Jan 19 2010
Eine komfortable Situation für den VfB Friedrichshafen
Letztes Vorrundenspiel in der CEV Indesit Champions League für den VfB
Friedrichshafen: Am Mittwoch (20. Januar, 18 Uhr) trifft der deutsche Meister auf den italienischen Meister CoprAtlantide Piacenza.
Unabhängig vom Ausgang der Partie ist den Häflern der erste Platz in der Vorrundengruppe E nicht mehr zu nehmen
So entspannt wie dieses Mal dürften die Volleyballer vom VfB Friedrichshafen schon lange keine Reise zu einem Auswärtsspiel mehr angetreten haben. Wenn sie am Mittwoch (20. Januar, 18 Uhr) das letzte Vorrundenspiel in der CEV Indesit Champions League gegen CoprAtlantide Piacenza (Italien) bestreiten, ist ihnen der erste Platz im Pool E – gleichbedeutend mit der souveränen Qualifikation für das Achtelfinale – nicht mehr zu nehmen.
„Diese komfortable Situation erleben wir zum ersten Mal“, sagt VfB- Trainer Stelian Moculescu. „Die Jungs haben sich das redlich verdient.“ Dementsprechend locker und gelöst ist die Stimmung vor dem Duell gegen den italienischen Meister, der in der Champions League als Vierter feststeht und damit nicht mehr die nächste Runde erreichen kann. „Das ist ein Spiel, das nervenschonend ist“, sagt der Häfler Coach. „Nach dem Stress der letzten Wochen ist das wirklich angenehm.“
Das allerdings heißt nicht, dass den VfB-Stars das Ergebnis egal wäre.
Nur zu gerne würden sie Piacenza nach dem glatten Dreisatz-Sieg im Hinspiel in Friedrichshafen eine weitere Niederlage – noch dazu auf italienischem Parkett – zufügen. „Wir wollen unbedingt gewinnen“, sagt Georg Grozer. „Keiner soll sagen, dass uns dieses Spiel nicht interessiert. Wir wollen uns gut präsentieren und beweisen, dass wir auch auswärts gegen Piacenza gewinnen können.“
Der Diagonalangreifer ist höchst motiviert, hat er doch gute Chancen, gleich in mehreren Kategorien der Champions-League-Statistiken ganz vorne zu landen. Bei den besten Punktesammlern liegt Grozer mit sechs Zählern Rückstand ebenso auf Platz zwei wie bei den besten Angreifern und besten Aufschlagspielern, wo er vier beziehungsweise einen Punkt weniger als die Spitzenreiter vorweisen kann.
Ob der Nationalspieler allerdings im Palabanca von Piacenza zur Startformation gehören wird, ist noch nicht entschieden. Gut möglich, dass Moculescu am Mittwoch den Akteuren längere Einsatzzeiten gewährt, die bislang weniger zum Zuge kamen. Auf der Diagonalen könnten somit Adrian Gontariu, im Zuspiel Lukas Kampa, in der Mitte Lukas Bauer und im Außenangriff Christian Fromm ihr Können unter Beweis stellen. „Sie sollen Champions-League-Luft schnuppern“, so Moculescu. „In Piacenza ist das etwas Besonderes. Dort spielt man nicht so oft.“
Bereits einen Tag nach dem letzten Vorrundenspiel richten sich die Blicke im VfB-Lager in Richtung Luxemburg. In den Räumlichkeiten des Europäischen Volleyballverbandes CEV findet am Donnerstag (21. Januar) ab 15 Uhr die Auslosung für das Achtelfinale statt. Laut Reglement muss diese so vorgenommen werden, dass Teams der gleichen Vorrunde nicht aufeinander treffen sowie nicht drei Mannschaften einer Nation das Final Four erreichen können. Voraussichtlich wird dem Gruppenersten VfB ein Zweiter oder der beste Dritte zugelost. „Man muss es nehmen wie es kommt“, sagt Moculescu. „Wenn ich einen Wunsch äußern könnte, dann höchstens, dass wir nicht nach Russland müssen.“
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Public Viewing
Es ist schon eine schöne Tradition: Auch zum letzten Vorrundenspiel in der CEV Indesit Champions League 2009/2010 lädt der VfB Friedrichshafen zum Public Viewing in das Foyer der ZF Arena ein. Auf einer Großbildleinwand kann die Partie gegen CoprAtlantide Piacenza zusammen mit vielen anderen Fans verfolgt werden. Die ZF Arena öffnet um 17.30 Uhr, Spielbeginn ist um 18 Uhr.
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Live-Übertragung auf LAOLA1.tv
Wie alle Spiele des VfB Friedrichshafen in der CEV Indesit Champions League ist auch die Partie gegen CoprAtlantide Piacenza am Mittwoch (20. Januar) ab 18 Uhr live und kostenlos im Internet auf LAOLA1.tv (www.laola1.tv) übertragen. Kommentator ist Volleyballexperte Dirk Berscheidt.
von Conny Kurth
Ein Kommentar


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