Tagesarchiv für den 21. Januar 2010

Jan 21 2010

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Champions League: Innsbruck wartet im Achtelfinale

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Österreichs Meister Hypo Tirol Innsbruck heißt der Gegner des VfB Friedrichshafen im Achtelfinale der CEV Indesit Champions League. Das Hinspiel findet voraussichtlich am 10. Februar in Friedrichshafen, das Rückspiel am 17. Februar in Innsbruck statt. Gewinnt der VfB, trifft er im Viertelfinale auf den Sieger des Duells Ach Volley Bled
(Slowenien) gegen Lube Banca Marche Macerata (Italien)

Reisetechnisch dürfen sich die Volleyballer vom VfB Friedrichshafen über ein glückliches Los für das Achtelfinale der CEV Indesit Champions League freuen. Wie die Auslosung am Donnerstagnachmittag beim Europäischen Volleyballverband CEV in Luxemburg ergab, trifft der deutsche Meister auf den österreichischen Meister Hypo Tirol Innsbruck. Das Hinspiel findet voraussichtlich am 10. Februar zu Hause in der ZF Arena Friedrichshafen, das Rückspiel inklusive möglichem Golden Set eine Woche später am 17. Februar in Innsbruck statt.

„Es hätte sicherlich unangenehmere Lose geben können“, sagte VfB- Trainer Stelian Moculescu. „Die Gefahr ist, Innsbruck als einfachen Gegner einzuschätzen. Dem ist nicht so. In dieser Runde gibt es keine schlechten Mannschaften mehr.“ Über die kurze Reise ins nur 220 Kilometer von Friedrichshafen entfernte Innsbruck freute sich der Coach sichtlich. „Das ist wirklich angenehm. Drei Stunden im Bus und du bist da.“

Sportlich erwartet die Häfler eine interessante Aufgabe. Innsbruck nämlich ist nicht nur der amtierende österreichische Champion, sondern hat bereits drei Meistertitel (2005, 2006, 2009), vier Pokalerfolge (2004, 2005, 2006, 2008) sowie den MEVZA-Gesamtsieg 2009 auf dem Konto. Den nach eigenen Angaben größten Erfolg der Vereinsgeschichte feierten die Tiroler in dieser Saison mit dem erstmaligen Einzug in die zweite Runde der CEV Indesit Champions League.

„Innsbruck spielt eine ähnliche Rolle wie wir“, sagt Moculescu. „Der Klub hat schon über Jahre Champions League gespielt, ist aber im Vergleich zu den großen Vereinen auch aus finanziellen Gründen immer der Underdog.“ Leistungsträger sind der Slowake Gabriel Chocholak und der sprunggewaltige Brasilaner Leonardo Nascimento dos Santos.

Setzt sich Friedrichshafen im Achtelfinale gegen Innsbruck durch, ist der Gegner im Viertelfinale am 4. und 10. März der Sieger des Duells Ach Volley Bled (Slowenien) gegen Lube Banca Marche Macerata (Italien). Das Final Four findet am 10. und 11. April in Lodz (Polen) statt. Ausrichter und damit direkt für die Endrunde qualifiziert ist Polens Meister PGE Skra Belchatow.

Die Achtelfinalspiele im Überblick
TRENTINO Betclic (ITA) – Knack Randstad ROESELARE (BEL)
CSKA SOFIA (BUL) – Asseco Resovia RZESZOW (POL)
VfB FRIEDRICHSHAFEN – Hypo Tirol INNSBRUCK (AUT)
ACH Volley BLED (SLO) – Lube Banca Marche MACERATA (ITA)
Dinamo MOSKAU (RUS) – Panathinaikos ATHEN (GRE)
Olympiacos PIRÄUS (GRE) – Zenit KAZAN (RUS)

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Jan 21 2010

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Wertvolle Lehrstunde- Niederlage zum Abschluss

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Niederlage im letzten Vorrundenspiel der CEV Indesit Champions League für den VfB Friedrichshafen: Gegen Italiens Meister CoprAtlantide Piacenza verloren die Häfler 0:3 (15:25, 18:25, 22:25). Auswirkungen hatte dies keine. Friedrichshafen stand schon vorher als Gruppenerster und Teilnehmer am Achtelfinale fest

Als um etwa 19.20 Uhr der Angriff von Joao Paulo Pereira Bravo zuerst an die Arme von Lukas Bauer und Adrian Gontariu und dann ins Aus prallte, war nicht nur der dritte Satz im letzten Vorrundenspiel in der CEV Indesit Champions League gegen CoprAtlantide Piacenza (Italien), sondern auch eine Art Lehrstunde beendet. Diese endete für den VfB Friedrichshafen zwar schmerzlich mit 0:3 (15:25, 18:25, 22:25) – das aber war nur halb so schlimm.

