppertal Titans. „Seit dem Spiel am Samstag gegen Bühl haben wir nicht mehr trainiert. Ich bin froh, wenn wir am Mittwoch sieben einsatzfähige Spieler zusammen bekommen.“

Die Probleme der Titans, die im Pokal-Viertelfinale am VfB scheiterten und derzeit mit drei Siegen und zwölf Niederlagen nur auf dem letzten Platz des Bundesliga-Klassements rangieren, ficht im Häfler Lager niemand an. „Das Wichtigste ist, dass wir uns auf unsere eigenen Stärken konzentrieren. „Wir müssen gut aufschlagen und einen guten Sideout spielen“, sagt Mittelblocker Lukas Bauer. „Was wir selbst machen, ist am Mittwoch entscheidend. Der Gegner ist zweitrangig.“

Das proklamiert auch VfB-Trainer Stelian Moculescu. „Es hängt“, sagt er, „ausschließlich von uns ab, wie das Spiel verläuft und ausgeht“.
Dem Häfler Meistermacher ist noch gut die Partie am 9. Januar gegen den Vorletzten Moerser SC in Erinnerung, als Friedrichshafen bereits mit 0:2 Sätzen zurücklag, dann aber noch mit 3:2 gewann. „Wir sollten gewarnt sein“, sagt er. „Gegner wie Moers oder Wuppertal, die ganz hinten stehen und sich wehren müssen, um aus dem Keller herauszukommen, sind gefährlich.“

von Conny Kurth

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