Jan 29 2010
Welz: „Dieses Spiel lasse ich mir nicht entgehen“
Er kennt beide Seiten: Thomas Welz spielte erst fünf Jahre lang für den EnBW TV Rottenburg und hatte dann seine Karriere eigentlich schon beendet, als er in dieser Saison beim VfB Friedrichshafen sein Comeback erlebte. Im Interview spricht der Zuspieler über die Zeit am Bodensee und das schwäbische Duell zwischen Friedrichshafen und Rottenburg am Samstag (30. Januar, 20 Uhr) in Tübingen
Seit Ihrer Verabschiedung in Friedrichshafen sind gut sechs Wochen vergangenen. Wie haben Sie die Zeit beim VfB in Erinnerung behalten?
Ich habe die Zeit in vollen Zügen genossen. Das war eine gute und auch spannende Erfahrung, die ich auf keinen Fall missen möchte. Ich habe noch einmal für meinen Heimatverein gespielt und das sogar in der Champions League. Damit hat sich ein Kreis geschlossen.
Gab es ein besonderes Erlebnis, dass Sie nicht vergessen werden?
Ein spezielles Erlebnis gab es da nicht. Dieses Heimatgefühl war das, was vielleicht das Besondere an den Wochen beim VfB war. Insgesamt ist mir alles sehr positiv in Erinnerung. Ich wurde von Anfang an sehr freundlich aufgenommen, sofort integriert und dann noch sehr nett verabschiedet. Das war für mich eine runde Sache.
Wie haben Sie die vergangenen Wochen – jetzt wieder ohne Sport – verbracht?
Ich habe in meinem Studium viel nachgeholt, was ich verpasst hatte.
Insgesamt bin ich wieder voll in mein Studentenleben eingetaucht.
Haben Sie beobachtet, wie sich Ihre Teamkollegen geschlagen haben?
Natürlich. Das Aus im Pokal ist sehr ärgerlich. Dafür aber schlägt sich die Mannschaft in Bundesliga und vor allem der Champions League umso besser. Ich gehe davon aus, dass das seine sehr erfolgreiche Saison für den VfB wird.
Am Samstag (30. Januar) trifft Friedrichshafen auf den EnBW TV Rottenburg und damit auf das Team, für das Sie bis zur vergangenen Saison gespielt haben. Für wen schlägt da Ihr Herz?
Das sehe ich indifferent. Einerseits ist da Friedrichshafen und damit das Team, für das ich in dieser Saison ja schon gespielt habe.
Andererseits aber verbindet mich mit Rottenburg natürlich auch noch sehr viel. Realistisch betrachtet ist Friedrichshafen der große Favorit. Der VfB ist Tabellenführer und hat das Hinspiel ganz klar gewonnen. Ich bin gespannt, wie sich die Rottenburger dieses Mal schlagen.
Werden Sie selbst in Tübingen in der Halle sein?
Na klar. Dieses Spiel lasse ich mir nicht entgehen.
Worauf müssen sich Friedrichshafen und Rottenburg bei dem Duell gefasst machen?
Die Halle wird rappelvoll und die Stimmung großartig sein. Aber das ist der VfB ja schon aus Tübingen und von vielen anderen Spielen gewohnt, so dass ich nicht davon ausgehe, dass sich die Mannschaft davon aus dem Konzept bringen lässt. Für Friedrichshafen kommt es darauf an, zum eigenen Spiel zu finden und das durchzuziehen. Das Gleiche gilt für die Rottenburger, die allerdings von den Zuschauern noch ordentlich Rückenwind bekommen können.
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Zur Person: Thomas Welz
Fünf Wochen lang trug Thomas Welz in dieser Saison das Trikot des VfB Friedrichshafen. Als Vertreter des verletzten Zuspielers Lukas Kampa zählte er bei drei Bundesliga-, einem DVV-Pokal- und zwei Champions- League-Spielen im VfB-Aufgebot. Das Engagement des gebürtigen Häflers allerdings war von vornherein als Intermezzo geplant. Seit seiner Verabschiedung am 16. Dezember widmet sich der 25-Jährige wieder voll seinem Pädagogikstudium.
VonConny Kurth
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