Denn unabhängig vom Ausgang der Partie gegen den italienischen Champion stand der deutsche Meister nicht nur bereits als einer von zwölf Teilnehmern am Achtelfinale, sondern auch als Erster der Gruppe E fest. Die Häfler konnten sich damit den Luxus erlauben, einerseits die nach 13 Spielen in den vergangenen sieben Wochen stark beanspruchten Stammkräfte zu schonen und andererseits die jungen Wilden Spielerfahrungen sammeln zu lassen.

Im Zuspiel schickte VfB-Trainer Stelian Moculescu Lukas Kampa für Lukas Tichacek, im Außenangriff Christian Fromm für Idi, in der Mitte Lukas Bauer für Joao José, auf der Diagonalen Adrian Gontariu für Georg Grozer sowie auf der Liberoposition Markus Steuerwald für Nikola Rosic in die Partie. „Das ist eine schöne Situation, wenn du die Jungen ohne Folgen in so eine Begegnung schicken kannst“, so der Coach. „Solche Spiele sind wertvoll. Da siehst du, wo du stehst und die Stärken und Schwächen liegen.“

Die Stärke, das war gegen Piacenza vor allem das Angriffsspiel. Eine Quote von 54 Prozent hatte Gontariu, sogar 62 Prozent Youngster Fromm vorzuweisen. Die Schwächen dagegen lagen im Duell der beiden Landesmeister in der Annahme sowie dem eigenen Aufschlag. Neun Asse servierten die Italiener, nur drei dagegen Friedrichshafen. „Piacenza hat sehr druckvoll aufgeschlagen“, so Moculescu. „Das hat heute den größten Unterschied gemacht.“

Gegen die routinierten Stars aus Italien dachten die Häfler zu keiner Sekunde daran, sich in die Niederlage zu ergeben. Immer wieder kämpften sie sich heran und durften als Achtungserfolg für sich verbuchen, dass der Gastgeber in Bestbesetzung durchspielte. „Es war eine Ehre für mich, gegen Piacenza zu spielen. Da standen so viele berühmte Gesichter auf der anderen Seite“, sagte Gontariu. „Wir wollten ihnen das Leben so schwer wie möglich machen und haben uns ganz gut geschlagen.“

Eher durchwachsen fiel das Fazit von Bauer aus. „Ich habe mich gefreut, zu spielen. Auch wenn wir hinten lagen, haben wir nicht aufgegeben“, sagte der 20-Jährige und hatte noch ein paar tröstende Worte für die 35 mitgereisten Häfler Fans parat. „Auch wenn uns die Niederlage nicht weh tut, tut es mir für unsere Fans sehr leid. Dass sie nach Piacenza gekommen sind, war sensationell. Sie hätten sicherlich mehr verdient gehabt.“

Auf welchen Kontrahenten Friedrichshafen im Achtelfinale am 10. und 17. Februar (plus/minus ein Tag) trifft, entscheidet sich am Donnerstag (21. Januar). An diesem Tag findet ab 15 Uhr im Sitz des Europäischen Volleyballverbandes CEV in Luxemburg die Auslosung zur zweiten Runde der Champions League statt. Einen Wunschgegner gibt es im VfB-Lager nicht. „Wir können ja sowieso keinen Einfluss nehmen“, so Moculescu. „Die Mannschaften, die jetzt noch dabei sind, sind alle stark.“

Statistik

CoprAtlantide Piacenza
Aufschlag 9 Punkte, Annahme 50% (28% perfekt), Angriff 35 Punkte (56%), Block 9 Punkte Meoni 1, Zlatanov 17, Rak 9, Bravo 7, Rinaldi L, Marshall 11, Oivanen 6, Sequeira, Grassano, nicht eingesetzt: Boninfante, Urnaut

VfB Friedrichshafen
Aufschlag 3 Punkte, Annahme 52% (22% perfekt), Angriff 30 Punkte (51%), Block 2 Punkte Geiger 4, Fromm 9, Rosic, Kampa 1, Steuerwald L, Böhme 4, Gontariu 13, Bauer 4, Idi, nicht eingesetzt: Tichacek, Grozer, José

Die nächsten Spiele des VfB Friedrichshafen
30.01.2010 (20.00 Uhr) Bundesliga EnBW TV Rottenburg – VfB Friedrichshafen
03.02.2010 (20.00 Uhr) Bundesliga VfB Friedrichshafen – Wuppertal Titans
06.02.2010 (19.00 Uhr) Bundesliga SCC Berlin – VfB Friedrichshafen

von Conny Kurth

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